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Produkttest

Ein Schreibtisch für gehobene Ansprüche

Er ist gekommen, um zu bleiben: mein neuer höhenverstellbarer Schreibtisch von Ofinto. Weil er stabil steht und dabei auch noch eine gute Figur macht, überzeugt er mich.

Die ausführliche Bewertung für den «Elevate» von Ofinto findest du unten im Fazit. Ich will und muss keine künstliche Spannung erzeugen – der Schreibtisch bekommt von mir fünf Sterne. Ich habe über viele Wochen im Test genau hingeschaut, ihn viel öfter rauf- und runtergefahren als nötig, daran gerüttelt und mich auf ihn gesetzt. Es gibt nichts, was ihn erschüttert hätte. Im wahrsten Sinn des Wortes.

Der «Elevate» steht stabil wie einst Paolo Maldini in der italienischen Verteidigung. Auf Sitzhöhe sowieso, aber vor allem auch in der Höhe gibt’s kein Wackeln und kein Schwingen. Diese Standfestigkeit ist für mich das wichtigste Kriterium bei einem höhenverstellbaren Pult. Nichts finde ich schlimmer, als wenn beim energischen Tippen auf der Tastatur die Konstruktion ins Wanken gerät. Wie es bei günstigen Modellen schnell passiert.

Wie hat Ofinto den «Elevate» so stabil gemacht? Dafür gibt es drei Gründe:

1. Starke Beine

Beim Fussballer gilt wie auch beim Tisch: Auf die Beine kommt es an. Die des «Elevate» sind rechteckig, neun mal sechs Zentimeter stark. Für die Fahrt nach oben verjüngt sich die Breite zweimal, bis auf sieben mal vier Zentimeter. Immer noch stark genug, die massive, rund 25 Kilogramm schwere Tischplatte samt Untergestell und Motoren zu halten.

Ein Tischbein wie der Schenkel eines Fussballers, nur dass es hier oben schmaler wird.
Ein Tischbein wie der Schenkel eines Fussballers, nur dass es hier oben schmaler wird.

2. Lange, breite Kufen

Beide Tischbeine stehen auf Metallkufen. Diese messen 70 Zentimeter, sind also fast so lang wie meine Tischplatte tief (80 Zentimeter). Das sorgt für stabilen Stand und dafür, dass auch ein schwerer Monitor am Rand nicht für Schwingungen sorgt. Zudem sind die Kufen 85 Millimeter breit. Für den Niveauausgleich auf unebenem Boden sorgen stabile, runde Kunststoffteller mit 65-mm-Durchmesser. Sie sind mit einer Schraube befestigt.

3. Robustes Stahlblech

Beim Material wurde erkennbar nicht gespart. Das Stahlblech für die Beine hat eine Dicke von zwei Millimetern. Beim Fussgestell und der Konstruktion, die die Tischplatte hält, sind es sogar 3,5 Millimeter.

Aufbau: Im Duo geht’s leichter

Der Zusammenbau des «Elevate» ist auch ohne Maschinenbaustudium problemlos zu bewältigen. Du bekommst eine verständliche Anleitung mit Zeichnungen. Einen Kreuzschraubendreher benötigst du selbst, der wird nicht mitgeliefert. Ein Inbusschlüssel dagegen ist dabei. Ich habe trotzdem lieber meinen Akkuschrauber zur Hand genommen: Bei insgesamt 30 Schrauben hat sich das gelohnt.

Die Stahlblechteile für den Unterbau im Überblick. Keine Sorge, der Schreibtisch steht am Ende absolut waagrecht, anders als dieses Foto.
Die Stahlblechteile für den Unterbau im Überblick. Keine Sorge, der Schreibtisch steht am Ende absolut waagrecht, anders als dieses Foto.

Es empfiehlt sich, die Montage zu zweit zu erledigen. Ich spreche aus Erfahrung, weil ich es zuerst alleine versucht hatte. Während des Aufbaus drehst du den Tisch nämlich einmal auf den Kopf, um die Tischplatte zu montieren. Und danach musst du ihn wieder auf die Füsse stellen. Allein das Gestell mit den Motoren wiegt 34 Kilogramm, dazu kommt das Gewicht der Tischplatte, nochmal um die 25 Kilogramm. Das geht alleine nur mit Rückenschaden. Oder dir rutscht der Tisch aus der Hand. Und dann ist er kaputt – ebenso dein Parkett.

Ordnung mit Kabelbindern

Der «Elevate» ist elektrisch höhenverstellbar. Bedeutet: Zwei Motoren, eine Steuerungseinheit und ein Display brauchen Strom. Und der fliesst durch Kabel. Ofinto macht keine Vorgabe, wie du den Kabelsalat unter dem Tisch organisiert. Die Firma liefert Klebepads und Kabelbinder mit. Ich habe die Hälfte des Materials benötigt und alles so verstauen können, dass es mich nicht weiter stört. Das ginge sicher noch ordentlicher, aber mir reicht es so.

Kabelordnung nach Martins Art: gut genug. Es ist eh unter der Tischplatte, niemand sieht's.
Kabelordnung nach Martins Art: gut genug. Es ist eh unter der Tischplatte, niemand sieht's.

Du solltest im Hinterkopf haben, dass das Kabel für die Stromversorgung des Tisches etwas Reserve braucht. Fährst du ihn nämlich hoch, wird der Weg zur Steckdose länger.

