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Produkttest

So sanft, schnell und leise habe ich mich unterwegs noch nie rasiert

Der Philips Shaver Series 700 rasiert mich unterwegs so leise und schonend, wie ich das noch nie erlebt habe. Leider hat er auch einen nervigen Makel.

Zu Hause geniesse ich die traditionelle Nassrasur mit Hobel, Creme und Pinsel. Die braucht viele Utensilien und vor allem Zeit. Unterwegs dagegen muss es schnell und einfach gehen. Oft habe ich nur ein paar Minuten, bis ich wieder zu einer Pressekonferenz muss oder Messetermine anstehen.

Daher nutze ich immer wieder Reiserasierer: den Panasonic 900 S, der gut schneidet, aber sehr teuer ist. Den Philips PQ888/06, der viel zu gross ist. Oder die edlen Laifen-Modelle aus Aluminium.

Restlos überzeugt hat mich noch kein Modell. Bis jetzt.

Sanft wie kein anderer

Hin und weg bin ich bereits nach der ersten Rasur. Ich ziehe den Philips Shaver Series 700 über die Wange – und spüre nichts. Ganz sanft vibrieren die zwei gefederten Klingen auf der trockenen Haut. Kein Druck, kein Ziehen, kein Raspeln und trotzdem sind die Haare weg. So sanft und gründlich – ich bin richtig begeistert.

Sieht schick aus und rasiert sehr sanft: der Philips Shaver Series 700.
Sieht schick aus und rasiert sehr sanft: der Philips Shaver Series 700.

Als Nassrasierer mit Schaum und Klinge ist meine Haut Elektrorasierer nicht gewohnt und trocknet sofort aus. Der Series 700 bereitet gar keine Probleme. Er ist für mich der bisher angenehmste Elektrorasierer, den ich getestet habe und überzeugt mich mit knapp über 110 Franken oder 190 Euro sogar mehr als doppelt so teure Topmodelle.

Das Reisemodell rasiert gründlich und präzise. Wangen und Kinn erledigt er in einem Zug. Einzig direkt unter der Nase und in den Kinngrübchen brauche ich mehrere Anläufe, bis alle Haare weg sind.

Die Rasur ist so sanft und effektiv, dass ich das Reisemodell bedenkenlos auch zu Hause im Alltag nutzen könnte. Teure Topmodelle haben nur in einem Bereich einen Vorteil: Die schwierigen Stellen rund um Nase und Mund lassen sich mit noch stärker beweglichen Klingen einfacher erreichen. Zudem rasieren sie längere Stoppeln besser.

Nach einigen Tagen unterwegs nutze ich den Philips täglich auf angefeuchteter Haut. Das ist für mich noch etwas angenehmer als ganz trocken. Gesicht waschen, direkt danach rasieren, Balsam drauf – fertig. Diese Routine dauert nur wenige Minuten.

Nicht zu klein, aber noch Reisegrösse

Der Philips Shaver Series 700 misst neun Zentimeter Höhe, sechs Zentimeter Breite und drei Zentimeter Dicke. Ultrakompakt ist er nicht, aber doch kleiner als die meisten Elektrorasierer. Ins Reisegepäck passt er problemlos. Akku, Motor und das Metallgehäuse erklären die doch immerhin 147 Gramm Gewicht.

Die Metalloberfläche des Rasierers fühlt sich hochwertig an. Zwei Details überzeugen auf Reisen. Der magnetisch befestigte Deckel schützt die Klingen – und lässt sich leicht lösen. Eine edle Kunstlederhülle schützt den Rasierer im Necessaire.

Die Kunstlederhülle schützt beim Transport, braucht aber nicht viel Platz.
Die Kunstlederhülle schützt beim Transport, braucht aber nicht viel Platz.

Der Hersteller aus Holland liefert einen zweiten Aufsatz mit, um die Nasenhaare zu schneiden. Das funktioniert leider mehr schlecht als recht. Ich habe viel zu lange gebraucht, bis alles gekürzt war. Ein günstiger Nasenhaartrimmer für 10 bis 20 Franken ist da deutlich effizienter.

