

Das grosse Comeback von iRobot: sechs neue Roomba-Saugroboter
Vom Einsteigermodell bis zur Mittelklasse: iRobot erneuert sein Line-up und bringt diesen Sommer sechs neue Saugroboter auf den Markt. Und das ist erst der Anfang.
Seit Anfang Jahr hat der US-Hersteller iRobot einen neuen Besitzer – den Zulieferer Picea mit eigener Fabrikation in China. Nun trägt diese Übernahme erste Früchte: iRobot bringt nach schwierigen Jahren ein neues Produktportfolio auf den Markt – und überrascht mit tiefen Preisen.
Roomba 115: Der Sauger für Einsteiger
Spannend ist das günstigste Modell für alle, die nur den Boden saugen wollen. Zwar bietet der Roomba 115 auch ein Wischpad, das musst du aber von Hand anfeuchten und auswaschen. Immerhin: Das Wischpad fährt zur Seite aus, um Kanten zu reinigen.

Das Gerät navigiert mit Lidar, aber ohne Kameras. Der Roboter ist nur 7,9 Zentimeter hoch und kommt gut unter Möbel. Die Saugleistung beträgt 15 000 – in diesem Preisbereich gibt es kaum Konkurrenten, die mithalten können. Die Eckbürste fährt zur Seite aus, auch das ist keine Selbstverständlichkeit in diesem Preisbereich. Beide Bürsten haben eine Anti-Tangle-Funktion, lange Haare verwickeln sich so nicht.
Der Roomba 115 ist bereits erhältlich. Der offizielle Verkaufspreis für die Version ohne Absaugstation beträgt 179 Franken oder 249 Euro, mit Absaugstation sind es 249 Franken oder 349 Euro.
Roomba 415: Saugen und Wischen zum Basispreis
Der Roomba 415 bietet die Basics: Er saugt den Boden und wischt mit zwei runden Mopps. Der Roboter leert Schmutz und Staub in der Basisstation, die auch gleich die Mopps reinigt. Der Roboter saugt mit 20 000 Pascal und kommt dank 8,3 Zentimetern Bauhöhe gut unter Sofas oder Betten.
Dazu kommen einige Extras, die im Einsteigerbereich längst nicht alle Modelle liefern. So fährt der Saugroboter Rundmopp und Seitenbürste aus, um Kanten und Ecken zu putzen. Die Mopps trocknet die Basisstation mit warmer Luft.
Der Roomba 415 soll Anfang August bei uns in den Shop kommen. Der offizielle Verkaufspreis beträgt 399 Franken oder 499 Euro.

Roomba 515: Upgrade für wenig Geld
Im Vergleich zum 415 beträgt der Aufpreis 50 Franken. Die Frage ist, was du dafür bekommst.
Drei Bereiche unterscheiden ihn vom 415: Der 515 saugt mit 2000 Pascal mehr. Der Roboter selbst hat einen Frischwassertank integriert, der über die Basisstation befüllt wird. So kann der 515 die Mopps direkt befeuchten und muss weniger oft zurück zur Basisstation als der 415. Die Station reinigt die Pads zudem mit 75 Grad heissem Wasser, beim günstigeren Modell mit Zimmertemperatur.

Der Roomba 515 soll Anfang August bei uns in den Shop kommen. Der offizielle Verkaufspreis beträgt 449 Franken oder 599 Euro. Der Aufpreis von 50 Franken gegenüber dem 415 lohnt sich durchaus, wenn der Roboter regelmässig genutzt wird.
Roomba 575: Klettert über Schwellen
Vom 515 zum 575 macht der Hersteller wieder einen Preisschritt von 50 Franken. Und wieder baut er auf derselben Basis auf, mit weiteren Upgrades
Bei der Saugstärke sind wir nun bei 25 000 Pascal angelangt. Die Basisstation glänzt mit Holzoptik. Das wichtigste Upgrade bleibt das Navigationssystem: iRobot verzichtet zwar weiterhin auf Kameras, der Lidar kann allerdings dreidimensional kartografieren und kleine Objekte besser erkennen. Hindernisse erkennt der 575 zudem mit KI-Lernprozessen.

Ausserdem schafft der 575 höhere Schwellen. Während der 115 Hindernisse bis 19 Millimeter bewältigt, kommen 415 und 515 auf 25 Millimeter. Der 575 winkelt das Gehäuse an und überwindet so laut Hersteller Schwellen bis 35 Millimeter.
Der Roomba 575 soll in der schwarzen Variante Anfang August bei uns in den Shop kommen, als weisses Modell dauert es noch bis Mitte Oktober. Der offizielle Verkaufspreis beträgt 499 Franken oder 699 Euro. Wer Kletterfähigkeiten braucht oder Kinder- und Haustierspielzeug herumliegen hat, dürfte auch hier die 50 Franken gerne berappen.

Roomba 675C: Flecken mit Wasser bespritzen
Die günstigeren Modelle von 415 bis 575 setzen auf zwei runde Mopps, um den Boden zu wischen. Der 675C dagegen schrubbt den Boden mit einer Rolle mit textilem Bezug, die laufend im Roboter mit 60 Grad warmem Wasser gewaschen wird. Erkennt das KI-Sensorsystem mit Lidar und Kamera stärkere Verschmutzung, dann fährt der Roboter rückwärts heran und bespritzt diese mit Wasser. Nach kurzem Einweichen wischt er alles weg.
Die Basisstation reinigt die Rolle des Roboters mit 80 Grad warmem Wasser und trocknet sie danach mit 55 Grad heisser Luft. So musst du nur Frischwasser auffüllen und Abwasser ausleeren – und das über Wochen und Monate.
Auch sonst liefert der 675C alles, was du in der oberen Mittelklasse erwarten kannst: 30 000 Pascal Saugkraft, ausfahrbare Rolle und Seitenbürste sowie Hindernis-Überwindung bis 35 Millimeter.
Der Roboter soll Ende Oktober zu einem Preis von rund 600 Franken auf den Markt kommen.
Das ist erst der Anfang
Mit den neuen Modellen deckt iRobot den Einsteigerbereich und die Mittelklasse ab. Für jedes Bedürfnis gibt es bald ein passendes Modell. Das bedeutet aber auch, dass du genau hinzuschauen solltest , welche Features du wirklich brauchst. Erwähnenswert ist, dass iRobot die Preise sehr fair in Schweizer Franken umrechnet. Im Euroraum sind die Geräte teurer.
Auch bei den Topmodellen meldet sich der Saugroboter-Pionier aus den USA bald wieder zurück. iRobot hat für die Elektronikmesse IFA in Berlin Anfang September eine grosse Keynote angekündigt. Gerüchten zufolge stellt der Hersteller dann neue Topmodelle vor.
Ich werde auch die neuen iRobot-Modelle testen. Welches interessiert dich am meisten? Schreib es in die Kommentare.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
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