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LG Newsroom
News & Trends

Die fünf wichtigsten LG-TV-Neuheiten der CES 2026

Luca Fontana
9-1-2026

Die CES in Las Vegas ist ein Ort der Übertreibungen. Umso mehr fällt auf, wie ruhig LG 2026 auftritt. Kein einzelnes Produkt dominiert, dafür viele kleine, kluge Anpassungen. Fünf davon sind besonders relevant.

Wer an die CES denkt, denkt an Superlative. Grösser. Heller. Dünner. Und gerne auch an Technologien, die erst in drei Jahren relevant werden – wenn überhaupt.

LG schlägt 2026 einen anderen Ton an. Kein grosses Tamtam, kein einzelnes Produkt, das alles andere in den Schatten stellt. Stattdessen wirkt der Auftritt fast schon ungewöhnlich reflektiert. Als hätte man sich gefragt: «Was nervt Menschen eigentlich wirklich an modernen Fernsehern?»

Hier die fünf wichtigsten Erkenntnisse der CES 2026.

1. Der C-Serie wird plötzlich zu LGs wichtigster Waffe

Premium-Technologie im Mittelsegment: Die C-Serie wird dieses Jahr sehr, sehr interessant.
Premium-Technologie im Mittelsegment: Die C-Serie wird dieses Jahr sehr, sehr interessant.
Quelle: whathifi.com

Beginnen wir mit der Modellreihe, die lange als gesetzt galt: die C-Serie. Jahrelang war sie LGs sichere Bank: etwas tiefer angesiedelt als die TV-Mittelklasse, aber zu einem viel attraktiveren Preis und deshalb massentauglicher. 2026 verändert LG diese Komfortzone erstmals spürbar.

Der LG C6 erhält nämlich über alle Grössen hinweg den «Alpha 11 Gen 3»-Prozessor, also exakt jene Rechenbasis, die sowohl der G6 als auch der W6 bekommt. Das bedeutet bessere Bildverarbeitung, sauberere Farbverläufe dank 12-Bit-Pipeline und spürbare Fortschritte beim Upscaling. Für Gamer gibt es obendrauf 4K mit 165 Hz, inklusive VRR, G-Sync und FreeSync.

Richtig interessant wird es aber bei den grossen Diagonalen. LG führt mit dem C6H faktisch eine zweite C-Klasse ein: Die Modelle in 77 und 83 Zoll bekommen das bisher nur der G-Serie vorbehaltene RGB-Tandem-Panel, während kleinere Grössen beim klassischen W-OLED-Panel bleiben. Wobei man das nicht falsch verstehen sollte: Sehr wahrscheinlich handelt es sich nicht um die neueste Ausbaustufe, die LG dieses Jahr im G6 verbaut, sondern um das RGB-Tandem-Panel der letzten Generation. Also jenes, das im G5 steckte.

Trotzdem: TV-Gott Vincent Teoh, der die Geräte bereits gesehen hat, spricht nicht zu Unrecht von der «grössten C-Serie-Aufwertung» seit Jahren. Wer nämlich 77 oder 83 Zoll will, bekommt erstmals fast G-Serie-Bildqualität zum C-Serie-Preis. Und wer kleiner kauft, profitiert zwar nicht vom RGB-Tandem-OLED-Panel, dafür aber immerhin vom neuesten TV-Prozessor. Das mag nicht jedem gefallen, ist aber endlich transparent.

2. Der G6 wird nicht einfach heller, sondern wohnzimmertauglicher

LG verspricht sich viel von seiner neuen, nicht-matten Anti-Reflexions-Schicht.
LG verspricht sich viel von seiner neuen, nicht-matten Anti-Reflexions-Schicht.
Quelle: LG Newsroom

Natürlich bringt LG auch 2026 wieder ein neues OLED-Flaggschiff. Der LG G6 soll laut Hersteller rund 20 Prozent heller sein als sein Vorgänger. Was diese Zahl konkret bedeutet, sagt LG allerdings nicht. Welche Bildmodi miteinander verglichen wurden, ob es um Peak-Helligkeit in kleinen HDR-Fenstern oder um die Leuchtdichte bei vollflächigen Bildern geht – all das bleibt offen. Es ist also vorerst genau das: eine Marketing-Zahl. Wie viel heller der G6 im Alltag wirklich ist, wird sich erst im Test zeigen.

