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Sony / Housemarque
Ratgeber

13 Tipps für «Saros»: So meisterst du das brutale Game

«Saros» ist brutal. Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg.

«Saros» ist eines der schwierigsten Spiele des Jahres. Du ballerst dich durch prozedural generierte Level auf einem fremden Planeten voller blutrünstiger Aliens und Roboter. Selbst unscheinbare Feinde können dich im Handumdrehen killen. Das fordernde Bullet-Hell-Gameplay verlangt schnelle Reflexe und die absolute Beherrschung der rasanten Schuss- und Dash-Mechaniken.

Mit diesen 13 Tipps gelingt dir der Einstieg in diese brutale und düstere Welt bestimmt.

Hinweis: In diesem Guide behandle ich nur Einsteigertipps, die sich auf die ersten Spielstunden (bis zur dritten Welt nach dem zweiten Boss) beziehen. Du musst keine Angst vor Spoilern haben.

Positioniere dich richtig und schau auf die Map

In vielen Kampfsituationen wirst du von mehreren Gegnern gleichzeitig angegriffen. Besonders fies: Neue Monster können auch hinter dir spawnen. Befindest du dich mitten im Getümmel, wirst du schnell von der Bullet-Hell überwältigt – egal, wie gut deine Ausweich-Skills sind.

Deshalb: Eine saubere Positionierung ist das A und O. Versuche, alle Feinde stets vor dir zu halten. Gehe dann systematisch vor und kümmere dich zunächst um die näher gelegenen Monster, bevor du die weiter entfernten in Angriff nimmst. Zudem lohnt es sich, immer in Bewegung zu bleiben – so brauchen zielsuchende Kugeln länger, um dich zu treffen.

Schau dir auch die Minimap unten rechts an. Sie verrät dir, wo sich Gegner befinden. So kannst du dich noch einfacher positionieren. Äther, den Feinde fallen lassen, ist ebenfalls auf der Karte vermerkt. Auch wenn es sich zunächst komisch anfühlt, inmitten des Kugelchaos auf eine kleine Karte zu schauen – es hilft ungemein und ist gerade in den späteren Levels oft ein Lebensretter.

Lass dich nicht einkesseln!
Lass dich nicht einkesseln!

Spiele mit Kopfhörern und 3D-Audio

Studio Housemarque hat beim Sounddesign von «Saros» ordentlich abgeliefert. In einem Blogpost erklärt das finnische Unternehmen, dass es besonders stolz auf die 3D-Audio-Funktion sei. Was sich liest wie leeres Marketing-Blabla, ist tatsächlich ein Killer-Feature.

Ich empfehle dir, das Game mit guten Kopfhörern zu zocken. So ist es viel einfacher abzuschätzen, von welcher Seite du angegriffen wirst. Es ist erstaunlich, wie genau ich sagen kann, wo sich ein Gegner hinter mir befindet oder aus welcher Richtung ein tödlicher Schuss kommt. Das macht das Game besser lesbar und damit zugänglicher.

Um die 3D-Audio-Funktion der PS5 zu nutzen, brauchst du keine speziellen Kopfhörer. Die meisten Stereo-Kopfhörer sind mit dem Feature kompatibel. Wichtig: Du musst die Kopfhörer entweder direkt mit der PS5 verbinden (via USB-Kabel oder USB-Dongle) oder die Kopfhörer in deinen PS5-Dualsense-Controller einstecken. Verbindest du Bluetooth-Kopfhörer mit deinem TV, wirst du das 3D-Audio nicht hören.

Ich nutze die (nicht mehr erhältliche) Vorgängerversion von Sonys Pulse Elite und meine WH-1000XM4.

Mit 3D-Audio spüre ich die Schüsse förmlich.
Mit 3D-Audio spüre ich die Schüsse förmlich.

Nimm immer alle optionalen Wege

«Saros» stellt dich in seinen prozedural generierten Levels immer wieder vor die Wahl. Du kannst entweder dem Hauptpfad folgen, der dich effizient zum Ziel bringt (blaue Fahne). Oder du nimmst Abzweigungen, die in optionale Spielgebiete führen (weisse Fahne).

Nimm immer alle optionalen Wege. Vor allem in den ersten Biomen kannst du damit nichts falsch machen. Es warten keine übermächtigen Gegner oder fiese Fallen auf dich, sondern Äther, Waffen und Upgrades.* Also, trau dich und erforsche das wunderschöne Carcosa.

*Ich übernehme keine Haftung, falls dich doch mal ein übermächtiger Feind killt.
*Ich übernehme keine Haftung, falls dich doch mal ein übermächtiger Feind killt.

