

Das ist der verrückteste Saugroboter der Messe – eigentlich sind es zwei
Eine kreative Kombination: Der iRobot Duo besteht aus zwei Putzrobotern. Ein grosser Nass-Trocken-Sauger reinigt auch Teppiche intensiv und ein kleiner Standard-Saugroboter.
Der iRobot Duo wirkt mit seiner Tonnenform eher wie eine merkwürdige Basisstation, wie er so am IFA-Stand des Hersteller in der Ecke steht. Doch plötzlich fährt dieses Ding los.
Erst da sehe ich die Räder und die Walze. Tatsächlich: Die Basisstation selbst ist auch ein Roboter, der den Boden putzt. Hier kommt ein sechs Zentimeter dicker Roller-Mopp zum Einsatz, der mit einem Druck von 46 Newtonmeter schrubbt. Damit soll der Roboter die Qualität eines Nass-Trocken-Saugers erreichen. Trockenen Schmutz saugt er ein, alles andere löst das Gerät mit heissem Dampf – und wischt es dann auf.

Was Roboter kann, zeigt iRobot direkt am Stand: Spaghetti auf dem Teppich? Kein Problem. Sie landen schon bei der ersten Überfahrt im Schmutztank. Die Reste dampft der iRobot Duo dann aus dem Textil. Und den Boden trocknet er anschliessend gleich mit heisser Luft.
Sind die grossen Flächen gereinigt, stoppt der Tonnen-Roboter. Dann hebt er mit einem Arm den obersten Bereich an und setzt ihn auf dem Boden ab. Das ist die Garage für den zweiten Roboter. Dieser fährt heraus und putzt den Bereich, den der grosse Bruder nicht erreicht.


Kompakter Kletterer für die Feinarbeit
Der iRobot Duo ist erst ein Konzept. Doch wie ernst es dem Hersteller damit ist, sehe ich daran, dass ein Saugroboter aus dem aktuellen Sortiment zum Einsatz kommt. Und zwar der Roomba Plus 575. Er saugt mit 25 000 Pascal. Einen seiner zwei Mopps fährt der Roboter zur Seite aus, um Kanten und Ränder zu wischen. Er überwindet 3,5 Zentimeter hohe Schwellen und passt mit nur 8,35 Zentimetern Höhe auch unter niedrige Möbel.

Sowohl die rollende Basis als auch der kleine Putzhelfer nutzen jeweils Lidar-Sensoren und Kameras, um Hindernisse zu erkennen und zu umfahren. iRobot hat dem Waschsauger eine weitere Kamera spendiert. Sie vermisst Räume noch besser und erkennt Flecken sowie starke Verschmutzungen.

Was auf der Messe nicht zu sehen ist: Die zwei Roboter teilen sich eine Basisstation, an der sie Frischwasser auffüllen und Abwasser in einen Tank pumpen können. Die Basisstation saugt zudem den Staub ab, reinigt die Mopps und trocknet sie. So sinkt der Wartungsaufwand auf ein Minimum.
Ob das Duo jemals so auf den Markt kommt, ist unklar. Ich traue es dem Hersteller aber durchaus zu, schliesslich hat der ja erfolgreich auch einen Mini-Saugroboter lanciert.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
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