Wichtig ist auch, was LG nicht gemacht hat: Es gab im Vorfeld Gerüchte, dass LG bei seinem Tandem-OLED-Panel auf das weisse Subpixel verzichten könnte. Dem ist nicht so. LG bleibt beim bekannten RGB-Tandem-OLED-Prinzip des letzten Jahres. Der Helligkeitsgewinn soll vielmehr aus verbessertem Processing, feineren Materialanpassungen und effizienterer Ansteuerung des Panels stammen.

Das mag auf dem Papier wenig spektakulär klingen, ist aber konsequent. LG holt schlicht mehr aus einem ohnehin schon hervorragenden Panel heraus, statt mit einem riskanten Architekturwechsel neue Probleme zu schaffen.

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    Panasonic Z95B: OLED-Revolution mit Tandem-Technologie?

    von Luca Fontana

Die wirklich spannende Neuerung steht ohnehin nicht bei der Helligkeit: Mit Reflection Free Premium führt LG einen neuen Polarisationsfilter ein, der Spiegelungen deutlich reduziert, ohne – wie Samsung – auf ein mattes Display zu setzen. Schwarz soll damit auch tagsüber tief und Farben satt bleiben, während Fenster, Lampen und helle Wände nicht mehr permanent ins Bild drängen.

3. Micro-RGB: der grosse LCD-Trend der CES 2026 mit vielen offenen Fragen

LG will nicht nur einen RGB-Mini-LED, sondern auch einen RGB-Micro-LED-Fernseher auf den Markt bringen.
LG will nicht nur einen RGB-Mini-LED, sondern auch einen RGB-Micro-LED-Fernseher auf den Markt bringen.
Quelle: LG Newsroom

Parallel dazu zeigt LG mit Micro-RGB evo eine Technologie, die bewusst nicht als OLED-Killer inszeniert wird, sondern als dessen hellstes Gegenargument. Wichtig ist dabei vor allem eines: Micro-RGB ist Teil eines klaren Branchentrends für LCD-Fernseher, der sich über die gesamte CES 2026 zieht – von LG über Samsung bis hin zu Hisense und TCL.

Das Grundprinzip ist schnell erklärt, aber entscheidend: Klassische Mini-LEDs arbeiten mit weissen oder blauen Hintergrundlicht-LEDs, deren Licht erst durch Farbfilter oder Quantum Dots in Rot, Grün und Blau aufgeteilt wird. Das funktioniert, ist aber ineffizient. RGB-Backlights drehen dieses Prinzip um: Die LEDs leuchten direkt in Rot, Grün und Blau. Es braucht weniger Filter und weniger Umwege. Das Resultat soll ein deutlich höheres Farbvolumen sein, also satte Farben selbst bei sehr hoher Helligkeit. Genau deshalb setzen derzeit praktisch alle Hersteller auf RGB-Backlights – mal als RGB-Mini-LED, mal als RGB-Micro-LED.

  • Meinung

    RGB-LED, Micro-RGB und die grosse Verwirrung

    von Luca Fontana

Was aktuell auffällt, und das nicht nur bei LG: Die Hersteller erklären erstaunlich wenig. Weder LG noch Samsung legen offen dar, wie gross der praktische Unterschied zwischen Mini-RGB und Micro-RGB wirklich ist. Auch Caleb Denison hält fest, dass die Kommunikation auffallend vage bleibt. Der Unterschied scheint – zumindest nach dem, was bisher bekannt ist – primär in der Grösse der verwendeten LEDs zu liegen: Micro-RGB nutzt kleinere Dioden als Mini-RGB, das Prinzip dahinter ist jedoch identisch.

