Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Kim Muntinga
Hintergrund

«Wanderburg» angespielt: Diese Burg hat ständig Hunger

Kim Muntinga
20-9-2026
Bilder: Kim Muntinga

Eine Burg auf Rädern klingt zunächst nach einem guten Gag. Im Spiel entsteht daraus ein Roguelite, bei dem ich mit Waffen, Fähigkeiten und Chassis immer neue Kombinationen ausprobiere.

Eine Burg gehört auf einen Hügel, geschützt von dicken Mauern und einem möglichst tiefen Graben. «Wanderburg» hält davon wenig. Hier rollen Burgen durch die Landschaft und verschlingen alles, was ihnen vor das Tor kommt. Aus der zunächst überschaubaren Festung wächst so eine immer absurdere Kriegsmaschine.

Erst fressen, dann wachsen

Am Anfang ist meine Burg noch ziemlich klein. Ich steuere sie frei per Tastatur durch ein begrenztes Level und futtere mich quer durch die Landschaft. Felder verschwinden unter den Rädern, Schafe gleich mit und auch Bauern sind vor ihr nicht sicher.

Alles, was klein genug ist, wird von meiner Burg einfach einverleibt.
Alles, was klein genug ist, wird von meiner Burg einfach einverleibt.
Quelle: Randwerk

Bei größeren Zielen stößt diese Methode schnell an ihre Grenzen. Zum Glück ist meine Burg schon zu Beginn bewaffnet: Eine Kanone feuert automatisch auf Gegner in Reichweite und räumt sie aus dem Weg.

Besiegte Gegner lassen Beute liegen, die ich im Vorbeifahren einsammle. Daraus ergeben sich neue Verbesserungen. Das Spiel stellt mir jeweils drei zufällige Optionen zur Wahl. Mal kommt eine neue Waffe hinzu, mal verstärke ich eine vorhandene oder ergänze meinen Build um einen zusätzlichen Effekt. Diese Zufälligkeit macht für mich einen großen Teil des Reizes aus, weil sich meine Burg so bestenfalls in jedem Versuch etwas anders entwickelt.

Bei jeder Auswahl stehen mir drei zufällige Verbesserungen zur Verfügung.
Bei jeder Auswahl stehen mir drei zufällige Verbesserungen zur Verfügung.

Besiege ich einen Boss, wächst schließlich auch meine Burg selbst. Sie wird sichtbar größer und nimmt immer mehr Raum auf dem Bildschirm ein. Der kleine Wehrturm verwandelt sich so mit der Zeit in eine wuchtige Festung.

Jede Burg fängt mal klein an. Rechts siehst du, in was für ein Ungetüm sich mein rollendes Bollwerk verwandelt.
Jede Burg fängt mal klein an. Rechts siehst du, in was für ein Ungetüm sich mein rollendes Bollwerk verwandelt.
Quelle: Randwerk

Mehr Waffen, mehr Wumms

Spätestens bei den späteren Waffen wirft «Wanderburg» jede Zurückhaltung über Bord. Neben Bogenschützen und Minen landen auch Magiertürme, Raketen und ein Rammbock auf meiner Festung. Historische Genauigkeit hat hier früh Feierabend.

Ein Teil der Waffen feuert automatisch, andere Fähigkeiten löse ich selbst aus und muss danach ihre Abklingzeit abwarten. Manche Waffen funktionieren besser auf Distanz, andere entfalten ihre Wirkung direkt am Gegner.

Je länger der Run läuft, desto mehr Waffen arbeiten gleichzeitig.
Je länger der Run läuft, desto mehr Waffen arbeiten gleichzeitig.

So muss ich etwa mit dem Rammbock direkt auf einen Gegner zuhalten, während Bogenschützen schon während der Anfahrt Schaden verteilen. Der elektrische Magier verbindet beide Systeme auf andere Weise: Er greift automatisch an und kann mit seiner aktiven Fähigkeit Gegner betäuben. Solche Kombinationen geben meinem Aufbau mehr Tiefe als bloß immer höhere Schadenswerte.

Am meisten Spaß macht mir dabei, wenn mehrere Waffen sinnvoll zusammenspielen und aus meiner Burg ein völlig übertriebenes Arsenal wird.

Ich halte den Koloss auf Kurs

Meine wichtigste Aufgabe bleibt das Lenken. Ich halte Abstand, suche günstige Winkel und schnappe mir Beute, ohne direkt in die nächste Gegnergruppe zu rauschen. Wenn es eng wird, zünde ich den Nitro und gebe meiner Burg für einen Moment deutlich mehr Schub.

Mehr Panzerung macht die Burg robuster, kostet aber Wendigkeit. Setze ich auf Tempo, flitze ich deutlich agiler über die Karte, halte dafür weniger aus. Aus dem behäbigen Bollwerk kann so beinahe eine Racing-Burg werden.

Für spätere Runs schalte ich weitere Chassis frei und kann diese Unterschiede noch stärker ausreizen. Dazu gehört etwa die Spinnenburg, die mit ihren langen Beinen schon optisch völlig aus der Reihe fällt und sich auch beim Fahren anders anfühlt.

Die Spinnenburg sieht nicht nur anders aus, sie fährt sich auch ungewohnt.
Die Spinnenburg sieht nicht nur anders aus, sie fährt sich auch ungewohnt.

Chaos braucht Abwechslung

Mit wachsender Burg wird es schnell unübersichtlich. Geschosse, Effekte und Gegner überlagern sich, während ich gleichzeitig Beute einsammeln und den Koloss auf Kurs halten soll. In hektischen Momenten erkenne ich deshalb nicht immer sofort, wo die größte Gefahr lauert. Das Chaos gehört zum Reiz.

Mein nächstes Level suche ich auf der Karte aus. Dabei unterscheiden sich Biome, Schwierigkeitsgrad und Gegnerzusammenstellungen.
Mein nächstes Level suche ich auf der Karte aus. Dabei unterscheiden sich Biome, Schwierigkeitsgrad und Gegnerzusammenstellungen.

Trotz unterschiedlicher Gegnertypen laufen die Runs oft nach demselben Muster ab: Abstand halten, Feuerkraft wirken lassen, Beute einsammeln und weiterziehen. Neue Gegner müssten mich häufiger dazu zwingen, meine Fahrweise zu ändern.

Auch bei den Upgrades greife ich schnell zu vertrauten Lösungen. Bestimmte Waffen und Effekte funktionieren so zuverlässig, dass ich kaum einen Grund habe, meinen Aufbau stärker zu variieren. Die zufällige Auswahl sorgt dadurch bisher für weniger Abwechslung, als ich erwartet hatte.

Ich will noch eine Runde

Was bei mir hängen bleibt, ist vor allem die Lust am Experimentieren. Ich will weitere Chassis ausprobieren, noch absurdere Waffen auf meine Burg schrauben und sehen, welchen Unsinn das Spiel noch bereithält.

Im Moment reicht mir das völlig, um wieder auf «Play» zu drücken.

Der nächste Run darf gerne noch etwas absurder werden.
Der nächste Run darf gerne noch etwas absurder werden.

«Wanderburg» ist am 8. September im Early Access auf Steam erschienen. Entwickelt wird das Roguelite vom deutschen Studio Randwerk.

Titelbild: Kim Muntinga

5 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Die Interessen sind vielfältig, gerne genieße ich einfach nur das Leben. Immer auf der Suche nach News aus den Bereichen Darts, Gaming, Filme und Serien.


Hintergrund

Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

Alle anzeigen

Weitere Beiträge aus dem Magazin

1 Kommentar

Avatar
later