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von Debora Pape

«Firefly» war nie einfach nur eine abgesetzte Serie, sondern ein Popkultur-Mythos. Nun bekommt die Crew der «Serenity» tatsächlich ein neues Kapitel – als Animationsserie mit vertrauten Stimmen.
Nach 24 Jahren kehrt die Crew der Serenity zurück ins All. Nathan Fillion hat auf der Awesome Con am 15. März 2026 offiziell eine Animationsserie zum Kult-Science-Fiction-Western «Firefly» bestätigt. Das Projekt befindet sich bereits in fortgeschrittener Entwicklung. Der Original-Cast ist erneut dabei.
Die Enthüllung fand während einer Live-Aufzeichnung von Fillions Podcast «Once We Were Spacemen» statt. Er machte die Ankündigung gemeinsam mit seinem ehemaligen «Firefly»-Kollegen und Podcast-Co-Host Alan Tudyk sowie den Original-Darstellern Gina Torres, Jewel Staite, Morena Baccarin, Sean Maher und Summer Glau.

Der Ankündigung gingen wochenlange Spekulationen voraus. Eine virale Social-Media-Kampagne mit kryptischen Videos der Darstellerinnen und Darsteller heizte die Erwartungen zusätzlich an. In einem der Clips klopft Fillion an eine Produktionstrailer-Tür, woraufhin Torres fragt: «Does this mean it's time?» und Fillion antwortet: «It's time.» Die nachfolgenden Clips mit Baccarin, Maher, Staite, Glau, Baldwin und Tudyk generierten gemeinsam über 28 Millionen Aufrufe auf verschiedenen Plattformen.

Das Interesse der Fangemeinde war also schon vor der offiziellen Verkündung enorm und der Moment auf der Bühne in Washington lieferte die Einlösung eines lang gehegten Versprechens.
Die Animationsserie spielt in der Zeitspanne zwischen der Originalserie von 2002 und dem Kinofilm «Serenity» aus dem Jahr 2005 und erweitert damit das Universum, ohne die bestehende Kontinuität zu brechen. Das Emmy-prämierte Animationsstudio ShadowMachine («Bojack Horseman») hat bereits Konzeptkunst entwickelt.
Das Projekt entsteht über Fillions Produktionsfirma Collision33 in Zusammenarbeit mit 20th Television Animation, das die Rechte am Franchise hält. Als Showrunner fungieren das Ehepaar Marc Guggenheim («Arrow», «The Flash») und Tara Butters («Agent Carter»), die sich am Set von «Firefly» kennenlernten. Ein Drehbuch für die erste Episode liegt bereits vor.
Eine konkrete Streaming- oder TV-Heimat steht aber noch nicht fest. Nathan Fillion warb bei seinem Auftritt und in einem Instagram-Post dafür, dass Fans das Projekt unterstützen, damit es tatsächlich einen Abnehmer findet.
Das Besondere an dieser Produktion ist die Rückkehr der Originalbesetzung. Nathan Fillion, Alan Tudyk, Gina Torres, Jewel Staite, Morena Baccarin, Sean Maher und Summer Glau leihen ihren bekannten Figuren die Stimmen. Auch Adam Baldwin ist wieder als Jayne Cobb eingeplant.
Damit wäre die zentrale Crew der «Serenity» fast vollständig wieder vereint. Eine Ausnahme bleibt Ron Glass, der in der Originalserie Shepherd Book spielte und bereits 2016 starb.
Auffällig ist auch, dass Serienerfinder Joss Whedon nicht an der neuen Animationsserie kreativ beteiligt ist. Laut Fillion hat er dem Projekt zwar seinen Segen gegeben, steht aber nicht hinter der Produktion. Das dürfte auch eine strategische Entscheidung sein. Whedon ist seit Jahren nach Vorwürfen toxischen Verhaltens eine umstrittene Figur in Hollywood.
Für das Projekt selbst könnte genau das ein Vorteil sein. So kann die neue Serie auf den Kultstatus der Marke setzen, ohne sich vollständig an ihre problematische Produktionsgeschichte zu binden.
Um zu verstehen, warum diese Ankündigung solche Wellen schlägt, lohnt ein Blick zurück. Von den 14 produzierten Episoden der Originalserie sendete Fox nur elf – und das in falscher Reihenfolge – bevor der Sender die Serie absetzte. Der Kinofilm «Serenity» setzte die Geschichte fort und spielte weltweit rund 40 Millionen US-Dollar ein. Eine treue Anhängerschaft hielt das Franchise durch DVD-Verkäufe, Streaming und diverse Comic-Reihen am Leben.
Für die Wartezeit bleibt das Intro der Originalserie der schönste Weg zurück an Bord der «Serenity».
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