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Florian Bodoky
Meinung

Pitaka Ultra-Slim: Es ist Liebe

Handyhüllen sind hässlich, klobig und vergilben. Ich hasse sie. Bis ich SIE traf. Die blaue, dünne Aramidfaser-Hülle von Pitaka. Und um mich war's geschehen.

Jedes Jahr werden Dutzende neue Smartphones vorgestellt. Eins teurer als das andere. Dafür sind sie dann aus Edelstahl, mit Titanlegierung, feiner Textur, glossy Finish oder weiss der Geier woraus sonst noch gefertigt. Und die Hersteller ergehen sich in Marketingschwurbeleien, wie sich das dann anfühlt.

Nicht selten legst du dafür heute eine vierstellige Summe hin. Diese Preise führen dazu, dass du das Gerät möglichst lange benutzen willst und es genauso lange schön aussehen soll. Verständlich. Also zack, eine Hülle drauf geknallt. Nur: Handyhüllen sind Schmutz. Echt. Meist bestehen sie aus Hartplastik oder Silikon. Wählst du ein anderes Material, riskierst du, dass das drahtlose Laden nicht mehr funktioniert. Diese Hüllen tun ihren Zweck. Nur, dass du dir dann die angepriesene 1500-Franken-Orgasmo-Haptik an die Wand malen kannst.

Ersetzt haptische Freuden: die Textur des Ultra-Slim Cases von Pitaka.
Ersetzt haptische Freuden: die Textur des Ultra-Slim Cases von Pitaka.

Sie machen dein Handy schwerer als sowieso schon. Machen es klobig und unhandlich und werden eher früher als später speckig und fleckig. Am schlimmsten sind die transparenten Silikonhüllen, weil sie schnell vergilben. Dann sehen sie aus, als hätte man eine Senf-bestrichene Cervelat darin eingewickelt. Brr.

Aber gerade als ich mein Pamphlet gegen die Hüllen veröffentlichen wollte – woraufhin mir wohl sämtliche Hausratversicherungen des Landes auf’s Dach gestiegen wären – habe ich bei einem Kumpel das hier entdeckt:

Es war wie so oft in der Liebe: Sie schlägt ein, wenn man gar nicht danach sucht. Das Ultra-Slim Case von Pitaka fühlt sich an, als wäre da gar nichts. Als hättest du dein Smartphone völlig hüllenfrei in der Hand. So dünn ist sie. Für die seitlichen Tasten gibt es Auslassungen. Gummibeschichtungen gibt’s auch nicht. Du brauchst also nicht zu drücken wie ein Berserker. Die Kamerainsel wird grosszügig frei gelassen, auch wenn die Kante aus Schutzgründen etwas übersteht.

Und dann das Material. Die Hülle besteht aus Aramidfaser. Das sorgt für einen guten Grip, wenn du das Phone in der Hand hältst. Und dennoch flutscht es angenehm, wenn du es in die Hosentasche stecken willst. An Textilien bleibt es nämlich überhaupt nicht hängen (anders als Silikon…). Die Struktur auf der Oberfläche der Hülle ist extrem angenehm anzufassen. Auch wenn ich nicht genau beschreiben kann, wieso. Auch gefallen mir die Farbverläufe. Ich mag Blau. Du kannst das Handy auch weiterhin auf's Display legen. Die Kante an der Front ist zwar kaum sichtbar, dennoch vorhanden. Dein Smartphone bleibt damit auch an den Rändern geschützt, wenn du es nicht gerade mutwillig an der Hauswand entlang reibst.

Schmal, aber da: der Kantenschutz.
Schmal, aber da: der Kantenschutz.

Summa summarum: Ja, die Hülle ist teuer. Ähnlich teuer wie die originalen von Apple. Aber sie ist der perfekte Deal zwischen «Keine Hülle» und geschütztem Smartphone, den ich kenne.

Disclaimer: Dieser Text kann Spuren von extremer Subjektivität enthalten.

Titelbild: Florian Bodoky

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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