Kerbl Spielzeug Katzen-Adventskalender
Beschäftigungsspielzeug Katze

Als Katzenhalterin waren Adventskalender für mich vor allem eines: 24 Mal potenzielle Enttäuschung. Ob meine Katzen das anders sehen?
Adventskalender sehe ich als Minimalistin maximal kritisch. Wieso sollte ich mir 24 Dinge kaufen, von denen ich nicht weiss, ob ich sie überhaupt brauche?! Und wenn es dann noch welche für Haustiere sind … na gute (heilige) Nacht. Die meisten Kalender bei uns im Shop enthalten lediglich Leckerlis – von denen meine Katzen meist die Hälfte liegen lassen.
Kürzlich bin ich jedoch auf ein Exemplar mit Katzenspielzeugen gestossen. Und entschied, es für einen Test richtig auseinanderzunehmen.
Es rasselt und klingelt in allen erdenklichen Tonlagen, als ich den Adventskalender auspacke und die Türchen öffne. Die Hälfte des Kartons fällt mir dabei entgegen oder zerreisst – vielversprechend. Ich hoffe, die Spielzeuge überzeugen mehr als die Verpackung, und lege sie vor mir aus.

Es gibt zwei Arten von Spielzeugen: weiche und rollende. Hinter den Türchen verstecken sich Stoffkissen in allen Farben und Formen, die ich mit Katzenminze – ebenfalls in einem Röhrchen beigelegt – einreiben kann. Sie damit zu füllen, geht nicht: Die Kissen haben dafür keine Öffnungen. Weiter gibt es Bälle in jeglichen Varianten: klingelnd, mit Federn geschmückt oder an Gummibändern befestigt.
Okay, dieser Kalender ist zumindest abwechslungsreicher als die mit den Leckerli. Aber auch für meine Katzen?
Ich breite den ganzen Spielzeugberg vor Jasper und Joy aus. Bälleparadies oder Reizüberflutung? Katze Joy weiss gar nicht, wo sie hinschauen soll. In Kater Jaspers Kopf scheint es zu rattern.

Plötzlich stürzt er sich auf einen weichen Pompon aus roten und grünen Filzkugeln. Ausgerechnet das hässlichste Stück! Aber kaum verwunderlich: Jasper steht auf Filz. Dass er sich auch den rot-grünen Stoffball mit Satinbändern und eine Maus mit Federn krallt, erstaunt mich genauso wenig. Qualitativ lässt sich (noch) nicht meckern: Keines der Spielzeuge, das Jasper versucht zu zerfetzen, geht kaputt.

Joy traut sich nun auch. Sie jagt dem Stoffball mit den Satinbändern und dem roten Paillettenball nach. Natürlich, weil er rasselt! Aus demselben Grund interessieren sie auch Plastikbälle mit Glöckchen. Weshalb es im Kalender zwei fast identische Plastikbälle plus eine ähnliche Rollrassel gibt, erschliesst sich mir nicht. Genauso wenig, weshalb es so viele Kissen braucht (über die Hälfte aller Spielzeuge!). Weil sie am billigsten sind?!

Von einem Produkt bin ich jedoch überrascht: dem weichen Plüschball mit pinker Feder. Joy ist ganz ausser sich. Eigentlich ist er viel zu gross für sie. Aber Katzen ändern ja häufiger mal ihren Geschmack. Also beobachte ich das Spielzeugarsenal noch einige Tage weiter.
Mein Fazit nach über einer Woche fällt kurz aus: Am beliebtesten sind Bälle und alles mit Sisal und Federn. Die Kissen sind mehrheitlich uninteressant. Und die rote Glocke furchteinflössend. Die Qualität bleibt okay. Jasper hat an Tag drei nur eine Filzkugel des Pompons abgebissen.

Es kann natürlich gut sein, dass das bei deinen Stubentigern anders aussieht. Was ich jedoch katzenübergreifend sagen kann: So viele funktional identische Kissen sind für die Katz. Die Bälle könnten sich lohnen, wenn du deinen Vierbeiner neu hast und herausfinden willst, welche ihm gefallen.

Ob es dafür gleich einen Adventskalender braucht? Naja. Für durchschnittlich 1,50 Franken pro Spielzeug würde ich das Geld lieber gezielt in ein paar gute, ausgewählte Stücke investieren. Oder du sprichst dich mit befreundeten Katzeneltern ab und tauschst Spielzeuge aus. Das spart Geld, Platz und Nerven.
Was würdest du in einen Adventskalender für Katzen packen? Verrate es in einem Kommentar.
Pro
Contra
Kerbl Spielzeug Katzen-Adventskalender
Beschäftigungsspielzeug Katze
Ich liebe alles, was vier Beine oder Wurzeln hat – besonders meine Tierheimkatzen Jasper und Joy sowie meine Sukkulenten-Sammlung. Am liebsten pirsche ich auf Reportagen mit Polizeihunden und Katzencoiffeurinnen umher oder lasse in Gartenbrockis und Japangärten einfühlsame Geschichten gedeihen.
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