Entscheidend ist dabei nicht allein die Anzahl der LEDs. Ja, kleinere Dioden erlauben theoretisch mehr davon pro Panel. Wichtiger ist aber, wie viele dieser LEDs sich tatsächlich individuell ansteuern lassen. Und genau dort kommen Faktoren ins Spiel, die sich auf einer Messe kaum beurteilen lassen: Local Dimming, Blooming-Kontrolle, Prozessorleistung. CES-Demos laufen fast ausschliesslich mit extrem hellem Material, dunkle Szenen, Untertitel oder kontrastreiche Übergänge sieht man kaum.

Die richtige Einordnung lautet deshalb: Micro- und Mini-RGB sind kein Qualitätsversprechen, sondern ein Versprechen auf Potenzial. Wie gut dieses Potenzial genutzt wird, technisch wie preislich, entscheidet sich nicht in Las Vegas, sondern im Test. Und letztlich auf dem Sofa.

4. Wallpaper- und Gallery-TV: LG entdeckt Design neu

Der Fernseher ist schick. Aber ehrlich jetzt: WER WOHNT SO!?
Der Fernseher ist schick. Aber ehrlich jetzt: WER WOHNT SO!?
Quelle: LG Newsroom

Der Wallpaper-TV war lange ein faszinierendes, aber absurd teures Statement, das vor Jahren von der Bildfläche verschwunden ist. Mit dem LG W6 kehrt er zurück und wirkt erstmals überraschend bodenständig: 9,9 Millimeter dünn, wandbündig montierbar, RGB-Tandem-OLED, Zero-Connect-Box für kabellose Bild- und Tonübertragung und Technik auf G6-Niveau.

Entscheidend ist allerdings weniger das Design, sondern der Preis: Er soll nur leicht über dem G6 liegen. Der Wallpaper-TV ist damit kein reines Prestigeobjekt mehr, sondern eine bewusste Design-Option für Menschen, die keinen schwarzen Kasten an der Wand wollen.

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    LG bringt den Wallpaper-TV zurück – dünn, kabel- und revolutionslos

    von Luca Fontana

Dann steigt LG mit dem Gallery TV endlich selbst in ein Segment ein, das längst etabliert ist: Gallerie-Fernseher. Das Konzept ist logisch und sauber umgesetzt: ein entspiegeltes, mattes Display, Mini-LED statt OLED und der klare Anspruch, im Wohnraum nicht wie ein klassischer Fernseher zu wirken, sondern wie ein Bild an der Wand.

Das eigentliche Problem des Gallery TVs ist weniger das Was als das Wann. Während Samsung das Gallery-Konzept mit dem Frame Pro bereits weiterentwickelt hat, wirkt LGs Einstieg eher wie ein durchdachter Pflichttermin als ein mutiges Statement. Entscheidend werden am Ende Preis und Hintergrundbeleuchtung sein.

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    von Luca Fontana

5. Was LG nicht zeigt, ist auch wichtig

Bleibt noch der Blick auf die bewussten Lücken. LG bestätigt einen B6 OLED, einen Budget-OLED, sozusagen, spricht vom M9, also einem Mini-RGB-TV mit Zero-Connect-Box als Zwischenstufe, und treibt QNED weiter in extreme Grössen. Details? Später.

Gleichzeitig verzichtet LG demonstrativ auf HDMI 2.2, Dolby Vision 2 und DTS. Das mag auf dem Papier rückständig wirken, ist aber schlicht pragmatisch. Ohne Inhalte bringen neue, teure Standards wenig, meint LG.

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    von Luca Fontana

Titelbild: LG Newsroom

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Ich schreibe über Technik, als wäre sie Kino, und über Filme, als wären sie Realität. Zwischen Bits und Blockbustern suche ich die Geschichten, die Emotionen wecken, nicht nur Klicks. Und ja – manchmal höre ich Filmmusik lauter, als mir guttut.


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Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

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