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G.Skill
Hintergrund

So viel teurer als vor einem Jahr sind RAM, SSDs und HDDs heute

Arbeitsspeicher kostet im Jahresvergleich zum Teil fast das Fünffache. Die Preise für SSDs und HDDs sind bisher nicht ganz so dramatisch angestiegen. Eine Entspannung ist kurzfristig nicht in Sicht.

Der Ausbau von KI-Servern treibt die Speicherpreise in luftige Höhen. Du zahlst deshalb heute deutlich mehr für ein Smartphone, einen Laptop oder eine Spielkonsole, als vor einem Jahr. Am deutlichsten zeigt sich der Preisanstieg bei betroffenen Einzelkomponenten: Arbeitsspeicher (RAM), SSDs und auch klassische Festplatten (HDDs) kosten im Jahresvergleich ein Vielfaches.

In diesem Artikel vergleiche ich die aktuellen Preise mit denen von Ende August 2025. Als Stichprobe dienen die Durchschnittswerte aus einigen besonders beliebten Produkten in vier Kategorien:

  • DDR5: Je drei Kits à 2 × 16 Gigabyte (GB) (1, 2, 3) und 2 × 32 GB (1, 2, 3) von Corsair, G.Skill und Kingston mit 6000 MT/s.
  • DDR4: Je drei Kits à 2 × 8 GB (1, 2, 3) und 2 × 16 GB (1, 2, 3) von Corsair, G.Skill und Kingston mit 3200 MT/s.
  • SSDs: Je drei Module mit 1 Terabyte (TB) (1, 2, 3), 2 TB (1, 2, 3) und 4 TB (1, 2, 3) von Samsung, Western Digital und Kingston.
  • HDDs: Je zwei Festplatten mit 2 TB (1, 2), 4 TB (1, 2) und 8 TB (1, 2) von Seagate und Western Digital.

Wenn dich die Preisentwicklung anderer spezifischer Komponenten interessiert, findest du diese auf der Seite des jeweiligen Produkts.

Grösste Preisexplosion bei DDR5

Mit Abstand am stärksten gestiegen sind die Preise für DDR5-RAM. Die Module aus meiner Stichprobe kosten im Schnitt 352 Prozent mehr als vor einem Jahr, also das 4,5-Fache. Das deckt sich ungefähr mit Zahlen aus Deutschland. In den USA ist die Lage laut «Tom's Hardware» sogar noch prekärer. Der übliche Mengenrabatt für grössere Kapazitäten ist verschwunden – pro Gigabyte zahlst du bei grossen Kits teilweise sogar mehr.

Nicht ganz so stark ist die Preisexplosion bei DDR4-RAM. Hier kosten die Kits im Vergleich zu Ende August 2025 «nur» das 2,5-Fache. Bei SSDs beträgt der Anstieg 121 Prozent, bei HDDs 94 Prozent. Eine Besserung ist nicht in Sicht, solange die grossen Tech-Firmen für die Produktionskapazitäten der Speicherhersteller weiterhin Mondpreise bezahlen.

Die drei grossen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron verlagern ihre Produktion in Richtung HBM und Server-DRAM, weil sie dort höhere Margen erzielen. SK Hynix rechnet damit, dass normaler DRAM bis Ende 2027 sogar noch teurer wird. Frühestens ab 2028 könnten neue Werke in Betrieb gehen und die Knappheit lindern.

Grosse Kits werden unbezahlbar

Bei Betrachtung der absoluten Preise wird klar, was für ein Luxusgut ein selbstgebauter PC mit viel RAM geworden ist. Für 64 GB DDR5 mit 6000 MT/s blätterst du über 1100 Franken hin. Vor einem Jahr waren es noch gut 200 Franken.

Das können oder wollen sich immer weniger Leute leisten, wie die nächste Grafik zeigt: Der durchschnittliche Verkaufspreis von DDR5-RAM ist nach einem sprunghaften Anstieg Ende des letzten Jahres wieder leicht gesunken. Nicht etwa, weil RAM pro Gigabyte weniger kostet, sondern weil die Kundschaft auf kleinere Kits ausweicht. Das ergibt Sinn. Für die meisten Games reichen 32 GB. Deshalb lohnt sich der Aufpreis auf 64 GB nur für Spezialfälle wie professionelle Content-Creation oder spezialisierte Workloads.

Die historische Dimension der Preisexplosion hat der Informatikprofessor Daniel Lemire aufgezeigt: Laut seiner Auswertung liegen die aktuellen DDR5-Preise inflationsbereinigt wieder ungefähr auf dem Niveau von DDR2 im Jahr 2007. Zwei Jahrzehnte kontinuierlichen Preisverfalls wurden damit innerhalb weniger Quartale zunichte gemacht.

SSDs und HDDs: Preisunterschied pro Terabyte wächst

Speichermedien haben nicht denselben Preisschock hinter sich wie RAM. Hier verteilte sich der Anstieg über etwa vier Monate. Seit Ende März bleiben die Preise einigermassen stabil – allerdings auf Höchstständen. Kostete dich eine 2-TB-SSD für deinen Gaming-PC vor einem Jahr noch 130 Franken, sind es heute schon fast 300 Franken. Willst du ein eigenes NAS bauen und brauchst dafür klassische HDDs, zahlst du im Jahresvergleich etwa das Doppelte.

Hersteller wie Western Digital und Kioxia haben die Produktion von Consumer-Produkten nach den Tiefstpreisen von 2023/24 bewusst zurückgefahren und priorisieren hochmargige Enterprise-SSDs. Für Normalsterbliche bleiben SSDs deshalb zwar für Betriebssystem und Programme Pflicht, zur Archivierung von Daten sind sie aber zu kostspielig. Dafür setzt du besser auf klassische Festplatten. Durch die Preisanstiege hat sich die Differenz pro Terabyte in absoluten Zahlen verdoppelt.

Titelbild: G.Skill

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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