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Michael Restin
Ratgeber

Brille richtig putzen: Tipps vom Profi

Kaum etwas ist nerviger als eine verschmierte Brille. Höchstens eine verkratzte. Ein Experte von Optikschweiz erklärt, wie du den Kampf um klare Sicht gewinnst und welche Fehler fatal sein können.

Vergangene Woche im Videocall. Ich beobachte, wie ein Kollege seine neue Brille von der Nase nimmt, sie aus einem Flacon mit Zerstäuber einsprüht und andächtig zu polieren beginnt. Selbst schaue ich durch etwas ältere Gläser, die schon wieder gelitten haben. Ein Kratzer hier, eine trübe Stelle dort – immer dasselbe Elend.

Mache ich etwas falsch? Brauche ich auch so ein Zaubermittel? Worunter leidet die Beschichtung am meisten? Einen Anruf beim Branchenverband Optikschweiz später bin ich schlauer. Mediensprecher Dominic Ramspeck erklärt mir, worauf es ankommt und was ich getrost weglassen kann.

Fangen wir mit der wichtigsten Frage an: Welche Fehler machen die meisten Menschen beim Brillenputzen?
Dominic Ramspeck: Dass sie zu ungeeigneten Mitteln greifen. Unterwegs nehmen viele gerne mal das Nastuch oder, was am schlimmsten ist, Haushaltspapier. Die meisten Brillen haben ja empfindliche Beschichtungen. Je mehr Sie die Oberfläche durch harte Fasern zerkratzen, desto stärker leidet diese. Der beste Tipp zur Reinigung ist, dass man sie in die tägliche Routine aufnimmt.

Mann mit Durchblick: Dominic Ramspeck ist Mediensprecher von Optikschweiz.
Mann mit Durchblick: Dominic Ramspeck ist Mediensprecher von Optikschweiz.
Quelle: zvg

Und wie sollte die tägliche Brillenpflege aussehen?
Sie putzen die Brille am schonendsten, wenn Sie sie als erstes unter lauwarmem Wasser abspülen. Auf dem Glas finden sich zum Beispiel auch härtere Staubpartikel, die sehr klein und aggressiv sein können. Wenn Sie diese mit einem Tuch wegreiben, entstehen Kratzer.

Ich fürchte, ich weiss, wovon Sie reden …
Deshalb ist es wichtig, die Brille zuerst gut abzuspülen. Damit entfernen Sie diesen Schmutz und können dabei auch die Nasenstege und die Bügel reinigen. Das gehört ebenfalls zur Hygiene. Zwar sind diese hauptsächlich durch unsere eigenen Bakterien besiedelt, was nicht so schlimm ist. Sie nehmen aber auch Keime aus der Umgebung auf.

Beim Abspülen kann ich also nicht viel falsch machen?
Vielleicht bei Holzbrillen oder Modellen aus ganz speziellen Materialien, zu denen Sie aber beim Kauf Pflegehinweise bekommen sollten. Kunststoff oder Metall können Sie gut abspülen, solange Sie kein heisses Wasser und keine rückfettende Seife verwenden. Diese würde die Gläser wieder verschmieren. Normale Seife oder Spülmittel genügt. Und bitte nicht zu fest reiben. Das ist nicht gut und gilt übrigens auch beim Trocknen: nur mit mässigem Druck arbeiten und ganz weiche Fasern verwenden. Ideal sind Brillenputztücher aus Mikrofasern oder ein altes T-Shirt aus Baumwolle.

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Wenn ich keine Möglichkeit habe, die Brille vorher abzuspülen, sollte ich demnach also besser die Finger davon lassen und gar nicht erst reiben?
Eigentlich ja. Staub wegzupusten oder die Brille anzuhauchen bringt zumindest noch etwas Feuchtigkeit auf die Oberfläche, damit es beim Reiben eher schmiert und weniger kratzt. Aber so entstehen Mikroläsionen, die die Lebensdauer verringern.

Gerade im Herbst und Winter komme ich häufig mit Regen oder Schnee auf der Brille irgendwo an. Wie behelfe ich mir am besten, wenn ich kein Tuch dabei habe?
Wenn niemand zuschaut, nehme ich mein T-Shirt und putze die Brille damit. Ich trage meine Baumwollshirts lange, die Fasern sind schön weich. (lacht)

Das beruhigt mich, so mache ich es auch. Wie sollte ich eigentlich meine Brillenputztücher aus Mikrofasern waschen?
Möglichst ohne Weichspüler, eigentlich reicht dafür einfach heisses Wasser.

Bei uns werden auch viele Tücher verkauft, die eine Antibeschlagwirkung haben sollen. Da steht dann zum Beispiel etwas von «super-hydrophiler Nanotechnologie» in der Beschreibung. Bringt das etwas oder raten Sie ab?
Diese Tücher sind in der Coronazeit entstanden, da hat sich durch die Masken der Atem mehr auf den Gläsern niedergeschlagen. Grundsätzlich verschmieren Sie damit die Gläser. Es ist eine weitere Schicht, die Sie irgendwann wegspülen müssen und somit nicht empfehlenswert – es sei denn, Sie leiden sehr unter beschlagenden Gläsern.

Etwas Ähnliches gibt es auch noch als Spray …
Das ist dann Schmiere mal zwei.

Dann gibt es natürlich auch noch die Ultraschallreinigungsgeräte für zu Hause. Sind die nützlich oder kann ich da auch etwas falsch machen?
Gute Geräte sind nützlich, aber oft ist das auch ein bisschen übertrieben. Je nachdem, woher man seine Brille hat, kann man auch mal wieder bei seiner Optikerin oder seinem Optiker vorbeigehen. Die kontrollieren die Brille und machen eine Grundreinigung im Ultraschallbad.

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Haben Sie denn zum Abschluss noch einen Tipp, den Sie allen Brillenträgerinnen und -trägern zur Pflege mitgeben würden, der noch nicht genug beherzigt wird?
Seid ein bisschen achtsam im Umgang mit starker Hitze. Kurz mal den Backofen aufzumachen und in der heissen Luft zu stehen, ist nicht schlimm. Aber wenn man länger an Glut und Feuer rangeht oder im Sommer am Grill steht, beeinträchtigt das die Beschichtung. Ein «No-Go» ist auch, Brillen in der prallen Sonne auf dem Armaturenbrett im Auto liegen zu lassen.

Wie reinigst du deine Brille? Ich schaue durch frisch polierte Gläser in die Kommentarspalte.

Titelbild: Michael Restin

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Einfacher Schreiber, zweifacher Papi. Ist gerne in Bewegung, hangelt sich durch den Familienalltag, jongliert mit mehreren Bällen und lässt ab und zu etwas fallen. Einen Ball. Oder eine Bemerkung. Oder beides.


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