

Pastell, tragbar, kabellos: Diese Tischlampen gehen überall mit
Tischlampen stehen meist in der Nähe der Steckdose. Und nicht dort, wo sie am schönsten aussehen. Kabellose Akkuleuchten ändern das – und sehen längst nicht mehr aus wie Notfalllösungen vom Campingplatz.
Diese kabellosen Tischlampen der Saison habe ich aus dem Galaxus-Sortiment herausgepickt. Sie kommen in Pastelltönen und hellen Farben, die sich in Wohnräume einfügen, ohne sich zu verstecken. Alle lassen sich auch nach draussen mitnehmen. Dauerhaft dem Wetter ausgesetzt werden sollten aber nur jene mit IP-Zertifizierung. Welche das sind, steht jeweils dabei.
1. Rosa, rund, recycelt
30 Stunden Laufzeit, 1 bis 2 Stunden Laden – das ist die beste Akku-Bilanz in dieser Runde. Dass die «Beam» von Kreafunk dabei auch noch aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff besteht und in Dusty Rose daherkommt, macht sie zum Wolf im Rosé-Pelz. Ihre Helligkeit dimmst du per Touch-Sensor stufenlos. Und der abnehmbare Sockel erlaubt dir, die Lampe in jede Richtung zu drehen.

Quelle: Kreafunk
Dank IPX4 ist sie gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt. Starkem Regen oder einem Wasserschwall solltest du sie jedoch nicht aussetzen.

2. Klein, aber ausdauernd
Die «Lito» von Blomus ist eine der kompaktesten Leuchten in dieser Auswahl und mit fast 48 Stunden Akkulaufzeit die Ausdauersportlerin der Runde. Der gedämpfte Grünton liegt irgendwo zwischen Salbei und Minze: frisch, aber nicht aufdringlich. Der Touch-Dimmer lässt die Lichtfarbe zwischen warmweiss (2700 Kelvin) und neutralweiss (4500 Kelvin) wechseln. Nach 5 Stunden am magnetischen Micro-USB-Kabel ist sie wieder einsatzbereit. IP54 macht sie wetterfest.

Quelle: Blomus
130 Lumen sind kein Flutlicht. Die «Lito» ist eine Stimmungsleuchte, keine Arbeitslampe. Und mit 2,5 Kilo ist sie für ihre Grösse erstaunlich schwer.
3. Mit Struktur
Mundgeblasenes Glas mit gerippter Oberfläche: Die «Ripple Portable Lamp» von Ferm Living ist die Handwerkerin in dieser Runde. Das opake Glas streut das Licht sanft und sorgt für einen warmen Schimmer, der auf dem Esstisch genauso funktioniert wie auf der Terrasse. Ein CRI-Wert über 90 (Farbwiedergabeindex: je höher, desto naturgetreuer wirken Farben) verspricht besonders originalgetreue Farbwiedergabe. Vier Helligkeitsstufen per Touch-Dimmer, IP44-Schutz und ein magnetisches Ladekabel runden das Paket ab.

Quelle: Ferm Living
Die Laufzeit von 8 Stunden reicht für einen langen Abend. Wer sie danach gleich wieder ans Kabel hängt, wartet allerdings ebenso lange, bis sie voll ist.
4. Schlicht und unterschätzt
Die «Leros» des spanischen Labels Kave Home ist die Pragmatikerin unter den zehn: ein Stahlgestell mit einem Diffusor aus Polyethylen, schlichte Silhouette, Beige. Kein Drama, keine Designattitüde. Dafür USB-C-Laden, eine optionale Fernbedienung und die Möglichkeit, Farbtemperatur und Intensität direkt an der Basis anzupassen. «Leros» gibt's auch eine Nummer grösser.

Quelle: Kave Home
Wenn du nach einer Leuchte mit mehr Drama suchst – die «Leros» ist auch in Rot erhältlich.
5. Zurückhaltend, aber präsent
Die «Low» von Hübsch lebt von ihrer Zurückhaltung. Der Hellblau-Ton ist pastellig genug, um sich einzufügen, aber prägnant genug, um aufzufallen. Glas und Eisen verleihen ihr eine Schwere, die du von kabellosen Leuchten nicht unbedingt erwartest und die ihr gleichzeitig etwas Gediegenes gibt. Mit 3000 Kelvin taucht sie den Raum in warmweisses Licht – angenehm für lange Abende, sofern der Akku mitmacht. Der IP44-Schutz hält Spritzwasser stand, sodass sie auch auf der Terrasse eine gute Figur macht.

