

Wofür ich welchen Mac empfehle – Stand Juli 2026
Du willst dir einen Mac kaufen, weisst aber nicht welchen? Dann findest du hier Empfehlungen für verschiedene Ausgangslagen.
Die Speicherkrise hat auch Apple erreicht. Macs sind deutlich teurer geworden. Umso wichtiger wird es, dass du auf der Preisleiter nicht höher kletterst als nötig. In diesem Ratgeber erfährst du, welches Gerät ich wofür empfehle. Dabei beschränke ich mich auf das aktuelle Line-up. Die Liste ist als Leitfaden zu verstehen und nicht als alleinige Wahrheit. Deine Vorlieben und Ansprüche können variieren.
Hinweis 1: Durch die knappen Lagerbestände werden dir manchmal Marktplatz-Angebote zu hohen Preisen angezeigt. Du kannst auf dem Produkt manuell zu den nativen Angeboten von Digitec Galaxus wechseln.
Hinweis 2: Falls du diesen Beitrag nicht aus der Schweiz besuchst, funktionieren die Produktlinks aus technischen Gründen nicht. Du findest die jeweiligen lokalen Versionen der Macs über die Suchfunktion.
Grundsätzliche Tipps
Als Erstes musst du entscheiden, welche Farbe dein neuer Mac haben soll. Je nach Gerät stehen nicht nur Silber, sondern auch andere elegant klingende Optionen wie «Space Schwarz», «Mitternacht» oder «Polarstern» zur Auswahl.
Nimm am besten trotzdem immer Silber.
Für diese Empfehlung gibt es zwei Gründe: Erstens bleibt Silber die einzige Konstante, während Apple andere Farbtöne neu einführt und dann wieder sterben lässt. Kaufst du deinen Mac und Zubehör in Silber, kannst du sicher sein, dass auch neue Geräte in fünf Jahren dazu passen. Zweitens ist die Farbe am wenigsten anfällig auf Fingerabdrücke. Besonders Schwarz und Dunkelblau sehen in kürzester Zeit schmuddelig aus.

Wie viel RAM soll ich nehmen?
Upgrades des Arbeitsspeichers (RAM) sind bei Apple sehr teuer. Seit der Preiserhöhung im Juni 2026 werden pro zusätzlichen 24 Gigabyte (GB) satte 600 Franken fällig – doppelt so viel wie bisher. Deshalb gilt mehr denn je die goldene Regel: Kauf so viel RAM wie nötig, aber so wenig wie möglich. Was das bedeutet, hängt stark von deinem persönlichen Anwendungsfall ab. Für Office-Anwendungen reichen 16 Gigabyte (GB). Kreative Programme wie Lightroom profitieren von mehr Reserven. Noch RAM-hungriger sind lokale KI-Modelle.

Kommst du aus der Windows-Welt, brauchst du nicht unbedingt gleich viel Arbeitsspeicher wie vorher. MacOS geht grundsätzlich etwas effizienter damit um. Es federt zudem temporäre Engpässe mit virtuellem Swap-Speicher auf der SSD ab. Im Extremfall kann das deren Lebensdauer verkürzen, dafür müsstest du sie aber über längere Zeit sehr stark beanspruchen. Dass dein Mac seinen verfügbaren RAM auch abseits leistungshungriger Programme ausnutzt, ist übrigens kein Grund zur Sorge, sondern so gewollt.
Wie gross sollte meine SSD sein?
Auch Speicherplatz ist heutzutage teurer als Safran. Apple will für 512 GB SSD 300 Franken haben, für 1 TB 500 Franken. Daneben wirken High-End-SSDs in der Windows-Welt selbst zu den aktuell überteuerten Preisen wie ein Schnäppchen. Für 579 Franken gibt es zum Beispiel 4 TB mit der gleichen Geschwindigkeit. Überleg dir deshalb gut, ob du deinen Speicher nicht lieber extern erweitern willst. Das hat besonders bei stationären Geräten wie dem Mac Mini kaum Nachteile.

