
Der Bettlaken-Trick für Faule und Genervte
Spannbettlaken nerven. 180 mal 200 Zentimeter Stoff, der mich vor dem Schlafen in den Wahnsinn treibt. Bis jetzt, denn es gibt einen Trick.
22 Uhr. Ich schmeisse mich aufs Bett und würde jetzt gerne schlafen. Stattdessen halte ich in jeder Hand eine Ecke vom Bettlaken.
Passt nicht.
Ich drehe das Laken um 90 Grad. Auch nicht! Unerklärlicherweise passt es beim dritten Versuch ebenfalls nicht. Wie ein Seestern liege ich da und gebe mich geschlagen. Ausgeleiert auf der einen und überspannt auf der anderen Seite feiert das Bettlaken seinen Triumph – erneut.

Hinweise auf dem Pflegeetikett
Manche Hersteller haben das Problem erkannt und ihre Bettlaken mit einem nützlichen Hinweis versehen. Auf dem Pflegeetikett steht, welche Seite zu welcher Bettkante passt.

Ohne Hinweis ist Kreativität gefragt
Wieso nicht gleich überall? Wäre doch schön, wenn sich alle Bettlakenhersteller für ein unkompliziertes Leben einsetzen würden. Egal. Ich nehme mein Schicksal in die eigene Hand und nähe die Markierungen selbst an. Dafür brauche ich nur eine Nähmaschine und waschbares Baumwollband.
Bevor ich loslege, muss ich das Bett einmal richtig beziehen, damit ich weiss, welche Ecken wo hingehören. Bei Tageslicht fällt mir das deutlich leichter, aber mein Trick soll mir ja vor allem im Dunkeln helfen. Die Ecken am Kopfende markiere ich mit einer Foldback-Klammer.

Das sind die Ecken, die ich anschliessend mit einem Stoffband versehe. Dann weiss ich ab sofort: Stoffband gleich Kopfteil.

Vom Baumwollband schneide ich zwei jeweils fünf Zentimeter lange Stücke ab. Diese falte ich in der Mitte und fahre mit dem Bügeleisen drüber. Das verhindert, dass die Bänder an der Falz aufspringen.
Ich drehe das Bettlaken auf links und befestige die Stoffbänder mit einer Stecknadel und einer Foldback-Klammer an der Naht der Ecke.



Der Trick eignet sich übrigens auch für die Bettdecke. Dafür habe ich das weisse Band an zwei Ecken der Bettdecke und zwei Ecken auf der Innenseite des Bezugs angenäht. So weiss ich auf den ersten Blick, welche Ecken zusammengehören.

Zugegeben, ein bisschen Aufwand ist das schon. Für mich ist es auf jeden Fall einer, der sich lohnt. Und der mir das nervige Ecken-Suchspiel erspart, wenn ich mich wieder mal mit dem Laken aufs Bett schmeisse.
Die Wände kurz vor der Wohnungsübergabe streichen? Kimchi selber machen? Einen kaputten Raclette-Ofen löten? Geht nicht – gibts nicht. Also manchmal schon. Aber ich probiere es auf jeden Fall aus.
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