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Google bringt Motion Assist gegen Reisekrankheit auf Android

Kim Muntinga
26-8-2026

Googles neue Funktion «Motion Assist» soll verhindern, dass dir beim Blick aufs Smartphone im fahrenden Auto übel wird. Die Idee ist allerdings nicht neu: Apple und Honor bieten bereits vergleichbare Lösungen an.

Google beginnt damit, Motion Assist auf Pixel-Smartphones mit Android 17 zu verteilen. Dabei erscheinen bewegte Punkte oder Formen an den Rändern des Displays. Sie reagieren auf Beschleunigung, Bremsmanöver und Kurven und sollen so Symptome von Reisekrankheit lindern. Welche Pixel-Modelle die Funktion langfristig erhalten, hat Google bisher nicht konkretisiert.

Reisekrankheit kann entstehen, wenn Augen und Gleichgewichtsorgan unterschiedliche Informationen ans Gehirn senden. Im Auto registriert dein Körper die Bewegung des Fahrzeugs, während du auf einen weitgehend statischen Bildschirm schaust. Motion Assist ergänzt diese Bewegungsinformationen auf dem Display.

Die eingeblendeten Elemente bewegen sich passend zur Fahrt und sollen den Widerspruch zwischen den Sinneseindrücken abschwächen. Wie stark die Funktion Beschwerden lindert, kann individuell unterschiedlich ausfallen.

Dabei bleiben Apps und andere Inhalte sichtbar. Google legt die Hinweise hauptsächlich über die Displayränder.

Automatischer Start im Fahrzeug

Du kannst Motion Assist selbst über die Einstellungen einschalten oder bei erkannten Fahrten automatisch aktivieren lassen. Form, Größe, Farbe und Transparenz der eingeblendeten Elemente lassen sich anpassen.

Motion Assist findest du unter «Einstellungen» > «Dein Profil» > «Alle Dienste» im Bereich «Persönliche und Gerätesicherheit». Dort kannst du die Funktion aktivieren und konfigurieren.
Motion Assist findest du unter «Einstellungen» > «Dein Profil» > «Alle Dienste» im Bereich «Persönliche und Gerätesicherheit». Dort kannst du die Funktion aktivieren und konfigurieren.
Quelle: Android Authority

Google verteilt Motion Assist offenbar über die Google Play-Dienste. Der Rollout läuft bislang allerdings nur auf einzelnen Pixel-Geräten mit Android 17. Ob die Funktion später auch Smartphones anderer Hersteller erreicht, ist noch offen.

Apple und Honor waren schneller

Neu ist das Konzept nicht. Apple stellte seine «Vehicle Motion Cues» im Mai 2024 vor und führte sie im Herbst desselben Jahres mit iOS 18 ein. Auch dort bewegen sich Punkte am Bildschirmrand passend zur Fahrt. Inzwischen lassen sich unter anderem Muster, Farbe, Größe und Anzahl anpassen.

Auf Android war Honor schneller als Google. Der Hersteller bietet mit «Motion Sickness Relief» seit Anfang 2025 eine vergleichbare Funktion in MagicOS 9 an. Sie reagiert ebenfalls auf Beschleunigung, Bremsen, Kurven und andere Fahrzeugbewegungen. Mit der Honor-400-Serie weitete Honor das Feature 2025 international aus.

Titelbild: Android Authority

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