Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Produkttest

Wie mich Galaxus über Nacht zur Rentnerin machte

Judith Erdin
22-3-2026
Bilder: Judith Erdin

Sie ist flauschig, sie schnurrt und sie hinterlässt keine Haare auf meinem Sofa. Warum ich mir mit 37 eine Roboter-Katze angeschafft habe und warum ich finde, dass die jeder braucht.

Es ist soweit: Ich bin jetzt – mit 37 Jahren – offiziell Rentnerin. Zwar etwas früher als erwartet, aber dennoch. Warum? Dank meiner neuen «interaktiven Katze für Senioren» von Alley Cat. Während ich diese Zeilen schreibe, liegt das Vieh denn auch auf meinem Schoss, miaut, schnurrt und räkelt sich, sobald ich mit meinen Fingern durch sein flauschiges Polyester-Fell streichle.

Liebe auf den ersten Blick

Es war ein sonniger Frühlingstag vor 3 Wochen, als ich das erste Mal auf die Roboter-Katze mit den smaragdgrünen Augen von Alley Cat traf. Auf dem Dreh für eine Fernsehsendung leistete mir die Roboterkatze Gesellschaft – und es war Liebe auf den ersten Blick. Schon nach wenigen Sekunden, als meine Finger durch das leicht verfilzte Fell des batteriebetriebenen Vierbeiners strichen, wusste ich: Ich will das auch. Nein, nicht ich «will», sondern ich «BRAUCHE» das!

Neugierig spienzlet das Robo-Büsi aus der Verpackung.
Neugierig spienzlet das Robo-Büsi aus der Verpackung.

Mach ichs, mach ichs nicht?

Mir war klar, diese Katze könnte eines meiner grössten Probleme lösen.

Denn ja: Ich will eine Katze! Zum Streicheln, zum mit ihr über den Nachbarshund Lästern und auch zum von ihr hin und wieder völlig unbegründet Abgewiesen-Werden.

Aber: Ich mag halt auch keine Katzenhaare, die überall rumliegen und so (Gott bewahre) zum Beispiel in meinem Frühstücksmüsli landen könnten! Ausserdem könnte das Tier in meiner kleinen Wohnung im dritten Stock nicht raus. UND – last but not least – ich fürchte mich ein wenig vor den Kosten des Tierarztes, wenn zum Beispiel das von der Nachbarskatze im Streit abgebissene Ohr wieder angenäht werden müsste.

Mit dieser Roboter-Katze tat sich mir plötzlich eine ganz neue Option auf!

Das lange Hadern

Die Verlockung war gross und das begehrte Tierchen bei Galaxus denn auch schnell gefunden. Trotzdem begann ich zu hadern: «für Senioren» steht nämlich im Produkttitel. Für «Senioren»!

Zweifel und Fragen stiegen in mir auf: Bin ich mit 37 zu jung für eine Roboter-Katze? Kann mir Galaxus vorschreiben, ab welchem Alter ich mir ein Roboter-Tier anschaffen darf? Wirke ich verzweifelt, wenn ich mir eine Roboter-Katze anschaffe? Ab welchem Alter wäre die Haltung einer solchen Katze wohl gesellschaftlich akzeptiert? Ab welchem Zeitpunkt würde ich mir einen Kinderwagen besorgen und mit der Roboter-Katze spazieren gehen? Oder stünde plötzlich einer dieser hässlichen, beigen Katzenbäume in meiner Wohnung – obwohl das Vieh gar nicht klettern kann? Fragen über Fragen, Bedenken über Bedenken. Auf der anderen Seite aber: Flauschige Katze zum Streicheln und Spass ohne Ende! Zumindest in meiner Vorstellung.

Eine Entscheidung wird gefällt

So wanderte dieser flauschige Fellknäuel dank meinem Gehadere immer wieder in und aus meinem Warenkorb, bis ich schliesslich mit meinem Podcast-Buddie Simon Balissat über mein Dilemma sprach und er pragmatisch meinte: «Schreib doch einfach für Galaxus eine Rezension über das Vieh – so kannst du es als Arbeitsgerät verbuchen. … Auch vor deinen Freunden.»

