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Binance-Hack: Die Spur führt nach Nordkorea

Hacker haben bei Binance, der grössten Kryptobörse der Welt, digitales Geld im Wert von über sechs Milliarden US-Dollar gestohlen. Der Anbieter ersetzt den Schaden zwar fast vollständig – aber nicht sofort. Das FBI hat eine Nordkoreanische Hackergruppe im Verdacht.

Nach dem grössten Crypto-Hack der Geschichte beginnen die Aufräumarbeiten. Das Wichtigste zuerst: Seit Sonntag kannst du dein Vermögen wieder abheben. Aber nur nach und nach, je nach Währung. Crypto-Börse Binance gibt zunächst die grossen, gefragten Währungen zum Trading frei. Also etwa Bitcoin, Ether und Doge sowie Teile der Stablecoins USDT und USDC. Andere sollen später folgen.

Nach dem Schock des riesigen Abflusses und der Zusicherung von Binance, den Schaden zu ersetzen, wollten viele Anleger gleich am ersten Tag ihr Vermögen in Sicherheit bringen. Rund 3,6 Milliarden US-Dollar flossen allein am Sonntag von der Plattform ab. Gemäss Binance seien das aber nur etwa zwei Prozent aller Gelder, die auf der Börse liegen. Dieser Aussage widerspricht der Analysedienst DefiLama. Deren Bericht spricht von einem Abfluss von circa 5,81 Milliarden US-Dollar. Heute sollen seitens Binance Unterlagen veröffentlicht werden, die das tatsächliche Vermögen der Börse offenlegen. So sollen Kunden und Kundinnen prüfen können, ob ihr Guthaben vollständig gedeckt ist.

Wie konnte das passieren?

Erste Untersuchungen zeigten, dass die Hacker die Aktion mindestens anderthalb Tage lang vorbereiteten. Am Abend des 29. Oktobers um 21 Uhr schlugen sie zu. Sie verschafften sich Zugriff auf jene digitale Geldbörsen, über die Binance normalerweise Auszahlungen an Kunden abwickelt. Diese Konten liessen sie Geld an sich selbst überweisen. Einen Grossteil der 6,3 Milliarden schafften sie in nur 20 Minuten beiseite.

Aktuell ist nicht ganz klar, wie die Täter Zugriff auf das System erlangen konnten. Binance geht davon aus, dass alles mit einem kompromittierten Mitarbeiter-Laptop seinen Anfang nahm. Erst in der Nacht bestätigte Binance den Angriff. Um etwa 1:30 Uhr morgens stoppte die Börse alle Ein- und Auszahlungen. Zunächst versicherte das Unternehmen, dass alle Kundengelder sicher seien. Später räumte man ein, dass dies doch nicht der Fall war, Binance aber für alle Schäden aufkommen werde.

Hinter den Kulissen ereignete sich ein filmreifes Wettrennen um das Geld: Ein Teil des gestohlenen Geldes bestand aus sogenannten Stablecoins. Das sind Cryptowährungen, die an den US-Dollar gekoppelt sind. Die Firmen hinter diesen Währungen können Guthaben sperren – was sie auch taten. Rund drei Milliarden US-Dollar froren sie ein. Derweil versuchten die Hacker, das Geld in andere Cryptowährungen zu wechseln, bevor es eingefroren wurde. 2,4 Milliarden US-Dollar gingen gemäss TRM Labs auf diese Weise verloren.

Auch auf den Wert der Währungen hatte der Vorfall Einfluss. Der Bitcoin rutschte zeitweise unter 77 000 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte September.

Analysten und FBI zeigen auf Nordkorea

Schon in der ersten Nacht ordneten die Analysten von TRM Labs den Hack der Nordkoreanischen Hackergruppe «TraderTraitor» zu. Am Samstag bestätigte das FBI den Verdacht. Die Ermittler beobachteten, wie die Gruppe das gestohlene Geld umtauschte. Die gleiche Gruppe soll bereits 2025 einen Coup gelandet haben: 1,5 Milliarden US-Dollar sollen sie von der Cryptobörse Bybit erbeutet haben.

Profitiert Kim Jong-un vom Hack? Nordkoreanische Hackergruppen arbeiten nicht selten im Auftrag der Regierung.
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Binance meldet heute, dass bereits 95 Prozent des finanziellen Schadens ersetzt sind. Dafür kaufte die Börse die Coins mit eigenem Geld aus einem Notfallfonds nach. Der Rest solle noch folgen. Auch einen ausführlichen Bericht zu den Geschehnissen wollen sie nach Abschluss der Untersuchung vorlegen.

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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