
Weshalb du bei Screenbars besonders auf den Befestigungsmechanismus achten solltest
Eine Screenbar ist toll: Sie leuchtet den Arbeitsplatz gleichmässig aus und verhindert Display-Spiegelungen. Blöd nur, wenn der Befestigungsmechanismus so konstruiert ist, dass die Lampe ins Gesicht strahlt.
Vor ein paar Wochen habe ich mir eine Screenbar gekauft. Nötig wurde sie nach einem Umzug – zuvor hatte ich tagsüber immer einen schön ausgeleuchteten Arbeitsplatz unter dem Dachfenster.
Nach der Installation war ich überglücklich über mein erneut erleuchtetes Setup und meine Augen dankten es mir auch. Wenige Tage danach gab es auch für den Monitor ein Upgrade. Neu steht ein wunderbarer OLED von Gigabyte, der Aorus FO32U2P, bei mir.
Eigentlich sollte nun alles perfekt sein, oder? Weit gefehlt. Der OLED-Monitor ist enorm dünn, was cool aussieht. Leider ist er zu dünn für die Klemme meiner Screenbar. Die hängt schief oben am Display und zündet mir ständig ins Gesicht. Weiter nach unten neigen lässt sie sich nicht.

Mögliche Lösungen
Leider hat Xiaomi, der Hersteller meiner Screenbar, keine Lösung für dieses Problem parat. Kollege und Screenbar-Savant Lorenz nennt mir zwei Alternativen: Die Laptop Screenbar von Benq. Die wird mit Magneten am Display befestigt. Aber sie ist für meinen Schreibtisch schlicht zu klein. Lorenz' deutlich teurere Benq Halo 2 würde an meinem Monitor halten – zumindest gemäss diesem Reddit-Post oder der Erfahrung von Lorenz. Aber ich will nicht nach wenigen Wochen meine Beleuchtung schon wieder wechseln – und noch mehr Geld ausgeben.

Quelle: Lorenz Keller
Auch Kollege Richie hat einen neuen OLED-Monitor. Er kennt das Problem von seiner Webcam. Seine Lösung: Er klemmt einfach einen Karton dazwischen. Sieht zwar scheisse aus, aber die Kamera hält.
Meine Lösung
Ich entschliesse mich für eine etwas schönere Variante als Richie. Im CAD designe ich flugs einen Klotz, den ich zwischen Monitor und Klemme packe. Die Krümmung bekomme ich auf Anhieb noch nicht perfekt hin und auch Filament in passender Farbe fehlt mir, fürs Erste reicht das aber.

Die Moral der Geschichte? Achte beim Kauf der Screenbar auch auf scheinbar unwichtige Dinge wie die Dicke deines Monitors. Leider geben viele Hersteller keine Details bezüglich des Befestigungsmechanismus an. Hier musst du dich auf Infos von anderen stützen.
Mit dem Aufkommen von OLED- und Mini-LED-Monitoren, die dünner sind als «herkömmliche», wird mein Problem häufiger vorkommen. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller ihre Befestigungssysteme anpassen– schliesslich haben nicht alle Karton einen 3D-Drucker zur Hand.
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.
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