Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Screenshot YouTube / iFixit
News & Trends

Variable Blende des iPhone 18 Pro lässt sich kaum reparieren

Teardown-Videos zeigen das Innere von Apples neuestem Smartphone. Spannend sind vor allem die variable Blende und die Infrarotkamera unter dem Frontdisplay. Reparaturen sind je nach Defekt relativ einfach oder quasi unmöglich.

Die Reparatur-Plattform «iFixit» hat das iPhone 18 Pro in seine Einzelteile zerlegt. In den Fokus gerät dabei die neue variable Blende der Hauptkamera. Die Blendenlamellen aus Polymer sind etwa so dünn wie ein menschliches Haar und werden von Magneten bewegt. «iFixit» demonstriert unter dem Mikroskop, wie die Lamellen über Schlitze und Pins präzise geführt werden.

Ein Nachteil der Miniaturmechanik: Klemmt eine Lamelle oder verbiegt sich, ist eine Reparatur praktisch ausgeschlossen. Laut dem Portal bleibt dann nur der Tausch des kompletten Hauptkamera-Moduls. Dessen Preis lag beim Vorgänger bei rund 250 US-Dollar. Die variable Blende macht es vermutlich noch teurer.

Spannend ist auch der Blick auf die Frontseite. Die Selfie-Kamera und der Punktprojektor bleiben beim iPhone 18 Pro in der verkleinerten Dynamic Island. Doch die Infrarotkamera wandert unter das OLED-Panel. Solche Under-Display-Kameras liefern traditionell eine schlechte Bildqualität – doch das ist hier egal, weil sie nur für Face ID gebraucht wird. Im Bereich der Kamera fehlen in jedem zweiten Pixel-Raster ganze Reihen, sodass das Licht durchdringt. Ein Infrarotfilter verringert Störungen. Für User bleibt das Ganze weitgehend unsichtbar.

Unter dem Mikroskop werden die fehlenden Pixelreihen des Displays im Bereich der Infrarotkamera sichtbar.
Unter dem Mikroskop werden die fehlenden Pixelreihen des Displays im Bereich der Infrarotkamera sichtbar.
Quelle: Screenshot YouTube / iFixit

Abseits der Kameras dokumentiert «iFixit» den überarbeiteten Innenaufbau. Der A20-Pro-Chip sitzt nun aussen auf dem Logic Board, direkt an der deutlich grösseren Vapor-Chamber. Apple spricht von einer verdreifachten Kühlfläche gegenüber dem iPhone 17 Pro. Ein Wärmeleitmaterial überträgt die Hitze in die Kammer, die sich fast über die gesamte Geräterückseite erstreckt. Beim Mobilfunkchip setzen die meisten Varianten auf Apples eigenen C2, nur das US-Modell des iPhone 18 Pro Max nutzt interessanterweise weiter ein Qualcomm-Modem.

7 von 10 Reparierbarkeits-Punkten

In Sachen Reparierbarkeit ergibt sich ein gemischtes Bild. Positiv fällt der verschraubte Batterieträger auf: Der Akku sitzt in einem mit mehreren Schrauben fixierten Metallrahmen. Beim eSIM‑Modell des 18 Pro ist er 16,76 Wh oder 4288 mAh gross, beim Pro Max 21,75 Wh oder 5567 mAh. Die eigentliche Zelle ist weiterhin mit elektrisch lösbarem Kleber befestigt, lässt sich mit Spezialwerkzeug aber sauber aus dem Tray lösen.

Der Akku lässt sich leicht austauschen.
Der Akku lässt sich leicht austauschen.
Quelle: Screenshot YouTube / iFixit

Kritisch sieht «iFixit» den Zugang zu fast allen Komponenten unter dem Display. In drei von vier Testgeräten riss bei der Demontage der weisse Kunststoffrahmen hinter dem Panel. Das Bauteil ist nicht separat erhältlich und Teil des Displaymoduls. Ein beschädigter Rahmen kann dazu führen, dass das Display nicht mehr bündig sitzt und die Abdichtung leidet. Andere Teardowns zeigen, dass der Schaden nicht zwangsläufig auftritt, die Streuung deutet aber auf ein potenzielles Risiko hin. Auch der USB‑C‑Port erweist sich als wenig servicefreundlich. Zwar ist er als eigenes Bauteil ausgeführt, doch die lange Flexleitung und zahlreiche darüberliegende Komponenten machen den Tausch aufwändig.

Das wird teuer: Bricht beim Öffnen der Kunststoffrahmen, bleibt nur ein Austausch des kompletten Displays.
Das wird teuer: Bricht beim Öffnen der Kunststoffrahmen, bleibt nur ein Austausch des kompletten Displays.
Quelle: Screenshot YouTube / iFixit

Trotz dieser Abzüge vergibt «iFixit» für iPhone 18 Pro und 18 Pro Max vorläufig 7 von 10 Reparierbarkeits-Punkten. Der Score ist identisch mit dem des Vorgängermodells. Positiv angerechnet werden der modulare Kameraaufbau, die verschraubte Batterielösung und Apples offizielles Teile- und Kalibrierprogramm. Offene Fragen bleiben beim Displayrahmen und beim Aufwand für Alltagsreparaturen.

Ein zweiter Blick ins Geräteinnere kommt vom YouTuber Zack Nelson («JerryRigEverything»). In seinem wie immer wenig zimperlichen Teardown-Video übersteht das iPhone 18 Pro das Öffnen des Displays ohne Rahmenbrüche. Nelson lobt den grundsätzlichen Zugang für Reparaturen. Er weist aber auch darauf hin, dass sie abseits von Display und Akku sehr schwierig durchzuführen sind.

Titelbild: Screenshot YouTube / iFixit

3 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


News & Trends

Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

Kommentare

Avatar