Neues Oura-Feature: Erkennen smarte Ringe, ob du krank wirst?
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Neues Oura-Feature: Erkennen smarte Ringe, ob du krank wirst?

Der Oura Ring bekommt neue Software-Funktionen, die Veränderungen in der Gesundheit erkennen sollen. Bisher ist das Feature aber nur experimentell – auch aus rechtlichen Gründen.

Smarte Ringe analysieren primär ähnliche Dinge wie eine Smartwatch: Schrittzahl, sportliche Aktivitäten, Schlaf oder auch Puls und Blutsauerstoff. Nun geht Oura einen Schritt weiter. Dafür hat der Hersteller in der Software für alle Userinnen und User einen Bereich mit Namen Oura Labs freigeschaltet.

Hier finden die Nutzerinnen und Nutzer «experimentelle» Funktionen, die sie testen und bewerten können. Das erste neue Feature, das du ausprobieren kannst, heisst Symptom Radar.

Der Ring meldet im Symptom Radar signifikante Veränderungen in den biometrischen Daten, etwa bei der Körpertemperatur, der Atmung oder der Herzfrequenz. Das kann darauf hindeuten, dass sich beispielsweise eine Erkältung oder Grippe anbahnt.

Das Feature ist daher ein erster Schritt zur Früherkennung von Krankheiten. Mittelfristig ist denkbar, dass der Ring vor sich anbahnenden Krankheiten warnt. Userinnen und User werden dann von der Software motiviert, sich zu erholen, bis die Messdaten wieder besser sind. So ist ein leichterer Verlauf möglich.

Auch der Ultrahuman Ring misst mit seinen Sensoren Gesundheitsdaten.
Auch der Ultrahuman Ring misst mit seinen Sensoren Gesundheitsdaten.
Quelle: Lorenz Keller

Features noch ohne offizielle Zulassung

Dass Oura mit der Anpreisung der neuen Funktionen sehr zurückhaltend ist, hat auch rechtliche Gründe. Denn sobald es sich um ein diagnostisches Feature handelt, braucht es eine offizielle Zulassung. In den USA beispielsweise von der FDA, der U.S. Food and Drug Administration. Im Testbetrieb gilt es noch als Wellness-Feature, das ohne Prüfung eingesetzt werden kann.

Auch andere Hersteller von smarten Ringen forcieren den Gesundheitsbereich. Bei Ultrahuman etwa weist die App auf Abweichungen der Körpertemperatur hin. Zudem gibts ein spezielles Tracking für die circadiane Rhythmik, also den Tagesrhythmus des Menschen mit Phasen von Schlaf und Wachsein. Ist dieser beispielsweise wegen Jetlag aus der Balance geraten, merkt das der Smartring und gibt Tipps, wie der Rhythmus wieder richtig getaktet werden kann. Beispielsweise, welche Schlafenszeiten sinnvoll sind.

Die ersten Schritte zur Früherkennung von Grippe, Erkältung oder anderen Krankheiten sind damit gemacht. Dafür prädestiniert sind smarte Ringe, weil sie noch genauer als smarte Uhren die Körpertemperatur und andere Vitalfunktionen am Finger messen können. Zudem trägst du den Ring normalerweise Tag und Nacht, weil er auch bei Nutzung aller Sensoren knapp eine Woche Akkulaufzeit hat. So sammelt die Software über längere Zeit sehr viele Daten.

Vorbild im Bereich Gesundheit ist Apple: Der US-Hersteller hat der Apple Watch über die Jahre immer mehr Health Funktionen spendiert, von der Sturzerkennung bis zu Warnungen bei Herzrhythmusstörungen.

  • Produkttest

    Kann es besser, aber nicht länger: Apple Watch Series 9 im Test

    von Michelle Brändle

Titelbild: Lorenz Keller

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Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


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