Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Shutterstock / Stenko Vlad
News & Trends

Jetzt wird gegen die hohen RAM-Preise geklagt

Kevin Hofer
30-6-2026

Die Speicher-Preise steigen und steigen. Schuld daran soll nicht der KI-Boom allein sein. Eine Sammelklage, die in Kalifornien eingegangen ist, macht auch Preisabsprachen der drei grossen RAM-Hersteller dafür verantwortlich.

Samsung, SK hynix, und Micron wurden am 25. Juni vor dem Bundesgericht von Kalifornien für Preisabsprachen angeklagt. Neben Preisabsprachen sollen sie künstliche Verknappungen schaffen, damit die Preise von Speicher hoch bleiben. Klagen tun mehrere Konsumentinnen und Konsumenten sowie Unternehmen, die Produkte der Hersteller während der aktuellen Preiserhöhungen gekauft haben.

DDR5-Speicher, wie er in vielen Consumer-PCs zum Einsatz kommt, hat seit einem Jahr enorm im Preis zugelegt. In der Klageschrift ist von bis zu 700 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die Rede. Die Hersteller verlagern ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf HBM-Speicher, wie er in GPUs für KI-Anwendungen zum Einsatz kommt. Bereits jetzt sind Bestellungen weit in die Zukunft gebucht – ein grosser Teil der Fertigungskapazität soll bis ins Jahr 2030 für HBM-Produktion reserviert sein. Für gewöhnlichen Arbeitsspeicher bleibt da entsprechend wenig übrig.

Die Klage fordert nun, dass die Hersteller die Produktion und Verfügbarkeit von Consumer-DRAM wieder hochfahren. Als Beleg für die Auswirkungen wird unter anderem Apple angeführt: Der Konzern hat kürzlich die Preise praktisch seiner gesamten Produktpalette erhöht, von Macs bis iPhones, und dabei explizit die steigenden Speicherpreise als Grund genannt.

Im Zentrum der Klage steht der Vorwurf von Kartellabsprachen zwischen Samsung, Micron und SK Hynix. Und ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht: Schon im Jahr 2002 hatte das US-Justizministerium genau diese Unternehmen wegen ähnlicher Preisabsprachen mit Bussgeldern in Millionenhöhe belegt – inklusive Gefängnisstrafen für mehrere Führungskräfte.

Titelbild: Shutterstock / Stenko Vlad

11 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.


News & Trends

Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

6 Kommentare

Avatar
later