Lies die Beschreibungen der Waffen und Upgrades genau durch

Ich liebe es, wie ein Staubsauger neue Waffen und Upgrades einzusammeln. Aber Achtung! Bevor du etwas aufhebst, solltest du dir die Beschreibung des Items genau durchlesen.

Bei Waffen ist es essenziell zu wissen, ob sie eine Auto-Aim-Funktion haben oder nicht. Knarren mit Auto-Aim verschiessen Kugeln, die ihre Ziele verfolgen. Bei Knarren ohne Auto-Aim musst du selbst zielen – dafür verursachen die Schüsse mehr Schaden. Sei nicht wie ich, der anfangs unwissentlich Waffen ohne Auto-Aim gewählt hat. Das Spiel verrät dir, ob ein Gerät die Funktion hat, sobald du es nimmst. Achtung: Die entsprechende Einblendung kann manchmal auf sich warten lassen.

Beschwörst du eine Sonnenfinsternis hervor (indem du einen Blumenstrauss aus Händen aktivierst), musst du vor allem bei der Auswahl von Upgrades Acht geben. Die sogenannten «Verderbten Artefakte» bringen grosse Vorteile, jedoch auch verheerende Nachteile mit sich. Überlege dir, ob diese Nachteile mit deinem Spielstil kompatibel sind.

«Auto-Treffer inaktiv»: Diese kleine Einblendung (Mitte) warnt mich vor der Änderung.
«Auto-Treffer inaktiv»: Diese kleine Einblendung (Mitte) warnt mich vor der Änderung.

Setze Schlüssel mit Bedacht ein

Auf deinen Runs wirst du Schlüssel finden, mit denen du spezielle Behälter öffnen kannst. Schön. Aber es lohnt sich noch mehr, diese Schlüssel für spezielle Türen einzusetzen. Hinter diesen verbergen sich meist noch viel mehr hilfreiche Goodies. Also: Sparen und Türen suchen.

Überlege zudem, ob es sich überhaupt lohnt, einen Schlüssel zu verwenden. Wenn du das Gefühl hast, dass deine aktuelle Knarre, Energiewaffe und deine Artefakte ausreichen, lohnt es sich zu warten. Ich mache die Entscheidung jeweils vom Level-Gap fest. Ist meine ausgerüstete Waffe deutlich unter dem Level von Waffen, die ich in der Umgebung finde, lohnt es sich, Schlüssel einzusetzen.

Hinter diesen Türen warten grosse Schätze.
Hinter diesen Türen warten grosse Schätze.

Nutze das Alt-Feuer der Waffen

Alle Knarren in «Saros» haben alternative Feuermodi. Die aktivierst du, indem du den L2-Trigger zur Hälfte nach unten drückst. Auch wenn die Bedienung anfangs gewöhnungsbedürftig ist, es lohnt sich, mit den zusätzlichen Funktionen zu experimentieren.

Meine Lieblingswaffe, die ich ins Endgame mitgenommen habe, ist die Armbrust. Mit dem Alt-Feuer verschiesse ich Salven, die nicht nur automatisch ihr Ziel suchen, sondern es auch mehrmals treffen und sich zu benachbarten Gegnern ausbreiten. Fühlt sich ein bisschen OP an. Mir egal, das hab ich mir verdient.

Keine Angst, die Waffe kannst du nicht verpassen. Du schaltest sie im Spielverlauf frei.
Keine Angst, die Waffe kannst du nicht verpassen. Du schaltest sie im Spielverlauf frei.

Dualsense Edge lohnt sich

Bei «Saros» lohnt es sich, mit dem Dualsense Edge zu spielen. Der teurere Pro-Controller hat im Vergleich zur normalen Version Backpaddles, die du frei programmieren kannst. Ein Killer-Feature bei einem Spiel, das so viele Knöpfe beansprucht, die oft gleichzeitig oder kurz nacheinander betätigt werden müssen.

Bei mir sind die Backpedals zusätzliche Dash- (L1) und Schild-Knöpfe (R1). So können meine Zeigefinger auf L2 (Alt-Feuer und Energiewaffe) und R2 (Schiessen) bleiben. Mit diesem Setup weiche ich schneller aus, setze den Schild präziser ein und kann mich auf den Einsatz der Alt-Feuermodi konzentrieren (L2 zur Hälfte drücken).

Simon nutzt die Tasten anders. Er mag es nicht, den L2-Trigger nur zur Hälfte zu betätigen und hat die Alt-Feuermodi auf die Backpaddles programmiert.

Ich kann nicht mehr ohne Backpaddles.
Ich kann nicht mehr ohne Backpaddles.

