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Jan Johannsen
News & Trends

Gekühlte Powerbanks und leuchtende Kabel: neues Smartphone-Zubehör von der IFA

Die eine Powerbank wird sicherer, die andere kühlt besser beim drahtlosen Laden und dann sind da noch leuchtende Ladekabel und eine winzig kleine SSD. Im Hinblick auf Smartphone-Zubehör bietet die IFA einige Neuheiten.

Beim Rundgang über die IFA erschlägt mich die Auswahl an Hüllen für das Smartphone, aber nur eine finde ich spannend genug, um sie in diese Übersicht aufzunehmen. Die Hersteller von Powerbanks waren dieses Jahr weitaus kreativer unterwegs. Mit zwei ganz anderen Dingen habe ich dafür gar nicht gerechnet.

Powerbanks: sicherer, kühler oder modular

Belkin ist der erste namhafte Anbieter, der eine Semi Solid State Powerbank anbietet. Er bezeichnet sie als «BoostSolid-Zelle». Letztes Jahr habe ich die Technologie erstmals bei «BMX» auf der IFA gesehen. Sie kommt mit weniger Flüssigkeit in den Batterien aus. Diese entzünden sich deswegen bei Beschädigungen nicht mehr. Theoretisch könnte ich einen Nagel durch den tragbaren Akku jagen und er würde dennoch heil und funktionsfähig bleiben. Die bisher üblichen Batteriezellen gingen mit großer Wahrscheinlichkeit in Flammen auf.

Die neuen Powerbanks von Belkin sollen sogar bei Beschädigungen nicht in Flammen aufgehen.
Die neuen Powerbanks von Belkin sollen sogar bei Beschädigungen nicht in Flammen aufgehen.

Die kleine, magnetische Variante mit 5000 mAh lädt drahtlos via Qi2 mit bis zu 15 Watt. Die 10.000-mAh-Version lädt über drei USB-Anschlüsse mit bis zu 60 Watt. Beide Powerbanks sind schon bei uns gelistet, nur die Verfügbarkeit muss sich noch verbessern.

Belkin UltraCharge Pro PB PD 60W 10.000mAh Display sw. BPB044hqBK (10000 mAh, 60 W, 74 Wh)
Powerbank
EUR109,– EUR1,48/1Wh

Belkin UltraCharge Pro PB PD 60W 10.000mAh Display sw. BPB044hqBK

10000 mAh, 60 W, 74 Wh

Belkin UltraCharge Pro Slim Magn PB 5.000mAh 15W schw. BPD024hqBK (5000 mAh, 15 W, 74 Wh)
Powerbank

Belkin UltraCharge Pro Slim Magn PB 5.000mAh 15W schw. BPD024hqBK

5000 mAh, 15 W, 74 Wh

Bei Anker und Ugreen finde ich klassische Batteriezellen, aber mit besserer Kühlung. Beide sorgen bei ihren drahtlosen Powerbanks für eine bessere Kühlung. Hitze verlangsamt das Laden und schadet auf Dauer den Akkus in Smartphones und Powerbanks.

Die MagGo Power Bank 2 Pro erscheint in drei Farben.
Die MagGo Power Bank 2 Pro erscheint in drei Farben.

Anker setzt auf eine mechanische Kühlung. In der MagGo Power Bank 2 Pro befinde nsich ein Lüfter und eine Öffnung für die Luftzirkulation. Damit soll die Powerbank durchgehend 25 Watt über Qi 2.2 bei maximal 36 Grad laden. Über USB-C gibt sie bis zu 45 Watt aus. Anker will MagGo Power Bank 2 Pro ab Ende September für 109,99 Euro verkaufen.

USB‑C‑Anschluss an der Seite und Lüftungsöffnung unten.
USB‑C‑Anschluss an der Seite und Lüftungsöffnung unten.

Ugreen vertraut dagegen auf eine Flüssigkühlung mit Mikropumpe und Wärmeverteilungsfolie. Die MagFlow Pro hat in Tests des Herstellers die Temperatur beim Laden eines iPhone 17 Pro Max um bis zu 10 Grad reduziert. Im Idealfall ist das Smartphone also nur 38 Grad warm geworden. Ugreen orientiert sich am Branchenreferenzwert, der 48 Grad beim drahtlosen Laden für akzeptabel hält.

Auf dem Foto lässt sich die Bewegung der Kühlflüssigkeit nur erahnen.
Auf dem Foto lässt sich die Bewegung der Kühlflüssigkeit nur erahnen.

Als Gimmick verbaut Ugreen ein kleines Fenster, durch das ich die Kühlflüssigkeit in Bewegung sehe. Die dünnen Streifen sind aber nicht beleuchtet, sodass sie kaum auffallen. Die MagFlow Pro haftet magnetisch an Smartphones und unterstützt Qi2 25W, überträgt drahtlos Strom, also mit bis zu 25 Watt. Über Kabel gibt sie bis zu 45 Watt ab. Die Powerbank soll 120 Euro kosten.

Neu in den Powerbank-Markt einsteigen will Shift. Der Hersteller einfach zu reparierender Geräte aus Hessen nutzt für seine Geräte seit einiger Zeit den gleichen 3820-mAh-Akku – zumindest für drei Smartphones und eine Tastatur. Derzeit tüftelt das kleine Unternehmen an einer modularen Powerbank, für die drei dieser 3820-mAh-Akkus in ein Gehäuse gesteckt werden.

