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Siri Schubert
Ratgeber

Meine Packliste für einen 50-Kilometer-Traillauf

Siri Schubert
27-4-2026

Beim ersten Ultra ist alles neu. Mit diesen Ausrüstungstipps gehst du gut vorbereitet an den Start.

Wenn du einen 50-Kilometer-Lauf planst, geht es dir sicher wie mir: Du fragst dich, mit welcher Ausrüstung du die vielen Stunden auf den Trails am besten überstehst. Ich habe meinen ersten Trail-Ultra gerade hinter mir. Und gelernt, was funktioniert und was ich von meiner Packliste streichen kann.

Die Basics: Schuhe, Socken und Weste

Eigentlich sollte bereits Wochen vor einem grossen Rennen feststehen, in welchen Schuhen du läufst. Das war auch bei mir der Plan. Ich hatte zwei klare Favoriten, die sich im Training auf langen Strecken bewährt hatten.

Doch dann schickte mir La Sportiva die neuen Prodigio 2 zum Testen zu. Nach einem 15 Kilometer langen Probelauf stand fest: Ich will wissen, wie sich die Schuhe auf einem langen und anspruchsvollen Trail bewähren. Also schnüre ich sie mir am Morgen des Rennens an die Füsse. Ein ausführlicher Testbericht folgt. Nur soviel vorab: Meine Entscheidung habe ich kein bisschen bereut.

Natürlich gilt weiterhin, am Tag des Rennens nichts völlig Neues auszuprobieren. Aber da ich schon das Vorgängermodell getragen habe, schien mir das Risiko überschaubar.

Bei den Socken setze ich auf die bunten Running-Socken von Incylence. Kürzlich habe ich mich mit dem Gründer der Hamburger Marke getroffen – auch hier folgt ein ausführlicher Beitrag hier im Magazin.

Schwierig wird’s bei den Trinkrucksäcken – aka Running Vests. Ich bin hin- und hergerissen. Soll ich möglichst leicht und minimalistisch laufen? Mit der schlanken 5-Liter-Race-Vest von Nnormal? Oder auf Nummer sicher gehen und mit viel Nahrung und Getränken schwerer und deshalb langsamer unterwegs sein? Letztlich entschied ich mich für den 12-Liter-Rucksack von Montane. Im Nachhinein hatte ich von allem zuviel dabei, das war eine wesentliche Lektion von meinem Ultra-Trail-Debut.

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Jacke, Hose und Dinge, die zu Hause blieben

Welche Hose und welches Laufshirt du am Renntag trägst, hängt vom Wetter ab und ist auch eine persönliche Sache. Viele ziehen das Shirt der Veranstaltung an. Ich trage das lieber nach dem Rennen. Für mich hat das sehr dünne, leichte Pure T-Shirt von La Sportiva gut funktioniert, weil Temperaturen von rund 20 Grad und kein Regen angesagt waren. Wäre es kühler gewesen, hätte ich noch eine dünne, leichte Regenjacke wie diese von Odlo mitgenommen. Sie hilft auch bei Wind oder wenn ich – durchgeschwitzt und ausser Atem – pausieren muss. Eine Regenjacke wurde auch von der Rennleitung empfohlen. Da die Wettervorhersage aber so gut aussah, habe ich darauf verzichtet.

Bei der Hose bin ich einen Kompromiss eingegangen. Vom Wetter her hätten Shorts gepasst. Für lange Lauftights war es definitiv zu warm. Aber um an Gestrüpp und Ästchen vorbei zu kommen, wünschte ich mir etwas mehr Schutz. Deshalb trug ich die Odlo Essentials Dreiviertelhose. Bei den Herren beobachtete ich etwas Ähnliches. Statt in kurzen Race-Shorts waren viele in knapp knielangen Hosen unterwegs.

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Wäre unser Rennen eine Stunde früher gestartet, also um sieben Uhr, wie der am gleichen Tag stattfindende 70-Kilometer-Lauf, hätte ich Ärmlinge wie diese von Dynafit angezogen. Ärmlinge gehören zu meinen Lieblingen fürs Trailrunning. Ich kann mich in Sekundenschnelle den Temperaturen anpassen, ohne im Rucksack nach einer Jacke zu kramen.

Letztlich war ich aber froh, dass ich die Ärmlinge dieses Mal nicht brauchte und der 50+-Kilometer-Lauf erst startete, als die ersten Sonnenstrahlen schon wärmten. Wenn du wissen möchtest, wie ich das gesamte Rennen erlebt habe, erfährst du es hier:

  • Hintergrund

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Pflichtausrüstung und Sicherheit

Bei den meisten Rennen schreiben die Organisatoren ein paar essentielle Gegenstände vor. Beim 50+-Kilometer-Lauf bei Les Courses de Mont Terrible im Schweizer Jura waren es ein Mobiltelefon und ein Trinkbecher, da es an den Verpflegungsstationen keine Becher gab. Ich finde das super, denn so wird Müll vermieden. Ich habe mich für den leichten und faltbaren Becher von Compressport entschieden.