Der Aufsatz für Nasenhaare überzeugt nicht wirklich.
Der Aufsatz für Nasenhaare überzeugt nicht wirklich.

Leise und ausdauernd, aber trotzdem unpraktisch

Überrascht bin ich, wie leise der Reiserasierer arbeitet. Ich messe direkt neben dem Gerät 68 Dezibel. Zum Vergleich die Topmodelle: Beim Philips i9000 waren es 70 Dezibel, beim Braun Series 9 gar 76 Dezibel. Zehn Dezibel mehr nimmt das menschliche Gehör als Verdoppelung der Lautstärke wahr. Der Braun Series 9 ist also, zumindest für unser Gehör, fast doppelt so laut.

Eine zweite Überraschung erlebe ich, als ich die Akkulaufzeit teste. Der Hersteller gibt 60 Minuten an, ich messe 85 Minuten. Damit übertrifft der Rasierer nicht nur die Angabe von Philips deutlich, er hält auch länger durch als die Topmodelle mit 60 bis 75 Minuten.

Schade: Philips setzt weiterhin auf einen eigenen Ladeanschluss. Ein normales USB-C-Kabel genügt nicht. Immerhin: Eine Akkuladung hält bei fünfminütiger Rasur pro Tag für 16 bis 17 Tage. Da ich selten länger am Stück verreise, muss ich das Kabel nicht einpacken. Zudem lässt sich der Philips notfalls auch drahtlos laden – auf jedem Qi-Ladepad. Diese Funktion habe ich noch bei keinem Rasierer gesehen.

Hier kann ich nur das Philips-Kabel einstecken.
Hier kann ich nur das Philips-Kabel einstecken.

Eine Enttäuschung gibt es aber: die Bedienung. Philips verzichtet auf Knöpfe und setzt stattdessen auf einen Touchschieber. Heisst: Ich muss mit dem Finger eine Leiste berühren und dann nach oben sliden. Das schaltet den Motor ein. Nach unten ziehen stoppt ihn wieder. Optisch edel, im Alltag nervt es, denn ich brauche oft zwei Versuche, bis der Rasierer läuft. Das ist unnötig. Immerhin: Auch mit nassen Fingern funktioniert der Slider gleich gut – oder gleich schlecht.

Der Touchslider funktioniert nass und trocken gleich schlecht.
Der Touchslider funktioniert nass und trocken gleich schlecht.

Ersatzklingen kosten rund zehn Franken pro Stück. Laut Philips ist ein Wechsel alle zwei Jahre notwendig. Der Wartungsaufwand bleibt überschaubar.

Hier merke ich auch, warum der Series 700 so gut schneidet. Die Klingen sind nämlich dieselben wie im Topmodell.

Fazit

Der fast perfekte Reiserasierer

Fast hätte ich fünf Sterne vergeben. Der Philips Shaver Series 700 rasiert sanfter als alles, was ich je getestet habe. Und das genug gründlich für eine Topbewertung. Zudem arbeitet er leise und hält lange durch. Die hochwertige Optik und die praktischen Extras überzeugen ebenfalls.

Zu diesem Preis muss Philips für die Bestnote in allen Bereichen abliefern. Wohl aus Design-Gründen setzt der Hersteller auf einen Touch-Schieberegler statt auf einen konventionellen Knopf. Der Slider arbeitet leider zu ungenau und nervt im Alltag. Ebenso setzt der Hersteller auf ein eigenes Ladekabel. Immerhin hält der Akku lange und lässt sich über jedes Qi-Ladepad laden.

Pro

  • sanfte Rasur
  • lange Akkulaufzeit
  • schön und hochwertig
  • leise

Contra

  • teuer
  • ungenaue Touchbedienung
  • nur mit dem Philips Ladekabel aufladbar

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Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


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