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Milliarden-Übernahme abgeschlossen: saudi-arabischer Staatsfonds übernimmt EA

Debora Pape
5-8-2026

Der 55 Milliarden US-Dollar schwere Verkauf von Electronic Arts ist abgeschlossen. Unter Führung des saudi-arabischen Staatsfonds PIF wird der Gaming-Riese von der Börse genommen.

Im September 2025 kündigte Electronic Arts (EA), einer der größten Game-Publisher und -Entwickler weltweit, seine Übernahme durch ein Investorenkonsortium an. Jetzt ist der 55 Milliarden US-Dollar schwere Deal abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Das entspricht etwa 48 Milliarden Euro oder 44 Milliarden Franken.

Die EA-Aktionäre hatten der Übernahme bereits im Dezember 2025 zugestimmt. Jetzt ist der Schritt vollzogen. Mit Abschluss der Transaktion wurde die EA-Aktie von der Nasdaq genommen und die Aktionäre erhalten 210 US-Dollar je Aktie. EA ist damit kein börsennotiertes Unternehmen mehr.

PIF führt Investorenkonsortium an

Nach den bei der Ankündigung veröffentlichten Angaben soll der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) 93,4 Prozent der Anteile am Konsortium halten. PIF war bereits zuvor fünf Jahre lang Minderheitsinvestor. Dem Fonds sitzt der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman vor. Der Leiter der internationalen Investitionen beim PIF, Turqi Alnowaiser, betont, dass Unterhaltung und Sport zu den strategischen Investitionsschwerpunkten des Staatsfonds gehören.

Die restlichen sieben Prozent verteilen sich auf die beiden Unternehmen Silver Lake und Affinity Partners. Affinity Partners wurde 2021 von Jared Kushner gegründet, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Der Anteil von Affinity Partners liegt bei lediglich 1,1 Prozent.

Andrew Wilson bleibt CEO von EA und auch der Sitz des Unternehmens bleibt Redwood City in Kalifornien. Bislang kommunizierten die beteiligten Parteien nicht, ob und wie sich die Übernahme auf bekannte EA-Marken wie «EA Sports FC», «Battlefield» und «Die Sims» auswirken wird. Hinweise auf Studioschließungen oder Umstrukturierungen gibt es nicht. Für die Spielerschaft dürfte sich kurzfristig zunächst wenig ändern.

Ebenfalls unbekannt ist, wie das Investorenkonsortium das Unternehmen führen wird und wie stark seine Mitglieder jeweils operativ Einfluss nehmen werden.

Das Konsortium will massiv in KI investieren

Die Abschlussmeldung liefert erstmals konkrete Hinweise darauf, welche Pläne die neuen Eigentümer mit EA verfolgen. Auffällig ist die klare Fokussierung auf Künstliche Intelligenz. Silver-Lake-CEO Egon Durban erklärte, das Konsortium wolle massiv in EAs weiteres Wachstum investieren, darunter ausdrücklich in den Einsatz von KI zur «Verbesserung der Spieleentwicklung und des Spielerlebnisses.»

Für die Spielebranche könnte dies weitreichende Folgen haben. Der Einsatz generativer KI sorgt in der Games-Branche regelmäßig für Diskussionen. Offenbar überwiegen für das Konsortium jedoch die Vorteile der Nutzung von KI. Dass die neuen Eigentümer dieses Thema unmittelbar nach Abschluss der Übernahme hervorheben, deutet darauf hin, dass entsprechende Investitionen in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle innerhalb des Konzerns spielen werden. Konkrete Projekte oder Produktankündigungen wurden allerdings noch nicht genannt.

Titelbild: Shutterstock/JHVEPhoto

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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