Shift steckt drei seiner Akkus in ein Gehäuse und fertig ist die Powerbank.
Shift steckt drei seiner Akkus in ein Gehäuse und fertig ist die Powerbank.

Das ergibt zusammen eine Powerbank mit 11.460 mAh. Bei Bedarf könntest du auch einen frisch geladenen Akku aus der Powerbank in dein Smartphone stecken. Das Gehäuse auf der IFA war noch ein Prototyp und soll bis zur finalen Version noch kompakter werden. Mit welchem Preis du rechnen musst, ist noch unklar. Die Batterien kosten einzeln derzeit 18 Euro.

Netzteile: sicherer Laden und integrierte Kabel

Mit dem Nano Universal Charger hat Anker die Leistungsfähigkeit seines praktischen Reisesteckers auf 100 Watt erhöht. Wie beim schmaleren Modell sind alle Steckertypen der Welt integriert. Das neue Modell hat zusätzlich ein Display erhalten, auf dem es anzeigt, wie viel Strom fließt. Zusätzlich prüft das Gerät die Spannung und gibt ein OK, wenn die Steckdose sicher ist. Preis und Verfügbarkeit sind noch unklar.

Dieses Reisenetzteil misst die Spannung der Steckdose.
Dieses Reisenetzteil misst die Spannung der Steckdose.

Brauchst du mehr Ladeleistung, könnte das Nexode Pro von Ugreen etwas für dich sein. Es überträgt kombiniert bis zu 160 Watt. Für die höchste Ladegeschwindigkeit musst du das integrierte Kabel nutzen. Es überträgt bis zu 140 Watt. Der USB-C-Anschluss des Netzteils gibt maximal 100 Watt aus – der USB-A-Anschluss 22,5 Watt. Preis und Verfügbarkeit stehen bislang nicht fest.

Das Pixel-Smartphone ruft bei weitem nicht die volle Leistung des Netzteils ab.
Das Pixel-Smartphone ruft bei weitem nicht die volle Leistung des Netzteils ab.

Falls dir ein integriertes Kabel zu wenig ist, hat ESR vielleicht ein passendes Netzteil ab März 2027 im Angebot. Im Xtend sind zwei USB-C-Kabel fest verbaut. Die Ladeleistung fällt mit 65 Watt geringer als beim Nexode von Ugreen aus und teilt sich auf die zwei Kabel auf, wenn beide benutzt werden. Der Preis ist noch unbekannt.

Zwei Ladekabel sind mit diesem Netzteil immer dabei.
Zwei Ladekabel sind mit diesem Netzteil immer dabei.

Sonstiges: E-Ink-Hülle, Winz-SSD und leuchtende Ladekabel

Am kleinen Stand von Extem Inno gibt es nur eine einzige iPhone-Hülle in verschiedenen Farben zu sehen. Ungefähr in der Mitte des MagSafe-Anschlusses befindet sich ein rundes E-Ink-Display. Auf das lässt sich via NFC und Bluetooth sowie der App der Hülle jedes beliebige Bild anzeigen. Nette Spielerei, bei der noch unklar ist, ob sie überhaupt bei uns erhältlich sein wird.

Der Kreis vom MagSafe-Anschluss wird mit einem E-Ink-Display gefüllt.
Der Kreis vom MagSafe-Anschluss wird mit einem E-Ink-Display gefüllt.

Lexar bietet schon länger extra Speichermedien für Smartphones an und hat auf der IFA eine winzige SSD vorgestellt. Die «Muse» ist kleiner als eine Kreditkarte, an der dicksten Stelle 3,8 Millimeter dünn und hat deswegen auch keinen USB‑C‑Anschluss. Stattdessen kommt ein proprietäres SnapLink-Magnetkabel für die Datenübertragung mit USB-C-Geräten zum Einsatz.

Winzige SSD mit neuem Anschluss.
Winzige SSD mit neuem Anschluss.

In einer Lederhülle haftet die Lexar Muse an MagSafe-Anschlüssen. Ihre Lesegeschwindigkeit reicht bis zu 1050 MB/s und die Schreibgeschwindigkeit bis zu 1000 MB/s. Sie unterstützt 4K‑Aufnahmen im Apple ProRes-Format bei 120 fps. Die Mini-SSD soll ab dem vierten Quartal mit 512 Gigabyte oder einem Terabyte Speicher erhältlich sein.

Die Lexar Muse passt auch ins Portemonnaie.
Die Lexar Muse passt auch ins Portemonnaie.

Dicker als die SSD von Lexar sind die Ladekabel von Scosche. Dafür leuchten diese, sobald sie Strom übertragen. Das 120 Zentimeter lange Modell schickt blaue LED-Lichtwellen in Richtung des angeschlossenen Geräts, das 90-Zentimeter-Kabel wechselt seine Farbe. Eine Augenweide für RGB-Fans und definitiv keine Kabel, mit denen man sein Smartphone über Nacht neben dem Bett mit bis zu 60 Watt auflädt.

Und was macht es? Es leuchtet blau.
Und was macht es? Es leuchtet blau.

Zum Preis und zur Verfügbarkeit in Europa konnte der Hersteller noch keine zuverlässigen Angaben machen. In den USA kosten sie 18 Dollar und sind 90 oder 120 Zentimeter lang.

Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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