Zusätzlich zum Mobiltelefon habe ich eine kleine Powerbank für alle Fälle eingepackt. Zum Navigieren oder Hilfe holen, falls der Handyakku im ungünstigsten Moment leer ist. Da ich nicht wusste, was mich erwartet, gab mir der Akku emotionale Sicherheit. Neben Tape und Schnur für mögliche Fails an Schuhen oder Rucksack gehört auch eine Rettungsdecke zu meiner Ausrüstung. Sie wurde übrigens auch von der Race-Organisation empfohlen.

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Stöcke, Laufgürtel und Sonnenbrille

Selten war ich so froh, Stöcke dabei zu haben, wie bei diesem Rennen. Bei steilen oder langen Anstiegen bieten sie eine willkommene Entlastung für meine Oberschenkel. Ich bin Fan der Trail Carbon 4 Stöcke des französischen Herstellers TSL Outdoor (hier der ausführliche Testbericht). Der magnetische Klickmechanismus dieser Carbon-Faltstöcke hat es mir angetan, weil er so einfach ist, dass ich ihn auch ohne Brille und mit müdem Kopf noch bedienen kann. Die Crossover-Pads, Gummikappen für die Stockspitzen, schonen die Wege und verringern die Klack-Geräusche.

Wohin mit den Stöcken, wenn ich sie gerade nicht brauche? Klar, in den Laufgurt. Andere haben spezielle Köcher dabei oder befestigen sie am Laufrucksack. Für mich erfordert das zu viel Gelenkigkeit und Konzentration. Die grossen Schlaufen am Compressport-Laufgurt sind ideal, um Stöcke mit zwei Handgriffen zu verstauen. An den Bändern vorne am Gurt kann ich zudem die Startnummer befestigen. Das hat zwei Vorteile: Keine Löcher durch Sicherheitsnadeln im Shirt und die Startnummer bleibt, wie im Reglement gefordert, stets sichtbar, selbst wenn ich eine Regenjacke überziehe. Und Platz für alles, was ich schnell griffbereit haben möchte, wie Energieriegel, bietet der Gurt ebenfalls.

Klar, nicht jeder Lauf ist sonnig. Ich nehme aber fast immer eine leichte Sportsonnenbrille mit, in diesem Fall die Invu Omu.

Tsl outdoor Trail Carbon 4 Magnetic Cork - Laufstöcke (110 cm)
Wanderstöcke

Tsl outdoor Trail Carbon 4 Magnetic Cork - Laufstöcke

110 cm

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Gels, Riegel und Co.

Ich weiss gar nicht mehr, wie oft ich im Vorfeld gehört hatte: «Das Essen ist bei langen Läufen das Wichtigste.» Stimmt! Beim Backyard-Ultra habe ich fast ständig Energie nachgeschoben. Also war auch beim Mont-Terrible-Rennen der Plan: viel essen.

Da ich Zöliakie habe, wollte ich mich nicht auf die Verpflegungsstationen verlassen, sondern – abgesehen von Wasser – selbstversorgt laufen.

Gels sind dabei ein notwendiges Übel, denn sie bringen viel Energie auf wenig Platz. Ich vertrage die Maurten-Gels gut. Damit ich unterwegs nicht mit Verpackungen hantieren und auch nicht immer gleich ein ganzes Gel auf einen Rutsch verdrücken muss, füllte ich die Glibbermasse vorab in eine Gelflask um. Für mich ein echter Gamechanger: Kein Hantieren mit Verpackungen beim Rennen, keine klebrigen Hände und die Möglichkeit, zwischendurch kurz an der Flasche zu nuckeln, wenn es das Gelände und das eigene Pacing erlauben.

«Nimm auch feste Nahrung mit», hatte ich im Vorfeld gehört. Für mich hiess das: ein Erdnussbutter-Marmelade-Sandwich, ein paar Salzbrezeln und verschiedene Riegel von Yfood, Nakd und Be Kind. Dazu Haribo Goldbären. Wenn du das übertrieben findest, stimme ich dir rückblickend völlig zu. Ich hatte viel zu viel dabei, der Grossteil der Verpflegung war am Ziel noch im Rucksack. Da es mein erster langer Trail-Lauf war und ich keine Ahnung hatte, wie lange ich unterwegs sein würde, war mein Motto: lieber zu viel als zu wenig. Nächstes Mal weiss ich es besser.

Bei den Getränken setzte ich auf das Peak Punk Elektrolytgetränk in meinem Trinkrucksack, das lecker nach Orange schmeckt. Zudem hatte ich je 500 Milliliter Wasser und kalten Kaffee in Soft Flasks dabei. Der kalte Kaffee war ein echter Retter. Zwischen süssen Gels einen Schluck Bitteres zu nehmen und gleichzeitig einen Koffein-Schub zu erhalten, war Teil meines Erfolgsrezepts.

Ideen für den nächsten Lauf

Fast alles, was ich dabei hatte, hat super funktioniert und mich nach knapp 52 Kilometern sicher über die Ziellinie gebracht. Mit der Wahl meiner Ausrüstung bin ich deshalb voll zufrieden. Nur beim Essen werde ich deutlich reduzieren. Schliesslich ist es ein Rennen und kein Picnic. Auch die kleine Powerbank darf auf ähnlichen Strecken künftig daheim bleiben.

Was sind deine Tipps für lange Trailläufe? Auf welche Ausrüstung kannst du verzichten? Was hast du immer dabei? Schreib es in die Kommentare.

Titelbild: Siri Schubert

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Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.


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