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Siri Schubert
Hintergrund

So kannst du dein Ferienfeeling verlängern

Nach dem Urlaub in Portugal vermisse ich die Wellen – doch wie sich herausstellt, kann ich die auch in der Schweiz haben. Beim Wakesurfen. Ich frage mich, warum ich diesen Sport nicht schon früher entdeckt habe.

Im Wassersport gibt es wenig, was ich noch nicht gemacht habe. Nur Wakesurfen und Wakeboarden hatte ich bisher noch nicht auf dem Radar. Das ändert sich gerade. Ich habe meine dritte Lektion hinter mir. Und kann es kaum erwarten, wieder auf dem Brett zu stehen.

Tipps vom Profi

Meine Sessions buche ich bei der Wakeboard Academy in Zürich, wo ich Academy-Head-Coach Sascha Gattiker treffe. Sascha ist mehrfacher Schweizermeister und Europameister. «Bei den Weltmeisterschaften 2026 hat es leider nicht ganz gereicht, da bin ich Vierter geworden», sagt er. Er ist bescheiden, ich bin beeindruckt. Sascha hat sechs Geschwister, alle sind Wakeboard-begeistert und arbeiten zum Teil auch im Familienunternehmen, der Academy.

Sascha Gattiker leitet die Wakeboard Academy und fährt selbst an der Weltspitze mit.
Sascha Gattiker leitet die Wakeboard Academy und fährt selbst an der Weltspitze mit.

Sascha empfiehlt, zuerst mit dem Wakeboarden anzufangen. «Beim Wakeboarden lernst du von Anfang an eine korrekte Körperhaltung», sagt er. Trotz des Ratschlags vom Profi: Mich reizt das Wakesurfen mehr. Ich finde die Vorstellung des Flows auf der Welle enorm attraktiv. Er kann das verstehen: «Wakesurfen ist sehr leicht zu lernen. Es ist langsamer, viel sanfter und es kann weniger passieren. Es ist auch mehr zum Breitensport geworden, während Wakeboarden mehr Action bietet.»

Auf dem Wasser

Perfekt. Es geht also los aufs Boot, wo ein weiterer Coach übernimmt. Ich habe ein bisschen Respekt, denn bisher war ich hauptsächlich mit dem SUP in den Wellen, auf dem Surfbrett aber noch nicht so oft. Ob mir die SUP-Erfahrung beim Wakesurfen hilft?

Der Wasserstart gelingt dank der guten Instruktion auf Anhieb. Schon stehe ich in der Welle. Noch zieht mich das Seil, doch nach einer kurzen Eingewöhnung nehme ich meinen Mut zusammen und lasse los. Und lande nach wenigen Augenblicken im Wasser.

Parat für den Wasserstart: Er geht leichter, als gedacht.
Parat für den Wasserstart: Er geht leichter, als gedacht.

Beim nächsten Mal geht’s schon besser. Leider sind die Standard-Sessions nur 15 Minuten lang, deshalb habe ich zwei in Folge gebucht. Ich sehe bei jedem Versuch einen Fortschritt. Das ist das Gute daran, Anfängerin zu sein und Instruktionen vom Coach auf dem Boot zu bekommen. Und schon nach kurzer Zeit klappt’s: Ich cruise auf der Welle, fahre Mini-Bögen und geniesse das Ganze ungemein.

Was ich an diesem Gefühl liebe? Alles! Die Farben des Wassers, die Bewegung. Mitten auf dem See zu sein. Das Freiheitsgefühl. Die Tatsache, dass ich mich so stark konzentrieren muss, dass ich über nichts anderes nachdenken kann, aber gleichzeitig relaxed genug bin, um das Fahren auf der Welle zu geniessen. Und das Wissen, dass ich noch so viel lernen kann und es unzählige Tricks und Bewegungen gibt, die ich ausprobieren möchte. Ich kann die nächste Session kaum erwarten. Glücklicherweise ist die Wakeboard Academy bis Ende Oktober geöffnet und im März geht’s nach der Winterpause schon wieder weiter.

Der Sport liegt im Trend: Die Marktforschung geht davon aus, dass sich der Umsatz für Wakesurfboards bis 2033 knapp verdoppelt. Ich scheine also nicht die Einzige zu sein, die das Wakesurf-Fieber gepackt hat.

Was du an Ausrüstung brauchst

Wenn du Wakesurfen ausprobieren möchtest, brauchst du am Anfang kein eigenes Board. Die Academy stellt dir die Ausrüstung zur Verfügung und hat gerade für Anfängerinnen und Anfänger einiges an Material. Wenn du aber deinen eigenen Neoprenanzug und Weste tragen möchtest, findest du hier eine Auswahl:

Liquid Force Core Comp Womens Vest (M)
Westen

Liquid Force Core Comp Womens Vest

M

Liquid Force Core Comp Womens Vest (M)

Liquid Force Core Comp Womens Vest

M

Gefällt dir der Sport und du willst auf jeden Fall weitermachen, ist es vielleicht Zeit für ein eigenes Board. Hier rät Wakesport-Experte Sascha nicht zu einem Anfängerboard. «In sechs bis acht Sessions kannst du grosse Fortschritte machen und dann passt ein Board, das in Richtung Intermediate geht, besser. Lieber ein bisschen mehr investieren und ein Board kaufen, das dir noch eine Weile lang Spass macht», rät er.

Auf die Frage nach zusätzlichen Tipps empfiehlt er, das Board ein bisschen länger zu wählen, als es die üblichen Ratgeber empfehlen. Bei meiner Körpergrösse (160 cm) würden 50 Inches (127 cm) locker reichen. Er rät aber eher zu 52 Inches (132 cm), da ein längeres Board mehr Stabilität bietet, wenn der See wellig ist. Zudem macht die längere Kante, die ich in die Welle drücken kann, das Fahren ein bisschen einfacher.

In unserem Sortiment findest du eine Reihe von Wakesurf-Boards, wenn dich der Sport begeistert und du ein eigenes Brett fahren möchtest.

Die nächsten Schritte

Ich freue mich auf die nächsten Sessions und darauf, vielleicht künftig ein paar Tricks zu lernen. Einfach ist das sicher nicht, aber bestimmt lustig. Das ist ein weiterer Pluspunkt: Du bist beim Wakesurfen nicht allein. Es sind immer noch andere Leute mit dir auf dem Boot, die auch Spass am Wakesurfen haben und sich mit dir freuen, wenn du Fortschritte machst. «Die Community spielt eine grosse Rolle», sagt Sascha. «Das ist ein richtig gutes Miteinander.»

Titelbild: Siri Schubert

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Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.


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