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OptiJuegos / Spielbarer Kartenausschnitt der zwei-Gigabyte-Version
News & Trends

Weil er es kann: Modder reduziert «GTA 5» von 120 auf 2 Gigabyte

Debora Pape
16-2-2026

Der Modder OptiJuegos komprimiert «GTA 5» von massiven 120 Gigabyte auf winzige 2,29 GB, um selbst auf einfachsten Büro-Laptops spielbare Bildraten zu erzielen. Dass dabei Michaels Villa ihre Möbel verliert und das Telefon zum Systemabsturz führt, ist der Preis für ein flüssiges Erlebnis.

In Zeiten teurer Hardware bleiben so manchem PC-Gamer nur niedrige Grafikeinstellungen, um beim Zocken erträgliche FPS aus dem System herauszukitzeln. Aber was, wenn die niedrigsten Einstellungen nicht ausreichen und das Spiel trotzdem noch ruckelt?

Ein 17-jähriger argentinischer Modder mit schlechter Gaming-Hardware macht aus dieser Not eine Tugend. Sein Hobby: Games auf das spielbare Mindestmaß eindampfen. Sein jüngstes Opfer ist «GTA 5». Der fast 13 Jahre alte Klassiker ist dank der großen Spielwelt, der vielen spielerischen Freiheiten und der noch immer guten Grafik auch heute noch sehr beliebt, vor allem bei Online-Gamern.

Standardmäßig benötigt «GTA 5» mit 120 Gigabyte ordentlich Platz auf der Platte. Der Modder, der unter dem Nickname OptiJuegos auftritt und mehrere YouTube-Kanäle betreibt, konnte das Game auf unter 2,5 Gigabyte drücken – und es ist trotzdem noch mehr oder weniger spielbar. Auf X zeigt er in einem knapp vierminütigen Video einige Spielszenen.

Vollkommen verpixelt, aber Michaels Grundstück ist erkennbar.
Vollkommen verpixelt, aber Michaels Grundstück ist erkennbar.
Quelle: OptiJuegos

Ob das Game so allerdings noch Spaß macht, ist eine andere Frage: Der Spielcharakter Michael ist in der dort gezeigten Version kaum mehr als ein bewegliches Polygon und «matschig» ist eine optimistische Bezeichnung für die Umgebungstexturen. Trotz der drastischen Reduzierung sind nur sieben FPS möglich.

Was kann das reduzierte «GTA 5»?

In folgendem Video, zeigt OptiJuegos eine weitere Variante, die sogar nur 2,29 Gigabyte Platz benötigt und bessere Charaktermodelle erlaubt. Damit sind 30 bis 40 FPS möglich. Der Modder führt im Video durch seine Spielversion und erklärt, wie er die enorme Reduzierung erreicht hat. Dabei geht er auch auf überraschende Erkenntnisse ein, etwa dass das Schießen aus Autos heraus nur drei Megabyte Platz einnimmt und auch die Schwimmphysik aufgrund ihres geringen Ressourcenbedarfs bleiben durfte.

Als Grundlage nutzte OptiJuegos eine bereits vorhandene 12-Gigabyte-Version des Games, die reduzierte Texturen verwendet und weder die Prologmission noch Radio oder Videosequenzen enthält. Das Spiel lässt sich nur im freien Modus erkunden und es bietet auch nur einen Teil der gesamten Spielkarte.

Um das Game noch weiter zu komprimieren, hat OptiJuegos Aktivitäten wie die Autowerkstatt, den Friseur, das Fitnessstudio, das Kino und alle Telefon-Features gestrichen. Auch Möbel in Michaels Villa und einzelne Autoteile mussten zugunsten der Komprimierung weichen.

Laut OptiJuegos sind aber alle Fahrzeuge und Waffen verfügbar und in der Spielwelt bewegen sich auch NPCs sowie Tiere. Tiere sind allerdings vollkommen lautlos: Die Audiodateien würden sonst 30 Megabyte belegen. Und falls du denkst, dass du in dieser reduzierten Version ungestraft Verbrechen begehen kannst, wirst du enttäuscht: Die Polizei ist voll im Einsatz, versichert OptiJuegos.

Schießereien mit der Staatsgewalt sind möglich.
Schießereien mit der Staatsgewalt sind möglich.
Quelle: OptiJuegos

Er löschte den gesamten für die grundlegende Erkundung nicht benötigten Code aus den Spieldateien, etwa das automatisierte Tor an Michaels Grundstücksgrenze. Die detaillierten Baumkronen ersetzte er durch statische, verwaschene Texturen, die kaum Platz einnehmen. Die gesamte Mechanik für den Wechsel zwischen den drei Spielcharakteren ist nicht mehr vorhanden.

Nicht zu empfehlen

Das Entfernen von Code und Inhalten geht allerdings mit Problemen einher. So führen beispielsweise Verknüpfungen ins Leere. Deswegen gibt es in der zwei-Gigabyte-Variante laut OptiJuegos zahlreiche Bugs und er rät selbst davon ab, eine so reduzierte Variante zu spielen: Überschreitest du die Grenze der Spielwelt, ist mit einem Absturz zu rechnen. Möchtest du das Telefon öffnen, folgt ein Crash. Am besten also nichts anfassen und nichts probieren, empfiehlt OptiJuegos während seines Rundgangs durch das reduzierte Los Santos. Dabei erlebt er selbst mehrere Crashes.

In einem FAQ-Dokument erzählt OptiJuegos übrigens, wie er zu seinem Hobby kam. Weil er immer nur schwache Hardware zur Verfügung hatte, musste er sich zwangsläufig mit der Optimierung auseinandersetzen, um Games trotzdem spielen zu können. Das tut er, wie er schreibt, «seit er auf der Welt ist». Leider gibt das Dokument kein Erscheinungsdatum an. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – nach 2023 – nutzte OptiJuegos laut eigenen Angaben einen Computer mit diesen Spezifikationen:

  • Prozessor: Intel Core i5 6500 @ 3,20 GHz mit vier Kernen und vier Threads
  • Integrierte Grafikkarte: Intel HD Graphics 530
  • Arbeitsspeicher: 16 GB DDR4
  • Netzteil: Overtech GT-6500, «kurz vor der Explosion»
Wirkt wie aus einem anderen Jahrhundert: OptiJuegos’ PC-Setup.
Wirkt wie aus einem anderen Jahrhundert: OptiJuegos’ PC-Setup.
Quelle: OptiJuegos

Als Monitore stehen ihm ein Röhrenmonitor und ein LCD-Bildschirm mit 1366 × 768 Pixeln zur Verfügung. Durch den Erfolg seiner YouTube-Kanäle dürfte er sich mittlerweile vermutlich bessere Hardware leisten können.

Auch wenn sein Reduzierungsprojekt in die Kategorie «Ich tue es, weil ich es kann» fällt und kaum einen praktischen Nutzen hat, zeigt es, wie viel auch mit suboptimaler Hardware möglich ist.

Titelbild: OptiJuegos / Spielbarer Kartenausschnitt der zwei-Gigabyte-Version

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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