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Amazon will Funklöcher mit Satelliteninternet aus dem Weltall schließen

Debora Pape
28-7-2026

Mit dem neuen Dienst Amazon Leo D2D will der Online-Riese Satellitenempfang direkt auf herkömmliche Smartphones bringen. Damit will er mit SpaceX konkurrieren, das den Markt seit Jahren dominiert.

Der US-Onlinehändler Amazon kündigt einen neuen Dienst für satellitengestütztes Internet an: Amazon Leo D2D. Das ist eine Erweiterung des mit Starlink von SpaceX vergleichbaren Satellitennetzwerks Amazon Leo, das sich mit aktuell 396 Satelliten (Stand Juli 2026) noch im Aufbau befindet.

Amazon Leo D2D soll normalen Mobilgeräten Sprach-, Nachrichten-, Daten- und Notfalldienste über Satellit ermöglichen. D2D bedeutet «Direct to Device» und steht für die direkte Kommunikation zwischen Satellit und Gerät über dedizierte Funkfrequenzen im L- und S-Band. Die Satelliten fungieren somit als «fliegende Mobilfunkmasten», ein Nutzerterminal wie bei Starlink und Amazon Leo ist nicht erforderlich.

Damit plant Amazon, Funklöcher in abgelegenen Regionen zu stopfen. Ab 2028 will Amazon bis zu 5105 zusätzliche Satelliten nur für diesen Dienst in fünf Erdumlaufbahnen zwischen 510 und 580 Kilometer Höhe bringen. Für Amazon Leo selbst sind bis zu rund 7800 Satelliten geplant.

Mit Amazon Leo D2D will das Unternehmen zur Konkurrenz von SpaceX aufschließen: SpaceX ist mit Starlink schon jahrelang kommerziell erfolgreich und bietet seit 2025 mit «Starlink Direct to Cell» ebenfalls einen Satellit-zu-Smartphone-Service.

Amazon hat die etablierte Infrastruktur eingekauft

Möglich ist Amazon Leo D2D durch die im April 2026 bekanntgegebene Übernahme des MSS-Anbieters Globalstar. MSS steht für Mobile Satellite Services. Globalstar gilt als Pionier auf dem Gebiet der mobilen Satellitenkommunikation: Das Unternehmen betreibt derzeit 24 eigene Satelliten und besitzt die benötigten, weltweit lizenzierten MSS-Frequenzen sowie in verschiedenen Ländern regulatorische Zulassungen. Unter anderem nutzt Apple die Globalstar-Satelliten für Notrufe, Satelliten-Nachrichten auf dem iPhone und «Find my» über Satellit.

Laut Amazon gibt es bereits eine Vereinbarung mit Apple, den neuen Satellitendienst für «unterstützte iPhone- und Apple Watch-Modelle» bereitzustellen. Auch mit anderen Endgeräte-Herstellern ist eine Zusammenarbeit geplant. Welche technischen Anforderungen Amazon Leo D2D an die Geräte stellt, ist bislang unbekannt. Amazon kooperiert zudem mit verschiedenen Mobilfunkanbietern weltweit, darunter Vodafone.

Aktuell befindet sich Amazon Leo D2D allerdings noch in der Planungsphase. Das Unternehmen gibt an, einen Antrag bei der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eingereicht zu haben.

Titelbild: Amazon

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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