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Stefanie Lechthaler
Produkttest

Philips Lockenstab: Ideal aber nicht auf meiner Wellenlänge

Shakira-Mähne oder Renaissance-Perücke? Der Philips WavePro Styler 9000 hat sich klar entschieden – nur leider nicht für meine Wunschoption.

Auf dem Weg zur perfekten Lockenpracht lasse ich nichts unversucht. Umso mehr freute es mich, als mir Philips den WavePro Styler 9000 für einen Test schickte. Der Lockenstab ist der Nachfolger des StyleCare Prestige Auto Curlers, der sich bei der Galaxus-Kundschaft und in der Community ziemlicher Beliebtheit erfreut.

Das ist der WavePro Styler 9000

Der Lockenstab sieht elegant aus. Das Kunststoffgehäuse und der Keramikheizstab wirken auf den ersten Blick bruchsicher. Und obwohl der WavePro Styler 9000 knapp ein halbes Kilogramm schwer ist, fühlt es sich nicht anstrengend an, ihn zu halten.

Mit drei Temperaturstufen – 170, 190 und 210 Grad – sowie einem sanfteren «SenseIQ»-Modus steuere ich, mit wie viel Hitze ich arbeiten will. «SenseIQ» soll das Haar durch definierte Zeit und Temperatur weniger beanspruchen. Unter der Temperaturanzeige liegt der Schieberegler. Er legt fest, ob sich meine Wellen nach links oder rechts drehen sollen. Mit dem zweiten Regler auf der Rückseite stelle ich den Durchmesser des Lockenstabs ein und kontrolliere dadurch, wie definiert die Locken werden.

Sieht auf den ersten Blick verlockend aus.
Sieht auf den ersten Blick verlockend aus.
Mit dem vorderen Schieberegler lege ich fest, in welche Richtung die Haarsträhnen gedreht werden.
Mit dem vorderen Schieberegler lege ich fest, in welche Richtung die Haarsträhnen gedreht werden.
Drehe ich den Knopf auf der Rückseite nach links, erweitert sich der Lockenstab. Das gibt breitere und weniger definierte Wellen.
Drehe ich den Knopf auf der Rückseite nach links, erweitert sich der Lockenstab. Das gibt breitere und weniger definierte Wellen.

Bevor ich meine Haare zu Locken verdrehe, kämme ich alle Knoten gründlich aus und besprühe sie mit Hitzeschutz. Den WavePro Styler 9000 heize ich auf 210 Grad auf und warte, bis das Signal aufleuchtet.

Nach dreissig Sekunden blinkt die LED-Anzeige nicht mehr, weil die Ziel-Temperatur erreicht ist.
Nach dreissig Sekunden blinkt die LED-Anzeige nicht mehr, weil die Ziel-Temperatur erreicht ist.

Beim ersten Anlauf klappt’s nicht …

… und auch beim zweiten scheitere ich, weil ich zu dicke Strähnen auf den Lockenstab lege. Dieser verschlingt die Haare ungebremst und verwirbelt sie. Ich stehe überfordert da, aber zum Glück erkennt die eingebaute Notstoppfunktion sofort, wenn etwas schiefläuft. Der Lockenstab piepst, schaltet ab und verhindert, dass meine Haare verbrennen. Ein graues Wölkchen steigt zwar auf, aber die Strähne überlebt.

Vorherbild: Meine Haare bevor ich den WavePro Styler 9000 teste.
Vorherbild: Meine Haare bevor ich den WavePro Styler 9000 teste.

Beim dritten Anlauf klappt es. Dafür halte ich den Lockenstab nah an meinen Kopf, mit der Öffnung von mir weggerichtet und lege eine dünne Strähne hinein. Sobald ich den Startknopf drücke, wickelt sich die Strähne um den Lockenstab, bis der grösste Teil vom Haar auf dem Keramikheizstab liegt. Die Temperatur habe ich inzwischen auf 170 Grad heruntergeschraubt. Die Wärme bringt die Strähne in Form, solange ich den Knopf gedrückt halte.

Nach einigen Sekunden sagt mir der Signalton, dass ich die Locke abnehmen kann. Dafür ziehe ich den Lockenstab einfach nach unten und weg von der Strähne. Zack! Schon halte ich meine erste Zapfenlocke in den Fingern.

Der Lockenstab wickelt die Strähne automatisch um den Lockenstab.
Der Lockenstab wickelt die Strähne automatisch um den Lockenstab.
Sobald ich das Piepsen höre, ziehe ich den WavePro Styler 9000 weg von mir.
Sobald ich das Piepsen höre, ziehe ich den WavePro Styler 9000 weg von mir.

Ich arbeite mich weiter voran, vom oberen Haaransatz nach unten. Um in den Flow zu kommen, brauche ich ein wenig Übung, aber es funktioniert mit jedem Versuch besser. Eine Strähne lasse ich zu lange auf dem Lockenstab, doch glücklicherweise schaltet sich der Heat Wave früh genug ab, bevor es zu stark nach verbrannten Haaren riecht. Manchmal greift das Warnsystem zu früh und schaltet aus, obwohl kein Problem vorliegt. Tragisch finde ich das nicht. Besser so als andersrum.