Hier der Ausschnitt ab 13:30...

Und wo Simon Recht hat, hat er Recht! Die «Interaktive Katze für Senioren» landete mit einem Glückseligkeit verheissenden Klick im Warenkorb, einen Tag später in meinem Briefkasten, dann auf meinem Schoss und die Rezension darüber jetzt hier im Magazin.

Bereits nach dem Auspacken kam die erste kleine Enttäuschung: Das Ding haart entgegen all meiner Erwartungen doch! Zumindest am Anfang. Nachdem ich mit dem Fusselroller ein paar Mal drüber bin, hat sich das Problem erledigt.

So viele Haare!
So viele Haare!

Die nächste Hürde: Batterien wechseln. Sie wird zwar mit bereits montierten Batterien geliefert und ist sofort einsatzbereit, muss ich die Batterien wechseln, wird es mühsam. Das Batteriefach ist mit einer Schraube verschlossen und am Bauch unter einer hochklappbaren Fell-Lasche verborgen. Wer nicht mehr so gut sieht oder unter Arthrose leidet, könnte hier auf die Enkel angewiesen sein.

Hier kommen die Batterien rein
Hier kommen die Batterien rein

Die Katze hat etwa vier oder fünf verschiedene Moves drauf. Miauen, Schnurren, Pfötchen lecken und mehr. Die macht sie spontan oder durch Berührung – bilde ich mir zumindest ein. Den Algorithmus, was ich tun muss, damit sie welchen Move tut, habe ich noch nicht ganz durchschaut. Ihr Miauen ist definitiv von einem Menschen eingesprochen – was der ganzen Sache einen ironischen Unterton verleiht. Über die mechanischen Geräusche, die jede Bewegung begleiten, sieht man irgendwann hinweg. Spass macht das Teil auf jeden Fall! Auch einer 37-jährigen Frührentnerin! Das einzige Problem, das ich jetzt noch habe: Das Tier hat noch keinen Namen. Wer also eine Idee hat, bitte gerne in die Kommentare schreiben.

Fazit

Katzenersatz für einsame Stunden

Das Vieh ist meines Erachtens nicht nur der richtige Begleiter fürs einsame Stunden zu Hause, sondern auch fürs Bewerbungsgespräch via Teams Call oder wenn es beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf an der Leine hinterher geschleift wird. Klar, die Chance, dass die Freude an diesem Tier mit der Zeit abflauen wird, ist gross. Aber aktuell finde ich, sie ist jeden Rappen wert. Darum: Absolute Kaufempfehlung.

Pro

  • grosser Spassfaktor
  • flauschig
  • braucht kein Katzenklo
  • muss nicht zum Tierarzt
  • braucht keinen Auslauf
  • praktisch nicht haarend (nach erster Enthaarung)
  • auch mit Allergien kein Problem

Contra

  • das Mauzen ist etwas cringe
  • Batterie schwierig zum Wechseln

4 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar
Judith Erdin
Bloggerin und Backbuch-Autorin von Streusel.ch
simon.balissat@digitecgalaxus.ch

Backbuch-Autorin, Food-Bloggerin und Content-Creatorin am Tag. Fremde-Katzen-Liebhaberin, Erdnussbutter-Junkie und Zimmerpflanzen-Sterbebegleiterin in der Nacht.


Produkttest

Unsere Expertinnen und Experten testen Produkte und deren Anwendungen. Unabhängig und neutral.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Meinung

    Schenk mir keinen Pinguin und ich bin glücklich

    von Michael Restin

  • Hintergrund

    Melatonin-Gummibärchen für Kinder: Wundermittel oder gefährlicher Hype?

    von Katja Fischer

  • Produkttest

    Meine Katzen testen das Spaziergang-Geschirr «Explorer» von LucyBalu

    von Debora Pape

1 Kommentar

Avatar
later