Die interne SSD sollte immerhin so gross sein, dass alle deine Programme und dein aktuelles Arbeitsprojekt darauf Platz haben. Filmbibliotheken, Bildarchive und selten benötigte Dateien würde ich hingegen auf externe SSDs, Netzwerkspeicher oder Clouds auslagern.
Nanotexturglas oder nicht?
Gegen Aufpreis bekommst du das MacBook Pro und den iMac mit mattem Display. Apple setzt dabei nicht einfach eine Beschichtung ein, sondern fräst eine Nanotextur ins Glas. So bleibt der Bildschirm genauso robust wie mit Hochglanzfinish. Die mikroskopisch feine Struktur soll störende Reflexionen verringern.

Der matte Look ist Geschmackssache. Reflexionen werden zwar diffuser, dafür breiten sie sich über eine grössere Fläche aus. Unter dem Strich verschlechtert das Nanotexturglas deshalb in vielen Situationen den Schwarzwert und das Bild wirkt weniger knallig. Dafür verschwinden unruhige Hintergründe und lenken weniger ab. Weitere Vergleichsbilder: 1, 2, 3, 4, 5
Fürs schmale Budget: MacBook Neo
Du brauchst «einfach einen Computer»? Für leichte Aufgaben wie Browsing, Streaming und Textverarbeitung ist das MacBook Neo die perfekte Wahl. Nirgends sonst bekommst du einen so guten Laptop für so wenig Geld. Selbst nach der Preiserhöhung ist es für 679 Franken (offizieller Preis) weiterhin ein guter Deal. Die Marktpreise liegen im Moment je nach Farbvariante sogar noch immer auf dem vorherigen Niveau.
Das MacBook Neo fühlt sich haptisch genauso nach «Premium» an, wie grössere MacBooks. Vom iPhone-Chip A18 Pro und den 8 GB RAM darfst du zwar keine Leistungswunder erwarten, aber für die meisten Alltagsaufgaben reicht er völlig. Auch das Display, die Tastatur und das Trackpad sind für diese Preisklasse hervorragend. Wermutstropfen sind die fehlende Tastaturbeleuchtung und die knappen Anschlüsse.
Mobiles Büro: M5 MacBook Air
Das 15 Zoll grosse MacBook Air ist eines meiner Lieblingslaptops in Apples Sortiment: hübsch, dünn und leicht. Trotzdem hat es viel Arbeitsfläche, eine lange Akkulaufzeit und ist schnell genug für fast alles. Das gilt mit dem Upgrade auf den M5-Chip mehr denn je. Er stemmt auch Programme wie Lightroom problemlos, ausser du nutzt häufig rechenintensive Funktionen wie KI-Rauschfilter.
Die Preiserhöhung hat das grosse Air vergleichsweise wenig getroffen. Es bleibt ein super Gerät für Studierende und Bürogummis, denen das MacBook Neo zu wenig Leistung, RAM oder Speicherplatz bietet. Mit der 15-Zoll-Version kommst du in vielen Situationen ohne externen Bildschirm aus. Die 13 Zoll grosse Variante ist dafür handlicher.
Fixes Büro: M4 Mac Mini
Der Mac Mini war lange Apples bester Deal aller Zeiten. Zum Marktstart kostete die günstigste Version nur 599 Franken. Eine externe Festplatte, ein preiswerter Bildschirm, eine Maus und eine Tastatur später hattest du für gut 1000 Franken ein leistungsfähiges Setup. Im Mai 2026 hat Apple die Basisversion jedoch aus dem Sortiment gestrichen. Nun musst du mindestens 799 Franken für die Variante mit 512 GB SSD ausgeben – oder sogar noch mehr, denn die Lagerbestände sind tief und die realen Marktpreise schwanken wie wild.
