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Screenshot YouTube / Apple WWDC 2025
Hintergrund

Apple WWDC am 8. Juni: Das wird erwartet

Apples diesjährige Entwicklerkonferenz wird sich voraussichtlich um Künstliche Intelligenz drehen. Neue Hardware wäre eine Überraschung. Die Gerüchte in der Übersicht.

Vom 8. bis zum 12. Juni 2026 findet Apples jährliche Worldwide Developer Conference (WWDC) statt. Die Keynote zur Eröffnung kannst du am Montag, 8. Juni, um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf Apples Website oder auf YouTube mitverfolgen. Den aktuellen Berichten nach steht dieses Jahr die neue Siri im Fokus, die nach etlichen Verzögerungen mit iOS 27 im Herbst endlich das Licht der Welt erblicken soll.

Neue Siri mit Gemini-Hirn

Apple hat die Subdomain genai.apple.com registriert – und damit jegliche Zweifel beseitigt, dass an der WWDC 2026 Neuigkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) anstehen. Die wichtigste davon dürfte die neue Siri sein. Sie wurde eigentlich bereits vor zwei Jahren angekündigt. Doch wegen technischer Probleme hielt Apple den versprochenen Launch-Termin im Frühjahr 2025 nicht ein. Auch an der letztjährigen WWDC blieb es still um die Sprachassistentin.

Jetzt soll Siri endlich ins Zeitalter moderner Chatbots eintreten. Weil Apple es allem Anschein nach nicht geschafft hat, ein eigenes konkurrenzfähiges generatives Sprachmodell (LLM) zu entwickeln, erhält die Assistentin stattdessen ein Hirn von Google. Im Januar kündigten die beiden Unternehmen eine mehrjährige Partnerschaft an.

So soll Siri nun endlich Anfragen besser verstehen, sich an vorherige Konversationen erinnern und mehrere Befehle aufs Mal ausführen können. Als Alleinstellungsmerkmal hat sie dabei wohl Zugriff auf den persönlichen Kontext – etwa den Inhalt von Textnachrichten – und kann selbständig Aufgaben in Apps erledigen. Bei der ersten Vorstellung 2024 kündigte Apple an, dass die Verarbeitung dieser zum Teil sensiblen Daten entweder direkt auf dem Gerät stattfindet oder auf speziellen Servern, wo sie danach wieder gelöscht werden.

In diesem Farbschema könnte auch das Interface der neuen Siri gehalten sein.
In diesem Farbschema könnte auch das Interface der neuen Siri gehalten sein.
Quelle: Screenshot apple.com

Damit die neue Siri als solche erkennbar ist, kommt sie Gerüchten zufolge mit einem überarbeiteten Interface daher. Ein Hinweis darauf soll sich im Artwork auf der Website des Events finden. Es zeigt das Vogel-Logo der Programmiersprache Swift mit subtilen Akzenten in Pink, Blau, Dunkelviolett und Orange. Die Farben erinnern an die Animation am Rand des Displays, wenn man die aktuelle Siri startet – aber in einer entsättigten, dunkleren Version.

iOS 27: viel KI, neue Kamera-App

Die neue Siri wird die wichtigste Neuerung von iOS 27 sein. Als ausgewachsener Chatbot erhält sie wohl eine eigene App für fortlaufende Konversationen. Diese soll ähnlich funktionieren wie die Apps von Anthropic oder OpenAI. Auf dem Homescreen sind laut von «Bloomberg» veröffentlichten Leaks bisherige Chats sichtbar, in die du wieder einsteigen kannst. Das Konversations-Interface sieht ähnlich aus wie iMessage und umfasst ein Textfeld, einen Button für Spracheingaben sowie die Möglichkeit, Anhänge wie Fotos hochzuladen.

In ihrer App gibt Siri gemäss Leaks Antworten in Form von Text, Links und Bildern.
In ihrer App gibt Siri gemäss Leaks Antworten in Form von Text, Links und Bildern.
Quelle: 731 via Bloomberg

Alternativ ist die Sprachassistentin über ein neues Such-Overlay erreichbar, das per Wischgeste von der oberen Bildschirmmitte startet. Die bisher dort beherbergten Benachrichtigungen sind neu mit der gleichen Geste von links oben zu finden. Aus der neuen Suche heraus lassen sich wie gewohnt auch Apps starten, Textnachrichten verfassen oder Dokumente durchsuchen. Abhängig von der Anfrage können Aufgaben auch an KI-Modelle von Drittanbietern wie Gemini, Claude oder ChatGPT weitergereicht werden.

Siri ist entweder per Wischgeste von oben verfügbar (mittlere Illustration) oder in einer eigenen App (rechts). Wird sie per Sprachbefehl aktiviert, expandiert sie aus der Dynamic Island (links).
Siri ist entweder per Wischgeste von oben verfügbar (mittlere Illustration) oder in einer eigenen App (rechts). Wird sie per Sprachbefehl aktiviert, expandiert sie aus der Dynamic Island (links).
Quelle: 731 via Bloomberg

Im Zuge der neuen KI erhält auch die Kamera-App ein umfassendes Redesign. Die Oberfläche wird modularer: Die bislang feste Leiste mit Schnellzugriffen am oberen Rand lässt sich über ein neues Widget-Menü individuell umkonfigurieren. So können etwa Tiefenunschärfe, Belichtungszeit oder Nachtmodus nach vorn geholt werden. Das dürfte die App auch für ambitionierte Fotografinnen und Fotografen interessanter machen, die bisher oft auf Drittanbieter ausweichen.

