Galaxy Watch7 Ultra: Was die neue Samsung-Smartwatch kann – und was nicht
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Galaxy Watch7 Ultra: Was die neue Samsung-Smartwatch kann – und was nicht

Lorenz Keller
10-7-2024

Samsung baut sein Uhren-Portfolio um: Zur Galaxy Watch7 in zwei Grössen kommt eine Ultra-Version dazu. Sie kann primär bei der Optik und der Akkugrösse punkten.

Dieses Jahr ist alles anders. Gab es letztes Jahr zur normalen Galaxy Watch in zwei Grössen noch eine Classic-Version, bringt Samsung dieses Jahr erstmals eine Galaxy Watch7 Ultra. Diese unterscheidet sich stärker von der Standard-Watch7 – leider primär optisch und nicht technisch.

So wuchtig ist die Ultra wirklich

Was für eine Uhr! Die Watch7 Ultra ist gross, klobig und schwer. Eine Wucht in jeder Hinsicht. Wer grosse und auffallende Zeitmesser am Handgelenk mag, wird das toll finden. Aber vielen wird die Ultra auch einfach zu viel des Guten sein. Und gerade an einem dünneren Handgelenk sieht die Smartwatch auch etwas aus wie ein Klotz. Vor allem, weil die Uhr deutlich absteht. Das unterscheidet sie auch von der deutlich dezenteren Galaxy Watch7, ganz ohne Ultra.

Das wuchtige Design der Ultra passt nicht zu allen Handgelenken.
Das wuchtige Design der Ultra passt nicht zu allen Handgelenken.
Quelle: Lorenz Keller

Was mir im Hands-on mehrmals passiert ist: Ich habe auf den neuen Knopf, nämlich die grosse Krone in der Mitte, gedrückt, um zurück zum Zifferblatt zu gelangen. Allerdings habe ich dadurch nur die Stoppuhr gestartet, die dort hinterlegt ist. Das braucht wohl etwas Eingewöhnungszeit.

Grösseres Gehäuse für die Ultra, aber kein grösserer Screen

Die Galaxy Watch7 kommt in zwei Grössen: 40 Millimeter oder 44 Millimeter. Die erstmals erhältliche Ultra-Version misst sogar 47 Millimeter. Erstaunlicherweise sind aber nur zwei Display-Grössen vorgesehen: nämlich 1,3 Zoll für die normale Watch7 und 1,5 Zoll für die grössere Watch7 und für die Ultra. Das bedeutet, dass die Ultra vor allem ein dickeres und schwereres Gehäuse hat – aber keinen grösseren Bildschirm.

Der Screen von Ultra und Watch7 ist mit jeweils 44 Millimetern gleich gross.
Der Screen von Ultra und Watch7 ist mit jeweils 44 Millimetern gleich gross.
Quelle: Lorenz Keller

Die Qualität des AMOLED-Screens mit Always-On-Funktion ist bei allen drei Modellen dieselbe. Einzig bei der Helligkeit übertrifft die Ultra mit 3000 Nits die zwei anderen Modelle, die 2000 Nits bieten. Auch der Exynos W1000 Prozessor mit 2 GB Arbeitsspeicher, 32 GB Speicher und alle Sensoren sind identisch.

Übrigens: Der BioActive Sensor mit optischen, elektrischen und bioelektrischen Sensoren ist eine Neukonstruktion und soll noch genauer sein als der Vorgänger. Der Prozessor soll ebenfalls drei Mal schneller und 30 Prozent sparsamer sein als der Exynos W930, der in der [Galaxy Watch6] (/page/samsung-galaxy-watch-6-die-revolution-bleibt-aus-dennoch-eine-tolle-smartwatch-29559) zum Einsatz kommt. Verbessert hat der Hersteller auch das GPS. Es kann sich erstmals auf zwei Frequenzen mit den Satelliten verbinden.

Die Galaxy Watch erkennt Apnoe

Die Gesundheits- und Fitnessfeatures sind in allen neuen Uhren dieselben. Neu ist, dass die Uhr nicht nur mit einem besseren Algorithmus den Schlaf überwachen kann, sondern auch Apnoe erkennt. Und das sogar nach den Kriterien eines medizinischen Geräts. Wer also zu viele Atemaussetzer in der Nacht hat, bekommt eine Nachricht und kann den Apnoe-Verdacht medizinisch abklären lassen. Je nach Markt dauert es aber etwas, bis das Feature freigeschaltet wird.

Die Uhren lassen sich mit allen Android-Geräten verbinden, aber in Kombination mit einem Galaxy-Smartphone hast du zusätzliche Features. Etwa automatische Antworten in Messengern, welche die KI aufgrund der vorhergehenden Konversationen vorschlägt. Auch eine Gestensteuerung hat Samsung integriert.

Die Krone lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen.
Die Krone lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen.
Quelle: Lorenz Keller

Hier ist die Ultra wirklich besser

Die Galaxy Watch7 ist zu einem offiziellen Verkaufspreis von 319 Franken oder Euro erhältlich. In der grösseren Version kostet sie 349 Franken oder Euro. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr also gleich geblieben. Die Watch7 Ultra ist mit 679 Franken oder 699 Euro signifikant teurer. Wie ist dieser Aufpreis zu rechtfertigen – bei praktisch identischer Basis?

Messbare Unterschiede gibt es bei der Akkugrösse: Hier übertrifft die Ultra mit 590 mAh die anderen zwei Modelle mit 300 und 425 mAh deutlich. 100 Stunden soll die maximale Laufzeit des Akkus betragen. Auch mit Sporttracking noch 48 Stunden.

Das Gehäuse der Ultra ist stabiler: mit Titanium Grade 4 Rahmen und 10 ATM Wasserdichte (ATM ist die Einheit für Physikalische Atmosphäre). Die normale Watch7 unterstützt nur 5 ATM. Die Ultra kann von 500 Meter unter Meeresspiegel bis 9000 Meter über Meer betrieben werden – und in Temperaturen von minus 20 bis plus 55 Grad.

Die Sensoren auf der Rückseite sind bei allen drei Modellen ganz neu.
Die Sensoren auf der Rückseite sind bei allen drei Modellen ganz neu.
Quelle: Lorenz Keller

Die teuerste Galaxy Watch unterstützt erstmals Multisport-Trainings wie Triathlon. Schwimmen, Radfahren und Laufen können in einem Workout gemessen werden. Praktisch ist der zusätzliche dritte Knopf der Ultra, der unter anderem dazu dient, Trainingssessions direkt zu starten. Auch kann darüber eine Notfall-Sirene gestartet werden.

Wer die Uhr aber nicht unter extremen Bedingungen nutzt, bekommt für den happigen Aufpreis nur in zwei Bereichen wirklich Mehrwert. Nämlich beim Akku und beim Design.

Weitere Informationen zur Bestellung und den dazugehörigen Aktionen findest du auf folgenden Seiten:

CH

  • Aktion

    Kaufe die neue Samsung Galaxy Watch Ultra und erhalte Samsung Galaxy Buds3 geschenkt

D/EU

Hier findest du die weiteren News von der Samsung Keynote:

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Titelbild: Lorenz Keller

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Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


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