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Hinter den Kulissen

In Europa mogeln 4 von 5 bei der Arbeitszeit im Homeoffice

Tobias Heller
22-1-2026

Beinahe die Hälfte der Französinnen und Franzosen nutzt im Homeoffice täglich über eine Stunde Arbeitszeit für Privates. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Galaxus. Deutsche arbeiten dagegen am ehrlichsten, Schweizerinnen halten die Ablenkung am kürzesten und Österreicher plagt am häufigsten ein schlechtes Gewissen.

Wer begeht in Europa am häufigsten Arbeitszeitbetrug? Wie viele Arbeitsstunden gehen für welche privaten Tätigkeiten drauf? Und haben die Betrügerinnen und Betrüger dabei ein schlechtes Gewissen? Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage des Marktforschers YouGov im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus gaben 5125 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich Auskunft zu diesem Thema.

Deutschland hat die wenigsten Arbeitszeitbetrügerinnen und -betrüger

In der Bundesrepublik verbringt knapp ein Drittel der Erwerbstätigen ihren gesamten Arbeitstag im Homeoffice ausschliesslich mit beruflichen Tätigkeiten. In der Schweiz ist es jede fünfte Person, in Italien und Frankreich sogar nur jede zehnte. Auch vor Ort am Arbeitsplatz sind die Deutschen am ehrlichsten.

Sowohl im Büro als auch im Homeoffice hält sich die Schweiz im europäischen Vergleich am stärksten zurück, wenn es um private Angelegenheiten während der Arbeitszeit geht. Mehr als acht von zehn Personen verbringen vor Ort am Arbeitsplatz höchstens 30 Minuten pro Tag mit privaten Dingen. Im Homeoffice sind es sieben von zehn. In Deutschland überschreitet jede dritte Person diese Grenze von einer halben Stunde, in Frankreich sogar zwei von drei. Fast die Hälfte der Französinnen und Franzosen nutzt zu Hause sogar mehr als eine Stunde der Arbeitszeit für private Zwecke. Das ist europäischer Negativrekord.

Jung bescheisst gut

Die jungen Leute in Europa vermischen besonders häufig Arbeit und Vergnügen. Vier von zehn Unter-30-Jährige nutzen im Homeoffice mehr als eine Stunde für nicht-berufliche Tätigkeiten. Im Büro wendet die junge Generation, wie auch alle weiteren Altersgruppen, weniger Zeit für Privates auf als zu Hause. Dennoch sind sie auch im Büro oder im Betrieb die fleissigsten Betrügerinnen und Betrüger.

Ob die Jungen mehr Zeit für andere Dinge haben, weil sie schlicht effizienter arbeiten als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen, ergibt sich aus der Studie nicht.

Im Gegensatz zu den deutlichen Unterschieden in den Altersgruppen sind die Anteile nach Geschlechtern beinahe identisch. Männer und Frauen nutzen ihre Arbeitszeit gleich viel oder wenig für private Zwecke.

Was wir wirklich tun, wenn wir arbeiten sollten

Französinnen und Franzosen lassen im europäischen Vergleich überdurchschnittlich häufig ihre Arbeit liegen, um sich in den sozialen Medien zu verlieren (45 %). Auch in Deutschland ist das Scrollen auf Instagram, TikTok und Co. die beliebteste nicht-berufliche Aktivität am Arbeitsplatz (38 %), gemeinsam mit dem privaten Chatten mit Freunden und Familie.

In der Schweiz nutzen die meisten Personen ihre ergaunerte Zeit, um News zu konsumieren (47 %). In Italien (39 %) und Österreich (47 %) sind private Anrufe während der Arbeitszeit hoch im Kurs. Österreicherinnen und Deutsche stehen zudem im europäischen Vergleich überdurchschnittlich häufig während der Arbeitszeit am Herd oder schlemmen ihre Mahlzeiten (27 %).

Nagt der Arbeitszeitbetrug am Gewissen?

In den befragten Ländern sorgen die privaten Aktivitäten auf Arbeitszeit selten für schlaflose Nächte. Am unangenehmsten ist der Arbeitszeitbetrug den Österreicherinnen und Österreichern: Rund ein Drittel hat deswegen häufig oder ab und zu ein schlechtes Gewissen. In Deutschland, der Schweiz und Frankreich ist es rund jede vierte Person.

In Italien sehen es die Erwerbstätigen am entspanntesten. Zwei Drittel der Italienerinnen und Italiener haben nie Gewissensbisse.

Ob die privaten Tätigkeiten während des Arbeitstags tatsächlich die Produktivität schmälern, beantworten die Umfrageergebnisse nicht. Gemäss Studien können die kurzen Auszeiten für einen Instagram-Scroll, Newslektüre oder einen privaten Plausch sogar förderlich sein: Sie könnten Teil einer gesunden Work-Life-Balance sein, die Stress reduziert, Burnout vorbeugt und die Zufriedenheit steigert. Und glückliche, ausgeglichene Mitarbeitende sind bekanntlich die produktivsten.

Wie viel Zeit geht bei dir pro Arbeitstag für nicht-berufliche Aktivitäten drauf? Lieber im Homeoffice oder vor Ort? Und bereitet dir dein Arbeitszeitbetrug schlaflose Nächte oder siehst du das entspannt? Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen.

Titelbild: Shutterstock

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