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Trivy-Hack: Millionen Zugangsdaten tausender Firmen abgeflossen

Ein Hack bei Trivy und LiteLLM traf mehr Firmen als gedacht: Daten von Firmen und Softwarediensten sind abgeflossen und können missbraucht werden.

Bereits im Frühling erbeuteten Hacker bei einem Angriff auf verschiedene Softwareprojekte zahlreiche Datensätze verschiedener Firmen. Nun stellt sich heraus: Der Hack ist viel grösser als zunächst gedacht. Die Hackergruppierung, die sich «TeamPCP» nannte, erbeutete Daten von mindestens tausend Clouddiensten. Ein Experte der Cybersecurity-Firma Mandiant berichtet, dass er mit «weiteren 10 000 Opfern» rechnet.

So lief der Angriff ab

Der Hack ist mittels einer manipulierten Software-Kette passiert – unter anderem mit dem KI-Dienst LiteLLM. Das Scanningtool Trivy, das eigentlich auf Sicherheitslücken und Schwachstellen aufmerksam machen sollte, wurde geknackt und mit Malware kompromittiert. Später nutzten die Entwickler des Open Source Projekts «Lite LLM» genau die infizierte Trivy-Version in ihrer eigenen Build-Pipeline. Dadurch gelang es «Team PCP», geheime Tokens zu erbeuten und so die manipulierten LiteLLM-Versionen auf «PyPI», dem offiziellen Online-Verzeichnis für Python-basierte Softwarepakete und Librarys, einzuschleusen. Obwohl dies nach nur rund 40 Minuten entdeckt wurde, war der Schaden angerichtet. Eine grosse Anzahl Firmen fing sich den Schadcode ein und «TeamPCP» erbeutete Zugangsdaten zu Clouds, KI-Plattformen, SSH-Server und mehr. Zudem gelangten sie an Keys und Tokens für die Sicherheitsumgebung von Firmennetzwerken. Technische Details findest du auf Github und Endorlabs.

Allein auf Amazon sind über sechs Millionen Nutzer betroffen.
Allein auf Amazon sind über sechs Millionen Nutzer betroffen.
Quelle: Hudsonrock

Was kann mir passieren?

Möglicherweise befinden sich in der riesigen Datenmenge auch Zugangsdaten zu Diensten, die du nutzt. Die Sicherheitsfirmen CloudSEK und Hudson Rock haben die Beute jetzt untersucht. 153 Gigabyte gross mit rund einer halben Million Datensätzen – alle enthalten Zugangsdaten und andere persönliche Informationen von rund 2500 Firmen weltweit. Darunter Amazon, Samsung, Adobe, Epic Games, Ubisoft, Ebay, HP, Nvidia, Microsoft, Cisco, IBM, Intel, SAP, Salesforce, Siemens, Airbus, John Deere, Bosch, Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz, die Deutsche Bahn und weitere. Eine grosse Stichprobe durch unabhängige Experten zeigt, dass die Daten echt sind und teilweise bis heute funktionieren.

Was mach ich jetzt?

Sollte dein Unternehmen auf der Liste von Hudson Rock oder CloudSEK sein, solltest du die dafür zuständige Abteilung in Kenntnis setzen. Wenn du Kunde oder Kundin eines dieser Unternehmen bist, könnte es sein, dass deine Kundendaten abgeflossen sind. Achte deshalb etwa auf Phishingversuche, die auf dich zugeschnitten zu sein scheinen. Ändere die Passwörter von betroffenen Accounts und nutze weiterhin die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys.

Titelbild: Shutterstock

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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