Du kannst die Farbe der Schüsse anpassen

«Saros» arbeitet mit klar codierten Schussfarben. Blaue Projektile kannst du mit dem Schild abwehren oder durch sie hindurchdashen. Gegen gelbe Schüsse hilft nur ein Dash. Roten Projektilen musst du ganz ausweichen oder sie mit einem gut getimten Schlag parieren (die Fähigkeit erhältst du erst im späteren Spielverlauf).

Kannst du dir die Farben nicht merken oder siehst aufgrund einer Sehschwäche die Unterschiede nicht? Keine Sorge, in den Optionen unter Einstellungen > Grafik > runterscrollen kannst du die Projektilfarben nach Lust und Laune austauschen.

Viel Spass beim Experimentieren.
Viel Spass beim Experimentieren.

Diese Modifikatoren machen das Spiel zugänglicher

Nach dem zweiten Boss erhältst du Zugang zu Modifikatoren. Mit diesen kannst du dir das Leben auf Carcosa vereinfachen – oder noch schwerer machen.

Die Modifikatoren sind aufgeteilt in Boni («Schutz») und Mali («Prüfung»). Bist du Masochist, kannst du so viele Mali ausrüsten, wie du möchtest. Du kannst jedoch nicht unendlich viele Boni aktivieren und dich wie Rambo durch Gegnerhorden kämpfen. Jeder Bonus hat einen Wert, der mit einem Gegenwert auf der Malus-Seite ausgeglichen werden muss.

Mein Tipp: Wähle den Bonus «Schadensverbesserung» und stelle ihn auf die höchste Stufe. Damit bist du 7 Punkte im Minus. Um den Regler in einen akzeptablen Bereich zu bekommen, wähle auf der Malus-Seite die «Verderbnis-Verbesserung» auf Stufe 2 (so landest du bei minus 3 Punkten, was gerade noch im gültigen Bereich liegt).

Mit dieser Kombination teilst du spürbar mehr Schaden aus. Gegner, die zuvor Kugeln wie Schwämme aufgesaugt haben, haust du problemlos weg. Mit dem Malus sammelst du schneller Verderbnis – das wirkt sich negativ auf deine maximale Gesundheit aus. Die Verderbnis kannst du jedoch schnell wieder loswerden. Aktiviere dafür deine ausgerüstete Energiewaffe (L2 ganz nach unten drücken) und ballere damit. Bonus-Tipp: Rüste als Energiewaffe den «Demoralisierer» aus. Damit kannst du jederzeit schiessen, wenn du Energie hast – im Gegensatz zur «Protuberanz», deren Energie du zunächst bis zu einer bestimmten Schwelle aufladen musst.

Mein Geheimrezept.
Mein Geheimrezept.

Gehe zurück

«Saros» ist viel zugänglicher als der Vorgänger «Returnal». Steckst du bei einem Boss fest, lohnt es sich meist, die bisher erspielten Biome nochmals aufzusuchen und zu grinden.

So sammelst du tonnenweise Lucenyt, um permanente Fähigkeiten freizuschalten. Und du findest das seltene Halcyon, das für besondere Upgrades benötigt wird. Im Spielverlauf lernst du zudem neue Fortbewegungsmöglichkeiten, die dir zusätzliche Wege in bereits bekannten Gebieten eröffnen.

Jeder Ausflug bringt dich im Skilltree etwas weiter.
Jeder Ausflug bringt dich im Skilltree etwas weiter.

Boss-Guide Nummer 1: Der Prophet

Lass dich von den vielen Kugeln des ersten Bosses nicht abschrecken. Der Prophet ist gar nicht so zäh, wie er aussieht. Das Monster hat drei Phasen, die du durchmachen musst.

Phase 1: Bevor du dem Boss Schaden zufügst, musst du die ekligen Pflanzendinger an der Wand zerschiessen.

In dieser Phase greift dich der Prophet mit zwei Schussarten an. Weiche den gelben Projektilen aus (Dash, L1). Achtung – bei der horizontalen Projektilwand musst du nach vorne (nicht nach links oder rechts) dashen.

Hier hilft nur die Flucht nach vorn.
Hier hilft nur die Flucht nach vorn.

Absorbiere die blauen Projektile mit deinem Schild (R1) und lade so deine Energie auf. Greife den Boss dann mit deiner Energiewaffe an. Wiederhole das Ganze bis zu Phase 2.

Schild aktivieren und warten.
Schild aktivieren und warten.

Phase 2: Jetzt schiesst der Prophet die hässlichen Pflanzendinger auf den Boden. Sie breiten sich aus und pflanzen nervige Grasflächen, die deine Bewegungsfreiheit einschränken. Knalle sie ab, bevor du dich um ihn kümmerst. Getötete Pflanzendinger droppen manchmal Äther. Hast du den Boden gesäubert, widmest du dich wieder den Pflanzendingern an der Wand, bevor du dann endlich den Boss angreifst.

