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News & Trends

Sonos macht umstrittene App-Änderung rückgängig

Kim Muntinga
16-7-2026

Sonos macht eine der umstrittensten Änderungen seiner neuen App rückgängig. Die Tab-Navigation kehrt zurück, zunächst allerdings nur auf Wunsch.

Rund zwei Jahre nach dem missglückten Neustart seiner App zieht Sonos weitere Lehren aus dem Debakel. Mit einem neuen Update holst du dir eine vertraute Navigation zurück, kannst deine Lautsprecher endlich selbst sortieren und die Lautstärke präziser einstellen. Alle größeren Änderungen aktivierst du zunächst freiwillig über einen Schalter in den Einstellungen.

Die auffälligste Neuerung ist die feste Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand. Sie unterteilt die App in die drei Bereiche «Startseite», «System» und «Suche». Sonos ersetzt damit versteckte Gesten und übereinanderliegende Inhaltskarten durch eine Bedienung, wie du sie aus vielen anderen Apps für Android und iOS kennst.

Die neue alte Navigationsleiste führt direkt zur Startseite, zur Systemübersicht und zur Suche.
Die neue alte Navigationsleiste führt direkt zur Startseite, zur Systemübersicht und zur Suche.
Quelle: Sonos

Über «Startseite» erreichst du deine Inhalte und Musikdienste. Unter «System» verwaltest du deine Lautsprecher, Räume und die aktuelle Wiedergabe. Die Suche erhält ebenfalls wieder einen festen Platz in der Navigationsleiste.

Sonos hatte die Tab-Navigation beim Neustart seiner App im Mai 2024 entfernt. Stattdessen setzte das Unternehmen auf einen zentralen Startbildschirm und verschiedene Wischgesten. Die neue Oberfläche sollte die Musiksteuerung vereinfachen, sorgte bei vielen Nutzerinnen und Nutzern jedoch für zusätzliche Umwege.

Sonos überlässt dir vorerst die Wahl

Die überarbeitete Navigation erscheint nicht automatisch. Nach dem Update findest du in den Einstellungen die Option «Verbesserte Navigation aktivieren». Damit schaltest du die neue Oberfläche ein und kannst vorerst auch wieder zur bisherigen Ansicht zurückkehren.

Die neue Navigation musst du zunächst selbst in den Einstellungen aktivieren.
Die neue Navigation musst du zunächst selbst in den Einstellungen aktivieren.
Quelle: Sonos

Sonos geht damit vorsichtiger vor als beim App-Neustart vor zwei Jahren. Das Unternehmen will Rückmeldungen sammeln und die Navigation weiter anpassen, bevor sie später zum Standard wird. Zuvor hatte Sonos die Änderungen bereits mit Teilnehmenden seines Betaprogramms getestet.

Lautsprecher lassen sich endlich sortieren

Auch die Systemübersicht erhält mehr Freiheiten. Du kannst deine Lautsprecher und Räume künftig selbst anordnen. Häufig verwendete Geräte lassen sich oben platzieren, statt sich nach der von Sonos vorgegebenen Reihenfolge richten zu müssen.

Das dürfte vor allem größere Systeme übersichtlicher machen. Hast du mehrere Lautsprecher in verschiedenen Räumen, kannst du etwa das Wohnzimmer, die Küche oder dein Büro nach ihrer Bedeutung für deinen Alltag sortieren.

Sonos überarbeitet außerdem die Lautstärkeregelung. Unter iOS erscheint ein neuer dynamischer Schieberegler, der sich bei der Bedienung vergrößert. Zusätzlich kannst du die Lautstärke über Plus- und Minus-Tasten schrittweise verändern. Die Android-Version soll diese Oberfläche später ebenfalls erhalten.

Hinzu kommen kleinere Anpassungen. Sonos überarbeitet die Ansicht der laufenden Wiedergabe, ergänzt neue Darstellungen für das iPad und vereinfacht einige Bedienvorgänge. Einträge in Wiedergabelisten kannst du beispielsweise per Wischgeste löschen.

Eine lange Korrektur des App-Neustarts

Sonos hatte seine App im Mai 2024 vollständig neu entwickelt. Zum Start fehlten allerdings mehrere Funktionen der vorherigen Version. Dazu gehörten unter anderem Schlaf-Timer, Teile der Warteschlangenverwaltung und Funktionen für lokale Musikbibliotheken. Gleichzeitig meldeten Nutzerinnen und Nutzer Verbindungsprobleme, verschwundene Lautsprecher und eine unzuverlässige Steuerung.

Der Hersteller reichte zahlreiche Funktionen nach, kam aber nicht aus der Kritik heraus. Die Probleme verzögerten neue Produkte, verursachten zusätzliche Kosten und belasteten die Geschäftszahlen. Im Januar 2025 musste CEO Patrick Spence seinen Posten räumen. Kurz darauf verließ auch Produktchef Maxime Bouvat-Merlin das Unternehmen.

Titelbild: Maor_Winetrob / Shutterstock

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