
Flos lässt die Glühbirne verschwinden: Mondlicht statt Pendelleuchte
Glühbirnen verschwinden immer mehr aus unseren Lampen. Das Licht kommt heute oft direkt aus dem Material selbst. Wie weit das bereits geht, zeigt Flos in ihrer neuen Kollektion «Nocturne».
Auf der «3daysofdesign» in Kopenhagen zeigte die italienische Marke Flos die neue Kollektion «Nocturne» in einer eigenen Rauminstallation. Schauplatz war die Martin Asbæk Gallery, die Vorlage ein Filmklassiker: Stanley Kubricks «2001: A Space Odyssey» von 1968.
Hinter der Installation steckt ein Name, der im Lichtdesign seit Jahrzehnten für klare, oft überraschende Ideen steht: Konstantin Grcic. Der Münchner lernte in England erst Möbeltischler, bevor er am Royal College of Art in London Industriedesign studierte. 1991 gründete er sein eigenes Studio KGID. Bekannt wurde er unter anderem mit der «May Day»-Lampe (1998) – ursprünglich als einfache, tragbare Arbeitsleuchte für Werkstätten gedacht und heute in zahlreichen Designmuseen vertreten.
Zwischen Präsenz und Illusion
In Kopenhagen tauchen Möbel nur als blasse Bilder auf Glas auf, darunter der «Componibili»-Beistelltisch und der «Zig Zag»-Stuhl. Grcic dazu:
Der Boden leuchtet von unten, flacht Schatten ab und erzeugt eine ruhige, aber beunruhigende Atmosphäre. Nocturne ist in ein ähnliches Setting platziert: ein beleuchteter Boden, Möbel nur als blasse Bilder auf Glas angedeutet – ein Raum irgendwo zwischen Präsenz und Illusion.





Die Kollektion
Nocturne entwickelt eine bestehende Flos-Reihe namens «Noctambule» weiter: mundgeblasenes Borosilikatglas trifft auf die Technik von Lichtschienen. Die Nocturne gibt's als Boden-, Pendel- und Wandversion, mit konischen oder halbkugelförmigen Diffusoren. Ein Lichtring markiert den Übergang zur Struktur. Eine dimmbare LED steckt komplett in Glas und niedervoltigem Aluminiumprofil. Das Leuchtmittel selbst bleibt unsichtbar.
Nocturne verbindet die zarte Poesie des Glases mit der präzisen Logik der Aluminium-Extrusionen.


Noch nicht bei Galaxus
Nocturne gibt's bei uns aktuell noch nicht. Die Noctambule-Reihe führen wir aber schon, und sie folgt demselben Prinzip: Ein oder mehrere mundgeblasene Glaszylinder enden unten in einem offenen, kegelförmigen Glasschirm. Tagsüber verschwindet das klare Glas fast im Raum, erst abends zeigt sich die Leuchte von einer ganz anderen Seite. Es gibt sie als Steh- und Hängeleuchte, beide dimmbar.
Mit der Begeisterung eines Cheerleaders feiere ich gutes Design und bringe dir alles näher, was mit Möbeln und Inneneinrichtung zu tun hat. Regelmässig kuratiere ich einfache, aber raffinierte Interior-Entdeckungen, spüre Trends auf und interviewe kreative Köpfe zu ihrer Arbeit.
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