Parallel baut Apple KI-Funktionen direkter in die Kamera-App ein. Siri erscheint als eigener Aufnahmemodus neben Foto und Video und kann aufgenommene Motive direkt analysieren oder an externe Dienste wie Gemini oder ChatGPT weiterreichen. So erhalten User Informationen oder visuelle Vorschläge, ohne die App wechseln zu müssen. Die Integration soll den Weg zu visueller KI im Alltag verkürzen und kommende Gerätekategorien wie Smartglasses oder AirPods mit Kamera vorbereiten. Angeblich testet Apple auch eine Fotobearbeitung per Spracheingabe. Diese dürfte aber erst später erscheinen.

Etwa so soll Gerüchten zufolge die neue Kamera-App aussehen.
Etwa so soll Gerüchten zufolge die neue Kamera-App aussehen.
Quelle: 731 via Bloomberg

Abgesehen von den neuen KI-Funktionen soll iOS 27 diverse Bugs beheben, alten Code bereinigen und so effizienter werden. Ausserdem wird wohl das «Liquid Glass»-Design verbessert. Unter der Haube dürfte im Betriebssystem auch die Unterstützung für das kommende iPhone Fold stecken. Darüber wird Apple an der WWDC aber ziemlich sicher nicht sprechen.

iPadOS 27: verbessertes Multitasking

Apples Tablets erhalten die gleichen neuen KI-Funktionen wie das iPhone, wobei Modelle mit starkem Chip vermutlich mehr davon direkt auf dem Gerät verarbeiten können. Auch das überarbeitete Liquid Glass wird systemübergreifend integriert. Ansonsten verfeinert Apple beim iPad voraussichtlich das Multitasking-System.

macOS 27: Touch-Bedienung für den Mac?

MacOS soll neben der neuen Siri auch eine Touch-Bedienung unterstützen, weil Apple angeblich ein MacBook mit Touchscreen plant. Das Interface des neuen Betriebssystems passt sich den Leaks zufolge an die Art des Inputs an: Tippst du mit dem Finger auf einen Menüpunkt, erscheinen grosse Bedienelemente, die für Touch optimiert sind. Klickst du mit einer Maus darauf, bleibt es bei einem normalen Menü. Dass Apple diese Änderungen vor den zugehörigen Geräten vorstellen wird, scheint allerdings unwahrscheinlich.

Gerüchte über ein MacBook mit Touchscreen häufen sich. Es dürfte aber erst 2027 erscheinen.
Gerüchte über ein MacBook mit Touchscreen häufen sich. Es dürfte aber erst 2027 erscheinen.
Quelle: Samuel Buchmann

Ab Version 27 wird macOS keine Intel-Chips mehr unterstützen. Es lässt sich nur noch auf Geräten mit M1 oder neuer installieren. Das aktuelle macOS 26 Tahoe erhält noch zwei Jahre lang Sicherheitsupdates.

Gleichzeitig wird macOS 27 die letzte Version sein, welche die Übersetzungsebene Rosetta 2 vollständig unterstützt. Das heisst: x86-Programme werden nur noch bis Herbst 2027 zuverlässig auf Macs mit M-Chips laufen. Danach wird Apple die Unterstützung von Rosetta 2 zurückfahren, auch wenn der Emulator für gewisse Apps weiterhin verfügbar bleibt – etwa alte Games, die eine Intel-basierte Library benötigen. Generell sollten die Entwickler ihre Software aber bis dahin auf die neue Architektur portieren. Schon jetzt erhältst du beim Start einer x86-App eine entsprechende Meldung.

watchOS 27: bessere Herzfrequenzmessung

Für die Apple Watch zeichnet sich ein eher behutsames Update ab, das zentrale Funktionen schärft, statt die Plattform neu zu erfinden. Laut Berichten plant Apple vor allem eine verbesserte Herzfrequenzmessung, die Trainingsdaten präziser machen und Lücken zu spezialisierten Fitness-Trackern schliessen soll. Für die Ultra 3 werden auch erweiterte Satellitenfunktionen mit Unterstützung für Standorte und Fotos in der Nachrichten-App erwartet.

Apple baut angeblich die Satellitenfunktionen bei der Ultra 3 aus.
Apple baut angeblich die Satellitenfunktionen bei der Ultra 3 aus.
Quelle: Apple

Hinzu kommen neue Zifferblätter, darunter eine vereinfachte Variante des bislang Ultra-exklusiven «Modular Ultra», das mehr Komplikationen erlaubt. Parallel dürfte Apple auch auf der Uhr KI-Funktionen ausbauen, etwa bei Benachrichtigungen und Trainingshinweisen. Mit der ausgewachsenen neuen Siri rechnen die Leaker für die aktuelle Uhren-Generation nicht. Denn dafür wären wohl stärkere Chips nötig.

Titelbild: Screenshot YouTube / Apple WWDC 2025

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

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later