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News & Trends

Austauschbarer Akku: EU-Verordnung zwingt Nintendo zum Redesign der Switch 2

Debora Pape
23-3-2026

Ein japanisches Magazin berichtet, dass Nintendo an einem umfangreichen Hardware-Redesign der Switch 2 arbeitet. Es könnte Europa eine exklusive, reparaturfreundliche Konsolen-Variante bescheren. Grund dafür ist die Batterieverordnung der EU, die im kommenden Februar in Kraft tritt.

Die Switch 2 ist erst seit einem Dreivierteljahr auf dem Markt. Jetzt plant Nintendo laut eines japanischen Berichts, die Konsole sowie die Joy Cons speziell für Europa hardwareseitig umzubauen.

Grund dafür ist die EU-Batterieverordnung 2023/1542: Sie schreibt vor, dass Nutzerinnen und Nutzer die Akkus neuer Endgeräte ab dem 18. Februar 2027 selbst austauschen können müssen. Weniger Elektroschrott durch länger nutzbare Produkte und weniger Abhängigkeit von Herstellerdienstleistungen sind das Ziel der Verordnung.

Der Akku ist fest im Gehäuse verklebt

Akku-Kapazitäten nehmen mit der Zeit ab. Je nach Nutzungsintensität lässt die Laufzeit nach vier bis sechs Jahren so stark nach, dass ein Austausch des Akkus sinnvoll wird. Bei der Switch 2 gibt es noch keine Daten zur Lebensdauer des Akkus. Als Vergleich: Für die Switch 1 gibt Nintendo an, dass die Kapazität nach 800 vollständigen Ladezyklen auf 80 Prozent sinkt.

Für einen Austausch müssen User die Switch 2 genau wie die Vorgängerkonsole einschicken, weil der Akku nicht nur schwer und nur mit Spezialwerkzeug erreichbar, sondern auch fest im Gehäuse verklebt ist. Das Herauslösen erfordert Lösungsmittel und Gewalt, wodurch die Schaumstoffschicht an der Rückseite des Akkus zerstört wird. Das kannst du in diesem Video ab etwa Minute 5:57 sehen.

Die Reparaturplattform iFixit wirft Nintendo daher Kundenfreundlichkeit vor: Weder für die Switch 2 und die Joy Cons noch für den Pro Controller gibt es Original-Ersatzteile und Reparaturanleitungen.

Den Akku so zu verbauen, dass du und ich ihn ausbauen können, erfordert ein umfangreiches Hardware-Redesign: Nintendo muss das innere Layout, das Gehäusedesign und die Montagetechnik überarbeiten. Auch Änderungen an den Liefer- und Produktionsketten sind ein teures Unterfangen.

Wie sich das neue Design auf die Wärmeableitung, die Akkukapazität und die Gehäusedicke der Switch 2 auswirken könnte, ist noch nicht bekannt.

Exklusive Switch-2-Variante für Europa

Für Nintendo kam die Bekanntgabe des Beschlusses zur Batterieverordnung Mitte 2023 zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Hardwareentwicklung, die inklusive Tests und Zertifizierungen typischerweise zwei bis vier Jahre in Anspruch nimmt, war bereits in vollem Gange. Die Details der Verordnung wurden zudem erst später präzisiert. Nintendo konnte daher die genauen Vorgaben im Entwicklungsprozess nicht berücksichtigen.

Wie alle anderen Hersteller ist auch Nintendo an die neue EU-Batterieverordnung gebunden und müsste seine Produkte sowieso für den europäischen Markt anpassen. Bemerkenswert an der Zusage, das Konsolendesign zu ändern, ist die europäische Exklusivität. Andere Regionen erhalten weiterhin Konsolen mit fest eingeklebten Akkus.

Das Unternehmen gibt an, die zugänglichere Konsolenvariante auch für den US-amerikanischen und den japanischen Markt bereitzustellen, wenn «das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher für ihr Recht auf Reparatur in Zukunft steigt». Der politische Druck für Reparaturfreiheit ist in diesen Regionen deutlich geringer als in Europa. Zwei parallele Herstellungsprozesse sind mit höheren Kosten verbunden. Möglicherweise könnte Nintendo daher die EU-Version auch ohne dieses «steigende Bewusstsein» oder neue Gesetze global einführen.

Der Fall erinnert an die EU-Vorgabe, die Apple dazu zwang, seinen Lightning-Anschluss für den europäischen Markt zugunsten von USB-C abzuschaffen. Apple sattelte in der Folge global auf USB-C um.

Titelbild: Shutterstock/Erman Gunes

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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