Quelle: Hübsch
Wer die «Low» abends früh anknipst und spät schlafen geht, erreicht das Limit der Akkuzeit von 6 Stunden im Nu, vor allem im Sommer.
6. Mit Kurven
Salbeigrün, spulenförmig, unverkennbar: Die Leuchte von Addison ist die Extravagante der Auswahl. Auch wenn das Licht aus ist, macht sie mit ihrem Hochglanzlack und ihrer kurvigen Silhouette optisch was her. Mit 30 Zentimetern Höhe hat sie Tischlampen-Format, die drei Helligkeitsstufen lassen sich per Touch wechseln. Auf der hellsten Stufe hält der Akku bis zu 10 Stunden, Aufladen dauert rund 8 Stunden über das mitgelieferte USB-C-Kabel. Gibt’s auch in anderen zarten Nuancen wie Hellblau oder Rosa.

Quelle: Addison
Die vielen Lackschichten wollen gepflegt werden: Diese Leuchte bleibt lieber drinnen.
7. Mit Anziehungskraft
Die «Host Portable Lamp 300» von Hay sieht aus, als hätte sie nie einen falschen Schritt gemacht. Cremeweiss, klare Linien, skandinavisches Understatement. Der integrierte Magnet macht sie zur flexibelsten Lampe in dieser Liste – an Metalloberflächen haftet sie direkt, für alle anderen liegt eine Stahlbasis bei. 2700 Kelvin warmweisses Licht, 113 Lumen, Touch-Dimmer, IP44 und mindestens 16 Stunden Akkulaufzeit bei 6 Stunden Ladezeit über USB-C zeichnen dieses Modell aus.

Quelle: Hay
Wer den Esstisch ausleuchten will, braucht Verstärkung. Denn 113 Lumen reichen nur für atmosphärisches Licht.
8. Clever gedacht
Die «Grasp» von Frandsen ist die Grösste in dieser Runde und denkt kabelloses Leuchten neu. Statt fest verbauter LED setzt sie auf das hauseigene «Frandsen One»-System: Die Lichtquelle lässt sich entnehmen und separat laden, während eine aufgeladene Ersatzquelle eingesetzt wird. Kein Warten, kein Unterbruch. Das weisse Metallgehäuse ist zeitlos, das Design von Thomas Albertsen von klassischen Pendelleuchten inspiriert. Mit einer Schutzklasse von IP44 ist sie für drinnen und draussen gemacht.

Quelle: Frandsen
Der Haken: Eine Ersatz-Lichtquelle braucht es, damit der Trick wirklich aufgeht. Doch diese ist nicht im Lieferumfang enthalten.
9. Ikonisch
Verner Pantons Entwurf aus den 1960ern gehört zu den Ikonen des skandinavischen Designs, und die portable Version macht das Original beweglich. Das matte Hellrot ist eine der ungewöhnlicheren Farboptionen, aber es gibt auch dezentere in Weiss oder sanften Pastelltönen. Das Acrylmaterial ist leichter als es aussieht, der integrierte Diffusor stellt gleichmässiges Licht sicher. Drei Helligkeitsstufen, USB-C-Laden, rund 5 Stunden Licht auf höchster Stufe und 3 Stunden bis zur vollen Ladung.

Quelle: Louis Poulsen
Der Preis ist ordentlich: Die «Panthella» ist einiges teurer als die bisherigen Modelle. Wer eine Lampe mit Geschichte und Designanspruch sucht, zahlt das gerne. Wer einfach nur Licht braucht, greift woanders zu.
10. Alles rund hier
Ein leuchtender Ring, der warmes Licht als «Halo» in den Raum wirft – die «Hoopik» von Fermob denkt Tischlampe neu. Das Hellgrau ist das Unauffälligste an ihr, die Erscheinung umso mehr ein Gesprächsthema. Touch-Dimmer, einstellbare Lichttemperatur, wetterfestes Aluminium und Polycarbonat. Und weil Fermob auf Outdoormöbel spezialisiert ist, wurde hier auch an die Wetterfestigkeit gedacht.

Quelle: Fermob.
IP42 ist das Minimum in dieser Runde. Für überdachte Aussenbereiche gut geeignet, für ungeschützte Terrassen bei schlechtem Wetter weniger.
Wie ein Cheerleader befeuere ich gutes Design und bringe dir alles näher, was mit Möbeln und Inneneinrichtung zu tun hat. Regelmässig kuratierte ich einfache und doch raffinierte Interior-Entdeckungen, berichte über Trends und interviewe kreative Köpfe zu ihrer Arbeit.
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