Ergatterst du einen Mac Mini zum normalen Preis, ist er weiterhin meine erste Empfehlung für ein stationäres Büro. Der M4-Chip reicht auch für gelegentliche Bildbearbeitung oder einen unkomplizierten Videoschnitt. Weil er aktiv gekühlt wird, muss er nie heruntertakten. Im Normalbetrieb bleibt er trotzdem lautlos. Der winzige Formfaktor und die Auswahl an Anschlüssen überzeugen mich ebenfalls. Wenn du Geduld hast, kannst du auch auf die nächste Version mit M5 warten, die vermutlich demnächst kommt.
Leistungsfähiger Allrounder: M5 Pro MacBook Pro
Du brauchst deinen Laptop für die Arbeit, die von viel Leistung profitiert? Vielleicht bearbeitest du täglich Fotos in Lightroom und Photoshop. Dabei kommen auch aufwändige Filter zum Einsatz und du möchtest Objekte per KI-Maske freistellen. Oder du schneidest Videos und willst dir keine Gedanken machen, ob dein Computer die Grösse deines Projekts und die Auflösung deiner Kamera verkraftet.
Für dieses Szenario würde ich ein 16 Zoll grosses MacBook Pro empfehlen – mit M5 Pro, 24 GB RAM und 1 TB SSD. Auf dem grossen Display arbeitet es sich unterwegs angenehm und der Chip stemmt selbst anspruchsvolle Programme. Insgesamt ist das MacBook Pro ein herausragender Allround-Laptop ohne Schwächen. Er kostet mehr als ein Einsteigergerät, aber der Gegenwert stimmt. Zum Publikationszeitpunkt dieses Artikels findest du noch Lagerbestände unter dem offiziellen Preis. Wie lange das so bleibt, steht in den Sternen.
Selbst wenn du stationär arbeitest, würde ich mittlerweile eher ein 14 Zoll grosses MacBook Pro als einen M4 Pro Mac Mini kaufen. Der kleine Würfel in seiner stärkeren Version ist zwar ebenfalls kompetent. Er kostet aber seit den Preiserhöhungen und der Lieferknappheit nicht mehr viel weniger als das MacBook mit dem neueren Chip und gleich viel RAM und SSD.
High-End-Video, LLMs: M5 Max MacBook Pro
Meine Faustregel lautet: Wenn du fragen musst, ob du die Grafikleistung des M5 Max brauchst, lautet die Antwort «nein». Die grössere GPU lohnt sich nur in Ausnahmefällen. Etwa, wenn du professionell Videos produzierst. Dein Workflow umfasst vielleicht 8K-Rohmaterial und du arbeitest auch in After Effects. Oder du willst grosse KI-Modelle lokal betreiben können.
Gehörst du zu dieser Zielgruppe, wird das M5 Max MacBook Pro deine Arbeit beschleunigen. Apple hat die Leistung gegenüber dem Vorgängermodell nochmals deutlich gesteigert. Willst du noch mehr, kannst du zum M3 Ultra Mac Studio greifen (falls du einen findest). Für den Betrieb von Sprachmodellen gilt: Je mehr RAM und je höher die Speicherbandbreite, desto besser. Im Jahr 2026 wird das allerdings schnell teuer.
Dekorationsobjekt: M4 iMac
Die iMac-Empfehlung ist an drei Bedingungen geknüpft. Erstens: Du brauchst ihn hauptsächlich für Office-Anwendungen. Zweitens: Dir reicht ein 23,5 Zoll grosses Display. Drittens: Dein Computer muss gleichzeitig ein Dekorationsobjekt sein. Denkbare Einsatzorte sind etwa Wohnzimmer, Rezeptionen oder Ladengeschäfte.
In allen anderen Fällen würde ich vom iMac abraten. Er ist im Prinzip ein plattgewalzter Mac Mini mit einem überteuerten Display. Zum gleichen Preis kannst du dir den Mini zusammen mit einem grösseren und besseren Monitor kaufen. Diese Kombination ist flexibler, besser gekühlt und hat mehr Anschlüsse als der iMac. Ausserdem kannst du den externen Monitor über mehrere Computer-Generationen hinweg behalten.
Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.
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