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Miguel Lagoa / Shutterstock
News & Trends

Sony bringt KI-Upscaling auf die normale PS5

Kim Muntinga
2-10-2026

Mit Quick Spectral Super Resolution (QSSR) erhält auch die Standard-PS5 ein KI-basiertes Upscaling. Die Technik stammt von PSSR auf der PS5 Pro ab. Erste Tests zeigen eine bessere Bildqualität, QSSR belastet die GPU aber zusätzlich.

Den Anfang machen «Marvel’s Wolverine» und «Ghost of Yōtei». Sony stattet beide Spiele per Patch mit QSSR aus. Du kannst die Technik nach dem Update dort als zusätzliche Grafikoption auswählen. Weitere Spiele sollen folgen.

QSSR rekonstruiert ein höher aufgelöstes Bild

Beim Upscaling berechnet die Konsole ein Spiel zunächst in einer niedrigeren Auflösung. QSSR rekonstruiert daraus anschließend ein höher aufgelöstes Bild.

QSSR nutzt dafür ein neuronales Netzwerk. Sony verspricht gegenüber herkömmlichen Upscaling-Verfahren vor allem mehr Details und ein stabileres Bild. Davon sollen insbesondere feine Strukturen profitieren, die bei Bewegungen sonst flimmern oder sichtbar an Details verlieren können.

Technisch basiert QSSR auf Playstation Spectral Super Resolution, kurz PSSR. Sony führte dieses KI-Upscaling 2024 mit der PS5 Pro ein. Die normale PS5 besitzt allerdings nicht deren speziell für Machine Learning ausgelegte Hardware.

Sony hat QSSR deshalb an die vorhandene GPU angepasst. Dazu nutzt das Unternehmen ein schlankeres neuronales Netz und eine optimierte Implementierung. QSSR arbeitet überwiegend mit FP16-Berechnungen. PSSR kann auf der PS5 Pro dagegen auch effizientere INT8-Berechnungen nutzen.

Erste Tests zeigen Vorteile und Grenzen

Wie gut das funktioniert, hat Digital Foundry bereits anhand von «Marvel’s Wolverine» untersucht. Im Performance-Modus rendert das Spiel teilweise intern mit 864p. QSSR rekonstruiert daraus ein Bild mit 1440p.

Gegenüber Insomniacs bisherigem Upscaler benötigt QSSR laut der Analyse etwa 1,5 bis 1,8 Millisekunden zusätzliche Rechenzeit pro Bild. Bei freier Bildrate kostet das ungefähr acht bis zehn FPS. Im regulären 60-FPS-Modus hält «Marvel’s Wolverine» die Bildrate dagegen weitgehend stabil. Dafür senkt das Spiel bei Bedarf die interne Auflösung. QSSR liefert laut Digital Foundry trotzdem mehr feine Details und ein ruhigeres Bild.

Deutlich höher fällt der Rechenaufwand bei einer Ausgabe in 4K aus. Digital Foundry misst hier etwa 4,4 Millisekunden zusätzliche Rechenzeit pro Bild. QSSR dürfte sich auf der Standard-PS5 deshalb vor allem für Ausgabeauflösungen um 1440p eignen.

Bei «Ghost of Yōtei» fällt der Unterschied geringer aus. Das Spiel nutzt bereits AMDs FSR 3 und besitzt damit ein vergleichsweise gutes Upscaling. QSSR erreicht im getesteten Performance-Modus laut Digital Foundry eine ähnliche Leistung, stellt feine Details jedoch stabiler dar.

Die Entwickler nennen dazu konkrete Beispiele. Insomniac Games verweist etwa auf die belebten Straßen von Madripoor und die engen Gassen von Shinjuku. Sucker Punch hebt bei «Ghost of Yōtei» vor allem Figuren und Umgebungen hervor.

Entwicklung gemeinsam mit AMD

QSSR entstand im Rahmen von «Project Amethyst», einer Zusammenarbeit zwischen Sony und AMD. Beide Unternehmen wollen Machine Learning stärker für die Grafikberechnung in Spielen einsetzen.

Sony stellt die QSSR-Bibliothek künftig allen Playstation-Entwicklern zur Verfügung. Für Spiele, die bereits PSSR auf der PS5 Pro unterstützen, soll der Wechsel vergleichsweise einfach sein. Sony-Ingenieur Daniel Craig spricht von wenigen Tagen Feintuning.

Bestehende PS5-Spiele profitieren davon allerdings nicht automatisch. Entwickler müssen QSSR jeweils selbst integrieren. Welche Titel neben «Marvel’s Wolverine» und «Ghost of Yōtei» folgen, hat Sony noch nicht angekündigt.

Titelbild: Miguel Lagoa / Shutterstock

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