Hol dir den gedroppten Äther, falls du getroffen wirst.
Hol dir den gedroppten Äther, falls du getroffen wirst.

Weiche den Schüssen wie in Phase 1 aus. Der Prophet hat ein paar neue Schussmuster auf Lager, das Prinzip mit gelben und blauen Projektilen bleibt aber gleich.

Lass dich nicht von der Menge an Projektilen beeindrucken. Du schaffst das.
Lass dich nicht von der Menge an Projektilen beeindrucken. Du schaffst das.

Phase 3: Die einfachste aller Phasen. Der Boss streckt seine Tentakel (?) aus und sperrt dich in einem engen Korridor ein. Du kannst nicht mehr nach links oder rechts ausweichen, sondern nur noch nach vorn oder nach hinten. Kein Problem, denn denk dran: Beim Dashen bist du für kurze Zeit unverwundbar.

Keine neuen Schussmuster, dafür weniger Bewegungsfreiheit.
Keine neuen Schussmuster, dafür weniger Bewegungsfreiheit.

Boss-Guide Nummer 2: Bastion

Der zweite Boss hat einige Tricks mehr auf Lager. Mit diesen Tipps ist aber auch Bastion ein Klacks.

Phase 1: Bastion greift dich mit verschiedenen Schussmustern an. Dashe durch die gelben Teile der Projektile oder lade im blauen Teil Energie mit deinem Schild auf.

Manchmal gibt's auch gelbe Schockwellen. Springe drüber oder dashe hindurch.
Manchmal gibt's auch gelbe Schockwellen. Springe drüber oder dashe hindurch.
In der Mitte bleiben, Schild aktivieren und Energie aufladen. Easy.
In der Mitte bleiben, Schild aktivieren und Energie aufladen. Easy.

Achtung – ab und zu verschiesst der Roboter (?) einen tödlichen Laserstrahl. Wenn du siehst, dass er auflädt: Renne zur Seite und bleib nicht stehen. Links und rechts in der Arena sind Feuerplattformen verteilt. Sobald du dort ankommst, spring hoch und dashe zurück in die Mitte. Bis dahin sollte der Killer-Laser vorbei sein.

Während Bastion mit dem Laser ballert, kannst du bloss eines tun: fliehen.
Während Bastion mit dem Laser ballert, kannst du bloss eines tun: fliehen.

Am Ende der ersten Phase erscheinen Mini-Roboter im Boden. Achtung, sie schiessen schnell. Erledige sie, um zur nächsten Phase zu gelangen. Einige Roboter droppen Äther.

Nervige kleine Viecher.
Nervige kleine Viecher.

Phase 2: Wie Phase 1, nur mit mehr Schussmustern. Dort, wo Blau war, ist jetzt manchmal Gelb und umgekehrt. Ab und zu schmuggelt der Schlingel auch rote Schüsse ins Muster.

Bastion verschiesst zudem ultraschnelle, zielsuchende gelbe Projektile, die dich von der Seite anvisieren. Warte, bis sie dich beinahe treffen und dashe dann in die Richtung, aus der sie geflogen kamen. Dashst du zu früh, erleidest du Schaden.

Timing ist alles.
Timing ist alles.

Bei der Wand aus roten Projektilen musst du bei den gelben Sprung-Netzwerken in der Mitte der Arena in die Luft springen.

Nur springen hilft.
Nur springen hilft.

Bevor du in Phase 3 übergehst, musst du wieder nervige Mini-Roboter töten. Einige davon haben rote Schutzhüllen. Zerstöre sie mit einer Melee-Attacke (R1). Einige sitzen eine Ebene weiter oben. Du erreichst sie mit dem Sprung-Netzwerk.

Eine Melee-Attacke genügt.
Eine Melee-Attacke genügt.

Phase 3: Wie Phase 2, nur schneller und mit mehr Variation bei den Schussmustern. Ich glaub an dich.

Git Gud

Zum Schluss noch der wichtigste Tipp. Auch wenn «Saros» viel zugänglicher ist als «Returnal», ist es immer noch ein klassisches «Git Gud»-Game. Egal wie viele Tipps du befolgst, OP-Modifikatoren ausrüstest oder mächtige Waffen verwendest – am Ende des Tages musst du die Baller- und Dash-Mechaniken perfekt beherrschen.

Lass dich nicht demotivieren, wenn's mal nicht klappt. Ein Tag Pause bewirkt Wunder. Nimm dir Zeit, denn bei «Saros» ist der Weg das Ziel.

Titelbild: Sony / Housemarque

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Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.


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