Ordnung mit Kabelwanne

Mein «Elevate» hat ein Extra, das ich dir gerne weiterempfehle: eine Kabelwanne. Die ist in fünf Minuten montiert, auch dank vorgebohrter Löcher. Sie ist einen Meter lang. Vor allem ist sie tief und breit genug, sodass auch längere Steckerleisten samt klobiger Netzteile hineinpassen. So habe ich endlich weniger hängende Kabel an der Tischkante und eine ästhetische Sorge weniger. Bei Bedarf lässt sich die Wanne nach unten aufklappen. Du kannst Kabel über den Klappenrand nach aussen führen oder über seitliche Zugänge. Ausserdem gibt es noch welche nach vorne, also zur Seite, an der du sitzt. Genug Möglichkeiten also, um nach Wunsch die Kabel zu ordnen.

Die Kabelwanne soll immer wissen, von welcher Marke sie ist.
Die Kabelwanne soll immer wissen, von welcher Marke sie ist.

Weil die Kabelwanne aus Stahlblech ist, kannst du sie auch magnetische Steckerleisten dafür nutzen.

Auf und nieder – immer wieder!

Stabil und praktisch ist der «Elevate» also. Mindestens so wichtig ist an einem höhenverstellbaren Tisch aber ja: die Höhenverstellung. Hier punktet Ofinto bei mir ebenfalls.

1. Schnelle Motoren

Die beiden Motoren bringen die Tischplatte sehr zügig und mit leisem Surren auf die gewünschte Höhe. In Zahlen: 40 Millimeter pro Sekunde. Kürzlich hatte ich einen Schreibtisch aus dem Günstig-Segment im Test, der nicht mal ein Drittel so schnell war – und es hat genervt.

Dazu musst du wissen: Je schneller die Höhenverstellbarkeit, desto belastbarer müssen die Motoren sein, desto hochwertiger die Einzelteile darin. Ofinto scheint sich seiner Sache sehr sicher zu sein und gibt zehn Jahre Garantie auf den Motor.

2. Praktische Memoryfunktion

Beim «Elevate» kann ich vier Höhen abspeichern. Anschließend genügt einmal Drücken am Display und der Tisch fährt dorthin, wo ich ihn haben möchte. Den meisten Schreibtischtätern würden wohl zwei Positionen genügen – eine zum Arbeiten im Sitzen und eine zum Stehen. Benutzt du den Tisch jedoch mit einer zweiten Person oder brauchst eine Füsse-auf-den-Tisch-Höhe, sind die zusätzlichen zwei Einstellungen praktisch.

Der «Elevate» lässt sich auf Höhen zwischen 66 und 131 Zentimeter einstellen. Das ist eine beachtliche Range. So können eher kleine Personen (1,60 Meter) wie auch sehr grosse (2,10 Meter) problemlos daran arbeiten – im Sitzen wie auch im Stehen.

Kleines Detail zum Display: Es leuchtet nur, wenn es gebraucht wird, also während sich die Höhe ändert. Ansonsten bleibt es dunkel.

Meine Arbeitshöhe im Sitzen, gemessen in Zentimetern.
Meine Arbeitshöhe im Sitzen, gemessen in Zentimetern.

3. Stopp bei Kollision

Es passiert mir regelmässig: Die Schreibtischplatte ist auf Stehhöhe, und die Rückenlehne meines Bürostuhls ragt unter die Tischplatte. Fahre ich dann den «Elevate» nach unten, ist der Kollisisionsschutz die Rettung für den Stuhl. Der Motor bemerkt den Widerstand, stoppt, fährt ein paar Zentimeter nach oben und gibt den eingequetschten Stuhl wieder frei.

Design, das mir gefällt

Ich habe dir bereits einige technische Details objektiv beschrieben. Ganz subjektiv sage ich dir noch, dass mir der Tisch gefällt. An den beiden langen Seiten ist die Tischplatte abgeschrägt, so wie es auch die Enden der Kufen sind. Das sind Details, die mir gefallen. Es gibt dem Schreibtisch einen leichteren, fast schon eleganten Look, wenn ich von vorne darauf schaue.

Die Oberfläche der Tischplatte fühlt sich sehr angenehm an. Glatt, aber mit einer ganz leichten Struktur. Falls du kein Freund von Mauspads bist, kannst du auch direkt auf der Platte arbeiten.

Fazit

Ergonomie, die Freude macht

Der «Elevate» ist mein neues Referenzmodell in Sachen Schreibtisch. Er überzeugt mich sogar mehr als die Modelle, die wir im Büro benutzen. (Sorry, Facility-Management.) Das Ofinto-Modell steht auch in der Höhe super stabil und lässt sich schnell verstellen. Das verwendete Material ist mehr als solide – angefangen von der 25 Millimeter starken Tischplatte bis hin zum Stahlblech in der Unterkonstruktion. Die Kabelwanne als Extra hat ihren Preis, aber sie ist ihr Geld wert.

Pro

  • geeignet für Menschen in fast allen Grössen
  • vier Speicherplätze für Arbeitshöhen
  • passende Kabelwanne aus Stahlblech zum Aufklappen
  • verständliche Anleitung und einfacher Aufbau
  • schnelle und leise Motoren
  • stabil gebaut, bis 125 Kilogramm belastbar

Contra

  • Bastelarbeit beim Verstauen der Motorenkabel

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Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln. 


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