Ausserdem verbrenne ich mich während des Tests kein einziges Mal – weder an den Fingern, noch am Kopf. Mit Glätteisen und offenen Lockenstäben habe ich schlechtere Erfahrungen gemacht.

Nach paar Anläufen klappt es locker vom Hocker.
Nach paar Anläufen klappt es locker vom Hocker.

Locken nach rechts oder links drehen?

In der Anleitung heisst es, dass die unterschiedlichen Modi (links, rechts oder abwechselnde Drehung) verschiedene Frisuren ergeben. Also drehe ich für den Vergleich auf der linken Kopfseite alle Strähnen konsequent mit dem kleinsten Durchmesser nach links. Auf der rechten Hälfte arbeite ich mit dem breitesten Durchmesser und der Funktion, die zwischen links- und rechtsgedrehten Locken abwechselt. Nach einer Stunde bin ich mit beiden Seiten durch – und mit den Ergebnissen mittelmässig zufrieden.

Auf der linken Seite erkenne ich zumindest Locken und Volumen, während ein Grossteil der Strähnen auf der rechten Seite glatt bleibt. Meine Haarstruktur beeinflusst also, welche Lockendrehung am besten funktioniert. Deswegen nehme ich noch einen Anlauf und drehe die Strähnen auf der linken Hälfte nach rechts und auf der rechten Seite nach links. Das Ergebnis sieht ähnlich aus.

Die Rückseite finde ich okay, …
Die Rückseite finde ich okay, …
… dafür gefällt die Frisur seitlich überhaupt nicht.
… dafür gefällt die Frisur seitlich überhaupt nicht.

Die Frisur sitzt und sitzt

Mit dieser halb zufriedenstellenden Frisur darf ich den Rest vom Tag herumlaufen, denn sitzen die Locken einmal, bleiben sie. Und obwohl die Hitze die Haare wahrscheinlich beansprucht, fühlen sich die Locken nicht beschädigt an. Weder Frizz noch brüchige Spitzen, sondern glänzende Zapfenlocken, die ohne Haarspray Stunden überdauern. Eigentlich der Traum einer Lockenstab-Frisur.

Trotzdem: Mir fehlt der Chruseli-Effekt

Nachdem ich die Locken etwas auseinander ziehe, gefällt mir die Frisur besser. Aber ganz meinen Vorstellungen entspricht das Resultat nicht. Der WavePro Styler 9000 kann zwei für mich wichtige Kriterien nicht erfüllen. Erstens erhalte ich auch mit dem kleinsten Durchmesser noch breite Locken – was mir nicht steht – und zweitens fangen diese wegen der Bauweise des Lockenstabs weit weg von der Kopfhaut an. So sieht das Ergebnis an mir nach Renaissance-Perücke aus, nicht nach natürlicher Shakira-Mähne. Geschmackssache. Bei stufenlosen Frisuren funktioniert der Look wohl besser.

Ich bleibe fürs Erste bei meiner hitzelosen Lockenroutine und suche weiter nach Methoden für natürliche Ergebnisse.

  • Meinung

    Warum Bali Curls jetzt meine Beach-Babe-Haarroutine bestimmt

    von Stefanie Lechthaler

Fazit

Ein Lockenstab der vielleicht andere um den Finger wickelt – aber leider nicht mich

Die durchdachte Sicherheitsfunktion des Philips WavePro Styler 9000 überzeugt mich: Die Notstoppfunktion erkennt Probleme sofort und schaltet das Gerät rechtzeitig ab, bevor die Haare verkohlen. Die Locken, die entstehen, halten den ganzen Tag auch ohne Haarspray. Für Hochzeitsfrisuren oder Freunde grosser Wellen ideal.

Meine wichtigsten Kriterien erfüllt er aber leider nicht. Der kleinste Durchmesser erzeugt noch immer breite Locken, die zudem weit von der Kopfhaut anfangen. Mir fehlt der natürliche Look. Bei längeren Haaren mit weniger Stufen dürfte der Look besser funktionieren, mir hingegen steht er schlicht nicht.

Wer unkomplizierte, lang haltbare Wellen mit wenig Übung und ohne Verbrennungsgefahr will, ist mit dem WavePro Styler 9000 gut bedient. Wer enge, naturnahe Locken direkt am Ansatz sucht, schaut sich besser weiter um.

Pro

  • vier Temperaturstufen
  • Schieberegler für links, rechts oder gemischtgedrehte Locken
  • Schieberegler für Lockenintensität
  • keine Verbrennungen wegen durchdachter
  • Sicherheitsfunktion
  • mit etwas Übung einfach zu bedienen

Contra

  • kleinster Durchmesser macht noch immer sehr breite Locken
  • Lockenansatz ziemlich weit unten
Titelbild: Stefanie Lechthaler

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Die Wände kurz vor der Wohnungsübergabe streichen? Kimchi selber machen? Einen kaputten Raclette-Ofen löten? Geht nicht – gibts nicht. Also manchmal schon. Aber ich probiere es auf jeden Fall aus.


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